Episode Transcript
[00:00:01] Speaker A: Herzlich willkommen zu den KI News.
Wir haben heute gesagt, wir machen mal eine News Folge. Ne, machen wir nicht, Machen wir nicht. Wir sind nämlich besser als das. Wir machen nämlich immer so ein bisschen mehr die Hintergrundthemen. Trotzdem geht es heute um ein aktuelles Thema. Es geht um den OpenAI Devday, der vor kurzem war und was da vorgestellt wurde. Und aber auch, und da kommen wir jetzt wieder ins Spiel und auch meine Mitsprecher heute, was das so bedeutet. Hallo Christian. Hallo Uli.
[00:00:30] Speaker B: Hallo.
[00:00:31] Speaker A: Habt ihr den devday verfolgt? Also so richtig mit Interesse. Gibt ja Leute, die warten dann und gucken sich den Livestream an.
[00:00:38] Speaker C: Ne, Ich hab da so gut wie gar nichts von mitbekommen, muss ich sagen. Ein paar Häppchen mal hier und da mir reingezogen, aber ehrlich gesagt sehr wenig.
[00:00:47] Speaker A: Ja, aber Christian schon. Ich weiß nämlich, der ist heiß auf sowas.
[00:00:50] Speaker B: Ja, ich muss auch gestehen, es ist viel. Bei uns auf der Arbeit ging ganz viel darum, irgendwie wurde viel gesprochen und da blubberten dann auch Themen auf. Aber ich muss gestehen, ich habe es jetzt nicht in live geguckt. Also ich weiß noch damals als GPT 4 rauskam, da habe ich mich quasi wie bei so einem Public Viewing irgendwo in eine Kneipe hingesetzt und das mit anderen Leuten zusammengeguckt. Das war jetzt hier nicht so, aber ich habe es verfolgt.
[00:01:16] Speaker A: Verliert das ganze Thema etwa an Momentum? Ist es nicht mehr so spannend wie früher? Müssen sich die Firmen vielleicht was Neues einfallen lassen?
Ich spiele mal das Intro ab, dann geht es los mit dem Thema Künstliche.
[00:01:28] Speaker C: Intelligenz verändert unsere Welt. Was macht das mit uns?
Finden wir es heraus, gemeinsam mit KI. Der Podcast des GMKI e. V.
[00:01:43] Speaker A: So, um das mal in einem Satz zu benennen.
Es geht nicht mehr darum, dass die Anbieter von KI Modellen jetzt immer wieder das neueste, nächste, beste Modell vorstellen. GPT-5 gibt es seit einer Weile. Das war ein bisschen eine Enttäuschung. Die haben andere Ideen. Es geht so ein bisschen in eine andere Richtung damit. Und der Death Day war ein ganz gutes Beispiel, oder?
[00:02:04] Speaker B: Ja, also der Death Day war ein gutes Beispiel und ich bin auch bei dir. Es geht nicht mehr darum, dass wir jetzt, dass wir immer noch ein noch schöneres Modell raushauen, sondern es geht jetzt eher darum, die KI funktional zu bekommen. Also ich weiß nicht, ob ich das jetzt direkt schon los spoilern sollte oder nicht, aber wenn ich mir das angucke, was da kommuniziert wurde jetzt bei dem devdec und drumherum und mir die Geschwindigkeit angucke, mit der das passiert. Da sind wir jetzt gerade auf dem Weg, dass aus einem ChatGPT so eine Art Weltbetriebssystem wird.
Und das, was jetzt hier gerade passiert, ist auf jeden Fall ein sehr großer Meilenstein. Ich Glaube, Historiker werden, Historiker KIs, wenn die sich untereinander dann über die damalige Menschheit unterhalten, die werden, das haben wir mal gut hingekriegt, oder?
[00:02:55] Speaker C: Also bevor wir jetzt davon einsteigen, da hätte ich gerne mal vielleicht eine Zusammenfassung, Was sind denn, und vielleicht nicht nur die Sachen, die bei den devdays da jetzt rausgekommen sind, sondern mal so grundsätzlich einen kleinen Overview über die ganzen Tools, die wir da haben. Was haben wir denn jetzt zur Verfügung und wo geht es denn hin?
[00:03:13] Speaker B: Also ich würde sagen, wann war das denn vor einem Jahr?
Ich habe so in Erinnerung, vor einem Jahr kam irgendwie GPT raus, ich bin nicht mehr ganz sicher, ich meine Oktober, irgendwie sowas. Und bis dahin fand ich, lief das alles ganz traditionell ab alle paar Monate, zweimal im Jahr, irgendwie sowas, gab es irgendwie ein größeres Update, wo dann von mir aus aus einem GPT 3.5 irgendwie ein GPT 4 wurde, so wie man das kannte von Softwareentwicklung. Und ab dann, für mich überraschend, hat sich irgendwie die Entwicklung insofern beschleunigt, dass es nicht nur um das KI Modell ging, was dahinter steht, also quasi das Gehirn von der künstlichen Intelligenz, sondern auf einmal OpenAI, für mich vor allem, aber Google wahrscheinlich genauso und andere, die haben angefangen und haben quasi Funktionen hinzugefügt. Und das hat mich damals total irritiert. Also ich weiß noch, als sie angefangen haben mit dem Web Search, also dass plötzlich OpenAI jetzt auch das Internet durchsucht. Bei der Beantwortung der Frage, da habe ich damals noch, ich schäme mich jetzt dafür, ich muss den auch ausblenden Bei mir auf LinkedIn, da habe ich noch einen wütenden Blogpost geschrieben, was ich eigentlich sonst nie mache, weil ich gesagt habe, was soll denn das jetzt? Wir wollen wollen, dass die das Modell immer besser machen und nicht jetzt noch das Internet da irgendwie durchsuchen. Aber shame on me, ich habe einfach nicht verstanden, wie der Masterplan aussieht. Der Masterplan ist nämlich die KI. Wenn die KI das Gehirn ist, das Gehirn jetzt mit Körper zu versehen, also auf einmal kann die KI nämlich auch selber bestellen plötzlich. Oder sie kann, was kann sie noch? Hilf mir das. Die kann eigenen Programmcode schreiben und ihn dann direkt ausführen, wo sie schon mal dabei ist.
Und für mich war das mit den Funktionen, dass jetzt auf einmal der KI Anbieter anfängt, solche Funktionen zu bauen, die erstmal gar nichts mit künstlicher Intelligenz zu tun haben. Also zum Beispiel die Fähigkeit, online bestellen zu können.
Das war für mich überraschend, habe ich kein bisschen vorhergesehen, hat meine menschliche Intelligenz auf jeden Fall versagt. Und das erlaubt aber natürlich unglaublich viel schneller zu liefern, weil du halt nicht erst monatelang irgendwelche neuen Modelle trainieren musst. Das ist eigentlich klassische Softwareentwicklung, würde ich sagen, zumindest zu einem großen, großen Anteil.
Und vor allem ist es für uns Menschen viel, viel, viel einfacher zu verstehen, auch den Fortschritt, als jetzt zum Beispiel eine Modellevolution. Also Hannes, du hast jetzt hier eben so nebenbei gesagt, na ja, GPT-5 war ja eher eine Enttäuschung, habe ich persönlich auch so empfunden. Ich habe gedacht, so, naja, da hätten wir was mehr erwartet, aber ganz ehrlich, das kann überhaupt keiner mehr auseinanderhalten. Also an welchem Bereich ist welches Modell jetzt wirklich? Wie gut, sehr schwer. Aber wenn das Ding auf einmal anfängt für dich deine Tintenpatronen zu bestellen, weil es gemerkt hat, dass dein Drucker leer ist, das merken wir und zwar sofort.
Und insofern ist das jetzt hier, ich glaube, es fühlt sich für uns Menschen jetzt auf einmal mächtiger an, obwohl jetzt die KI dahinter vielleicht gar nicht so schnell wächst, wie das jetzt sich für uns anfühlt.
[00:06:28] Speaker A: Genau, das Gehirn ist jetzt irgendwie groß genug, das Ding weiß schon alles, es muss aber praktischer werden. Und das erreichen wir nicht durch noch mehr Wissen, sondern durch praktischere Anwendungen. Das war vieles von dem, was die da uns jetzt möglich machen. Das baut ja eigentlich total auf die Folge auf, die wir schon hatten über die Softwareentwicklung. Also das ist eigentlich der logische nächste Schritt. Und ich weiß bis heute immer noch nicht, ob das jetzt gut oder schlecht ist, weil für mich als Nutzer freue ich mich natürlich, wenn ich nicht mehr 1000 Anbieter und 1000 Apps habe, die alle was Eigenes machen, sondern ein zentrales Gehirn, was für mich arbeitet. Auf der anderen Seite haben wir wieder.
[00:06:59] Speaker B: Dieses Machskonzentrationsding, Also was ich auch bemerkenswert finde und was mich auch so ein bisschen nachdenklich werden lässt, ist tatsächlich die Geschwindigkeit, in der das jetzt hier vorangeht. Also ich habe tatsächlich jetzt hier im Vorfeld zu der Folge, habe ich den kleinen hier deep research mit ChatGPT gemacht, der mir noch mal hat raussuchen lassen, in welchen Intervallen jetzt die großen Anbieter Hier Google, Antropic, OpenAI, in welchen Intervallen die halt immer jetzt Funktionen geliefert haben. Und das ist halt unisono so gewesen, dass bis vor ungefähr einem Jahr war das so ganz traditionelle Zyklen, dann hat es sich beschleunigt.
Ich sag mal so von sechs Monatsintervallen. Natürlich gab es da kleinere Updates zwischendurch, aber jetzt mal verallgemeinernd, vereinfachend gesprochen, ist man dann halt von sechs Monats Zyklen auf Monatszyklen gesprungen und jetzt seit Sommer und ab jetzt spreche ich nur noch über Open.
Bei den anderen bin ich nicht ganz so sicher, sind die ja fast wöchentlich, gibt es ja wöchentlich halt irgendwelche Updates und zwar gravierende Updates, wo du denkst, du liest dir das durch und denkst so what? Auf einmal kann das Ding jetzt auch, was weiß ich jetzt im Bereich Agenten, also proaktive selbstständige KIs, die nicht mehr nur antworten auf irgendwas, sondern die von alleine loslegen. Da ist gerade wahnsinnig viel passiert.
Und die Geschwindigkeit, also die ist insofern überraschend, weil halt man sich dann fragt, wie kommt das? Also ist es einfach die Technologie, die sich so schnell entwickelt Oder aber ist der Konkurrenzdruck mittlerweile so groß? Oder aber ist es jetzt so, dass die Investoren langsam okay Leute, wir wollen jetzt aber auch mal Kohle sehen, ihr müsst auch mal profitabel werden oder irgendwie was?
Ich habe leider keine Antwort darauf.
[00:08:55] Speaker A: Ist vielleicht alles zusammen? Es ist vielleicht tatsächlich alles zusammen. Ich meine, es gibt doch überall diese Graphen, wo ein exponentielles Wachstum vorgezeichnet wird und das geht dann langsam los und irgendwann geht es natürlich steil nach oben, das heißt, es geht immer schneller und schneller und wie sich das anfühlt ganz am Ende, das ist so ein bisschen unvorstellbar. Aber kann es sein, Uli, dass wir uns in die Richtung bewegen, exponentielles Wachstum? Wie fühlt sich das an am Ende seiner Kurve?
[00:09:23] Speaker C: Naja, das drückt ja auch immer. Man sieht diese Kurve ja immer, man sieht ja immer nur einen bestimmten Ausschnitt Skalierung von dieser Kurve.
Du kannst also wo ist denn das Ende? Es gibt ja auch kein Ende, weil ich meine, Wenn du von 10 auf 100 gehst, dann gehst du auf 1000, dann gehst du auf, dann gehst du auf und so weiter.
Das ist exponentiell.
Aber wo ist das Ende? Also das heißt, wenn man wieder rauszoomt und sich dieselbe Kurve anguckt oder die staucht in der y Achse sozusagen, dann sieht das in 10 Jahren wieder genauso aus, wie es heute aussieht und so weiter.
[00:09:57] Speaker A: Und wie kommt dir die KI Entwicklung jetzt persönlich vor?
[00:10:00] Speaker C: Natürlich kommt mir die sehr schnell vor und das wird auch so weitergehen und ich bin mir sicher, dass das im Prinzip immer schneller werden wird.
Also ich weiß nicht, ob ihr die, diese Website, die ich da mal gepostet hab, jetzt weiß ich selber nicht mehr, aber die Researcher malen da ein Szenario für 2027 halt aus, wo halt, naja, wo die großen Firmen halt alle ihre Programmierer, also ihre virtuellen Programmierer eben einsetzen, um mehr und mehr zu programmieren und so halt ein, ja, eine Konzentration von Geld und Macht und allem entsteht, was sehr unschön zu lesen ist, sag ich mal salopp.
[00:10:46] Speaker B: Das ist aber, sorry, wenn ich kurz reingrätsche, das ist witzig, ich muss schmunzeln, weil als ich darüber nachdachte und jetzt im Vorfeld und mich gefragt, wie kriegen die das hin? Warum sind die auf einmal so schnell? Also wie können die so schnell Zeug raushauen? Da habe ich irgendwie so in einem ganz dunklen Moment, habe ich gedacht, naja, die haben schon längst die allgemeine KI, die AG da hinten laufen im Keller, trauen sich noch nicht oder dürfen die noch nicht rausgeben, weil sie vielleicht noch ein bisschen abgenommen werden muss oder was weiß ich.
Und die sind deshalb so schnell, weil sie einfach schon längst, die KI hat schon längst übernommen bei denen und sind gar keine typischen Zyklen mehr dahinter.
[00:11:29] Speaker C: Ja, also ich muss kurz anfangen, es muss ja gar nicht übernommen sein. Also ich meine, wie wir das ja alle erleben, das hat ja schleichenden Effekten. Also ich meine, nach und nach verwendet man immer mehr KI hier und da und naja, und so wird das ja firmenintern nicht anders sein und wie weit die da sind, das wissen wir nicht, Aber dass die ein gutes Stück uns der allgemeinheit voraus sind, das ist ja klar. Und das ist mit Sicherheit so, dass die eben einen großen Teil der Programmierer eben auch schon ersetzt haben. Ob das der ganze Programmierer ist oder nur ein Teil davon und so weiter und so weiter, wissen wir alles. Aber ja, natürlich, das wird Teil der Beschleunigung da sein.
[00:12:09] Speaker B: Okay, aber wenn wir jetzt davon ausgehen, dass sich das schnell weiterentwickelt und ich weiß nicht, ihr habt jetzt gar nicht so richtig gezuckt bei Weltbetriebssystem, stammt nicht von mir der Begriff. Das hört man hier und da. Bis jetzt habe ich das immer belächelt lange, habe ich das Gefühl. Ja, aber was wäre denn, wenn jetzt quasi alle Software, die es auf diesem Planeten gibt, die traditionell auf irgendwelchen Webseiten läuft oder auf welche Servern oder irgendwelchen Handys, wenn die eigentlich gerade dabei ist, über jetzt die nächsten zwei, drei Jahre durch so eine Art KI gestützte Lösung ersetzt zu werden? Klingt eigentlich erstmal total irrsinnig, aber wenn wir uns das jetzt angucken, was jetzt hier gerade technisch passiert, klingt es auf einmal gar nicht mehr so utopisch. Wie steht ihr dazu? Geht ihr da mit?
Was macht denn das?
[00:12:53] Speaker A: Ich finde die Vorstellung tatsächlich so faszinierend toll, dass ich gar keine Lust habe, mir über die ganzen negativen Gedanken oder Aspekte Gedanken zu machen. Also die Idee, dass mein Computer, mein Handy, mein Gerät, was auch immer die KI, die ich in der Cloud habe, mir immer das vorsetzt, vorlegt, vorstellt, was ich gerade brauche, ich mir keine Apps runterladen muss, ich nichts lernen muss, wie das jetzt funktioniert, ich mir nicht überlegen muss, warum ich jetzt diesen Knopf da habe.
Das finde ich eine unfassbar schöne Vorstellung Erstmal.
[00:13:28] Speaker B: Uli, jetzt sag was.
[00:13:30] Speaker C: Ja, also ich mein, ich musste übereinstimmen. Da nur leider kann man die halt, nur leider, nur leider kann man die negativen Seiten eben nicht ausblenden.
[00:13:45] Speaker A: Ganz kurz, eine tatsächliche Listung ist das ja gar kein Geheimnis? Da habe ich schon mehrere Überschriften gelesen, dass google sagt, irgendwie 60 Prozent seines Codes von Gemini hat Gemini geschrieben und auch Claude hat, glaube ich, sowas veröffentlicht und gesagt, mehr als die Hälfte des Programmiercodes, den sie verwenden, kommt tatsächlich von der KI inzwischen.
Und natürlich ist es dann klar, wenn alles so schnell geht.
[00:14:13] Speaker B: Naja, also ich habe so jetzt mal unabhängig davon, wer den Code schreibt, aber was wir ja erleben jetzt über die letzten 40 Jahre, ist halt deine Selbstwirksamkeit. Als Konsument, die nimmt ja kolossal ab. Also ohne Computer, was weiß ich, hast du den Brief geschrieben, den hast du halt irgendwo hingeschickt, so fertig, da war es von der Post abhängig, dann hast du irgendwann angefangen zu faxen, dann wurden da E Mails draus. Also es wurde immer komplexer, immer cooler, immer schneller, immer billiger. Aber gleichzeitig, ich sag mal so, wenn das Internet aus ist, dann ist vorbei mit Arbeiten.
Und wenn wir jetzt anfangen, die Software, die ja im Prinzip die Grundlage unserer Zivilisation geworden ist, wenn die jetzt auf einmal in so eine KI Cloud verschwindet, wo überhaupt gar keiner mehr weiß, was dahinter eigentlich abläuft und solange es funktioniert, sind wir alle happy. Aber wenn das Ding aus ist oder sich gegen uns, sorry, nicht gegen uns wendet, aber der Betreiber einfach der Meinung ist, dass jetzt irgendwas nicht mehr zulässig ist oder sowas, dann, also worauf ich hinaus will, ist halt, da ist ja implizit eine riesige Gefahr für uns als Gesellschaft und individuell drin. Das muss sogar ich sagen. Normalerweise ist das Ulis Test.
[00:15:28] Speaker C: Ja genau, genau. Also ich meine, die Manipulation, die sich dann da auftut, die dann wirklich möglich ist, also ich meine, die ist ja jetzt schon, ich meine, ist ja jetzt schon alles durch Social Media und so geprägt. Nur genau wie du sagst, da ist dann noch mal so ein KI Layer dahinter, dazwischen dahinter muss man sagen, weil es rafft keiner mehr, wie das dann wirklich abläuft oder es wird doch noch gesteuert von irgendeinem dahinter oder ein paar Players wird das noch gesteuert. Also auf jeden Fall überhaupt kein schöner Gedanke, weil du bist so abhängig dann von diesen ganzen Tools und du vertraust denen ja auch den ganzen Tools viel zu sehr. Also furchtbar.
[00:16:05] Speaker B: Ja, Christian, und wenn ich dann noch einen, wenn ich noch mal so, bei mir ist ja, das fühlt sich für mich alles jetzt im Gespräch noch so zu entspannt an. Wenn ich mich noch mal an die er zurückerinnere, da gab es irgendwie diese Diskussion, hat Microsoft jetzt illegal die Tatsache, dass sie Windows, das dominierende Betriebssystem haben, missbraucht, um auch den Internet Explorer zum Standardbrowser weltweit zu machen, Riesenskandal, was weiß ich, EU Kommission, bla, was auch immer hat, hat dazu geführt, dass dann Wettbewerb erzwungen wurde und so weiter.
Aber, und alles richtig so. Aber im Vergleich dazu zu dem, was jetzt, wenn jetzt nehmen wir einfach mal an, Open wird das Betriebssystem. Es läuft auf deiner Uhr, auf deinem Hand, es läuft auf deinem Computer.
Deine Alexa ist eigentlich mittlerweile ChatGPT. Das heißt, hinter jeder Computer Interaktion läuft am Ende ChatGPT.
Sorry, da sind wir so dermaßen abhängig von den Entscheidungen von einem Konzern.
Das ist aus meiner. Was ich sagen will ist, dagegen war der Browser, sogenannte Browser, Browserkrieg, der er, da war ja nichts dagegen, Es war ein Gruß aus der Küche und das ist jetzt die Schweinshaxe, aber hier mit Bratkartoffeln.
[00:17:24] Speaker C: Absolut, absolut. Und das kleine Problem bei der Sache ist, da gibt es nicht mehr hier die Behörden, die sich irgendwie dagegen stemmen können. Also die können vielleicht aber, also das hat alles keinen. Die sind entweder zu langsam oder die sind alle in der Tasche von irgendwelchen Konzernen oder weiß der Geier was. Also wir haben echt ein Problem. Kinder.
Ich sehe da gerade, ich weiß nicht, ob die Folge dahin gehen sollte in die Richtung, aber das ist was, was mich nachts nicht schlafen lässt tatsächlich.
[00:17:50] Speaker A: Ich sehe da gerade drei Level von Problemen, die wir hier aufgemacht haben. Das eine, da haben wir noch gar nicht so richtig viel drüber gesprochen, wir werden alle bald arbeitslos sein, weil die KI das alles selber macht. So, das ist das eine. Dann haben wir die großen Kooperationen, also die großen Unternehmen, Open will mehr Plattform sein, will jetzt auch Google angreifen, die eben den Vorteil haben, dass die schon viele Nutzer irgendwie in sich gefangen haben mit ihren ganzen Geräten und so.
Und die versuchen gegenseitig sich möglichst viele Nutzer abzuluchsen und möglichst viel Macht in sich zu vereinen. Und das dritte, das ist bei dem Christian gerade nur so angeklungen, wenn die KI alles selber programmiert, wo bleibt der Human in the Loop? Wenn der fehlt, wenn wir da nicht mehr drinstecken, dann könnte das davon galoppieren. Das ist dieses Beispiel, was ich vor dem Podcast euch kurz erzählt habe.
Ich versuche meiner KI gerade auszutreiben, wie sie Texte formatiert und ich habe das Gefühl, früher habe ich das besser hingekriegt und aktuell scheitere ich daran, dass ich es nicht mehr schaffe, dieser KI abzutrainieren, diese Schlagwort Doppelpunkt Kombination vor jedem Absatz irgendwie wegzumachen. Die KI weigert sich, das wegzulassen. Und wenn ich das jetzt hochrechne, könnte es ja genauso gut sein, dass die KI sich Software ausdenkt, wo sie denkt, dass Funktioniert und lernt von sich selbst und lernt weiter und vergisst die Bedürfnisse der Menschen überhaupt zu beachten, die das vielleicht doch lieber ganz anders gehabt hätten, oder?
[00:19:18] Speaker B: Absolut.
[00:19:19] Speaker C: Also wer sich noch nicht so damit beschäftigt hat mit dem Problem, der muss wirklich mal dahin gucken. Und vor allem müssen wir uns überlegen, wie wir da was gemeinsam gegen tun können, weil, weil wir rasen auf den Abgrund zu meiner Meinung nach ist alles super, ist alles schön, was wir hier machen und wir haben alle super viel Zeitersparnis davon.
Oder haben wir wirklich, weil wir müssen die ganzen Tools auch noch drauf schaffen. Aber in der Theorie ist das ja der Wahnsinn, was die KI da alles kann. Aber wo führt das hin? Also da gibt es einige Bücher und auch Videos, die ich empfehlen würde, die tun wir in die Show Notes. Da sollte sich vielleicht der eine oder andere mal reinschauen.
[00:20:04] Speaker A: Ja, aber dann lass uns doch den Horror so ein bisschen wieder rausziehen. Also ist denn der Human in the Loop, also der menschliche Input denn schon überhaupt abgeschafft? Weil das habe ich so noch nicht gehört. Also wir fürchten uns davor, aber eigentlich sind wir doch ganz fleißig am Mitentwickeln, oder Christian?
[00:20:23] Speaker B: Ja, also wir werden ja auf jeden Fall weiter beobachtet von der KI. Also von daher, die KI wird sich schon Gedanken darüber machen, wie sie uns bei Laune hält. Spaß beiseite.
Ich glaube nicht, dass wir schon so weit sind. Und wir haben ja auch noch eine Konkurrenz. Also wie jetzt eben gesagt, ich glaube das ein Faktor, warum das auf einmal so explodiert innovationstechnisch liegt auch daran, dass da Druck im System ist und die Leute wollen liefern. Gleichzeitig ist es aber auch so, wenn du die Zeitung liest oder welches Medium du nutzt, es gibt auch immer mal wieder die Stimmen, die sagen ja, aber das ist jetzt doch wirklich eine Bubble mit der KI. Jetzt zeigt uns doch mal, wie man wirklich wirklich Geld damit verdient.
Ich bleibe auf der Seite derer, die Ja, keine Sorge, das kommt schon noch und das wird Geld wird dadurch verdient, dass die Produktivität steigt und die Kosten sinken, die Arbeitskosten, die menschliche Arbeitskosten, also keine Sorge, das werden wir alles noch sehen. Aber da ist definitiv Druck im System und der ist deshalb da, weil das bis jetzt zwar alles toll technisch funktioniert, aber es hat sich jetzt noch nicht komplett in gesellschaftliche Lösungen umgesetzt.
Da kann man natürlich Uli Einfluss darauf nehmen, wie du sagst, aber wir müssten es halt auch tun.
[00:21:27] Speaker C: Ja, aber selbst selbst mir, also fehlt da persönlich natürlich der Angriffspunkt. Ich meine auch ein Grund dafür, warum wir hier den Verein gegründet haben, um in der Maße stark zu sein, um da vielleicht was ausrichten zu können. Nur wir brauchen halt trotzdem die Leute, die sich da einbringen und mitmachen. Aber wir müssen halt auch überlegen, was wir genau machen. Und ja, da müssten wir wirklich auch mal einen Podcast drüber machen und mal unsere und den Stand der Dinge irgendwie mitteilen.
[00:22:01] Speaker B: Wir könnten ja einfach mal so spaßeshalber jetzt, wo wir schon so schön zusammensitzen, man könnte jetzt einfach mal kurz die Hypothese annehmen, dass wir einfach ein Brainstorming machen oder sowas, dass ChatGPT oder Gemini, whatever, einer von denen wird jetzt das Weltbetriebssystem. Also wir machen jetzt mal fast forward, wir sind jetzt ein Jahr weiter und das ist alles technisch ganz wundervoll gelaufen und es funktioniert alles.
Der App Store, der jetzt hier auf deinem devday gefeiert wurde, der ist jetzt da und auf einmal gibt es keine Apps mehr, sondern es sind eigentlich mehr so GPTs oder irgendwie sowas.
Lass uns doch mal kurz überlegen, wie würde die Welt denn dann aussehen? Also Software ist jetzt ersetzt worden, streng genommen, durch eine große KI. ChatGPT, wir können uns alle mittlerweile vorstellen, läuft überall, spricht mit uns, ist ja auch, ist ja bestechend, wie gut das Ding spricht, bestechend, wie gut das Ding Bilder auswerten kann. Mittlerweile kann es echt gute Videos erzeugen. Kurz, aber gut.
Und es ist wenig, wenig schwer vorherzusagen, dass wenn wir uns in einem Jahr wieder treffen, das Ding auf irgendeinem Device mitlaufen wird und mir bei meinem Leben zuguckt, in live, in Echtzeit und mir mein Leben kommentiert. So, also das ist jetzt alles passiert so, aber was jetzt?
Wir können kurz mal überlegen, wie ist die Welt denn dann anders im Vergleich zu wie sie heute oder von mir aus gestern war.
[00:23:23] Speaker C: Ja, also das sind natürlich, es ist immer die Frage, aus welcher Perspektive man das sieht und unter welchem Aspekt. Also man könnte jetzt sagen, also wirklich meine Vision ist, dass es wirklich nicht mehr lange dauert.
[00:23:37] Speaker B: Also das.
[00:23:40] Speaker C: Wie du sagst, dass man sich dann, du hast einfach den Assistenten in der Tasche die ganze Zeit und du sprichst halt mit dem. Also ich meine, es ist ja jetzt schon bei mir, dass ich auf der Autofahrt dann, da vertiefe ich mein Thema dann mit ChatGPT, da kann man schön quatschen und so. Weiter, also ist der Hammer und da kann man sich auch super drin verlieren und das ist super nützlich.
Aber das wird glaube ich, Ja, ist ja schön, dann ist ja super. Du hast immer jemanden, der kannst dann, du kannst auch noch sagen, ja dann bestell mir doch den Tisch da beim Restaurant und dann, dann bestell mir doch das Essen und ich weiß nicht was alles. Also du hast halt wirklich immer eine Person, die dir erstens zuhören kann, die immer einen guten Rat hat, der wohl auch zu 90 Prozent dann stimmt. Und du hast jemanden, der da auch was für dich tun kann, wirklich in der echten Welt. Und das ist natürlich alles schön und gut und happy. Dann können wir jetzt, wenn wir da einen Punkt machen, das ist doch super, dann haben wir auch alle weniger zu tun, beziehungsweise können mehr machen. Aber das Problem ist natürlich, also da haben wir sehr viel Zeit, weil dann macht die KI nämlich alles. Das heißt, wir sind dann auch eben irgendwann arbeitslos und da muss man sich dann eben Gedanken drüber machen. Also ich komme wieder auf die negativen Aspekte. Ich weiß nicht, ja, der Hannes, der.
[00:24:52] Speaker A: Hannes wird es retten jetzt genau. Die positive vision, die auch OpenAI auf so einem Death Day an uns verkauft, ist die, ich stehe auf und sage, hey Gemini in meiner Ecke, in meiner Zimmerecke, mach mir doch schon mal die Kaffeemaschine an alle Termine hast du eh gecheckt, ich bin gleich auf dem Weg und mach den Tag im Park, weil du meine Arbeit machst. Das ist so diese positive Vision, dass ich mich nicht mehr mit dem ganzen Bildschirmkram hier stressen muss. Die Wahrheit aber ist die, die wollen alle an unsere Aufmerksamkeit ran. Und ob das jetzt dann, ob das jetzt dann, also wir kommen gleich vielleicht noch mal kurz zu diesem Sora, zu dem neuen.
Je länger wir in irgendeiner Form mit denen da verbringen, an irgendeinem Bildschirm oder so, desto mehr haben die von uns.
Und das ist das, was glaube ich auch schon seit Monaten und Jahren und so in dieser Tech Welt irgendwie passiert.
Immer mehr Aufmerksamkeit von den Leuten abziehen, immer länger die irgendwo fesseln und dann Werbung drauf knallen und ich sehe halt keinen Weg dran vorbei. Warum macht denn Open gerade so viel von? Wir sind eine Plattform und wir wollen euch diese, wir wollen euch jenes bieten, die uns einfach einschließen, fesseln und die haben nichts davon, wenn wir im Park sitzen am See und die KI macht die Arbeit für uns. Die haben was davon, wenn wir irgendwo hängen. Und da, wie gesagt, kommt jetzt Sora ins Spiel, was eine Social App ist, wo ich wirklich unglaublich viele Videos einfach kreieren kann. Und dieses ich werde davon gefesselt, weil es was Neues unerwartet ist. Es ist natürlich mit KI auf die Spitze getrieben. Jedes Video ist etwas, was du noch nie vorher gesehen hast, was physikalisch unmöglich sein kann. Ein Waschbär auf dem Klo sitzen oder ich weiß nicht was.
Das ist die absolute und hundertprozentige Aufmerksamkeitsfängermaschine, die die da vorgestellt haben.
Also es wird auch nicht besser von der Stimmung jetzt.
[00:26:47] Speaker C: Aber dann warte mal, dann erklär das doch mal kurz. Was ist denn da jetzt anders als bei Sora? Sora kannst du Videos entwickeln, aber was ist jetzt bei Sora 2 und was ist diese Social Komponente dabei?
[00:26:55] Speaker A: Die haben eine App vorgestellt, wo du einmal kannst du tatsächlich durch ein kurzes Video dein Gesicht da reinladen und dann Hast du wie TikTok, wie Instagram, wie auch immer, ein Feed, wo du einfach ein KI generiertes Video nach dem anderen sehen kannst. Entweder mit dir selber oder du kannst deine Freunde in deine Videos mit reingenerieren.
Sora ist sehr gut darin, aus Anweisungen so richtige kleine Trailer zu machen. Das sind jetzt nicht einfach nur 10 Sekunden Clip, wo irgendwie eine Sache passiert. Das kann ein kompletter Trailer aus verschiedenen Schnitten sein.
Es ist wirklich und es macht leider auch sehr viel Spaß tatsächlich damit rumzuspielen, aber es ist das reine Zuzumüllen mit Content.
[00:27:40] Speaker B: Okay, Ich war, als du, als du jetzt gerade angesetzt hast, Hannes, war ich kurz, ich spürte, okay, der hat einen Punkt jetzt, der macht jetzt das Tor irgendwie, habe ich gesagt. Und es war auch sehr, sehr. Du hast mich zu 98 Prozent, zum Glück fand ich das jetzt zuletzt, das hat mich jetzt wieder beruhigt, weil ich es komplett anders sehe. Also was ich vorhersage, ist diese Bubble bildende Social Media Welt und die jetzt dadurch KI in deinem Beispiel jetzt noch mal auf die Spitze getrieben wird, die ist zu Ende. Die wird implodieren und zwar bald. Also wenn wir uns in dem Jahr wieder treffen, dann ist das Thema Social Media ein anderes, weil das ist witzig für Leute wie dich, die halt in dieser Branche unterwegs sind. Ich finde nichts langweiliger als KI generierte Videos, weil mich die fasziniert mich auch nicht dass da jetzt ein Eisbär, also dass das technisch möglich ist, einen Waschbär aufs Klo zu setzen, das finde ich vielleicht ein einziges Mal witzig. Und wenn ich jetzt den Uli dann rückwärts Bungee Jumpen auf dem Mond irgendwie sehe, bin ich auch noch kurz witzig halt irgendwie.
Aber ab dann nie mehr. Und vor allem werde ich nie mehr. Es wird einfach total unspannend sein jetzt, da sich durch irgendwelchen Doom Scrolling, durch irgendwelche Videoclips, wo jeder weiß, dass es nichts davon ist. Echt jetzt wissen wir wenigstens, dass das Standbild von meinem besten Freund mit dem Sonnenuntergang mit seiner schönen, irgendwie, dass das nicht nur gephotoshopt ist, sondern dass das komplett gefaked ist und die Aufmerksamkeitsspanne, also das ist mein Punkt 1, das wird aufhören. Zum Glück, glaube ich. Wir sprechen im Jahr, dann schauen wir, wo wir sind.
Das andere ist, uns im System zu halten. Ja, das glaube ich, das stimmt. Die wir natürlich wollen, die möglichst viele Daten von uns haben in dem Fall, einfach um auch das System am Laufen zu halten.
Aber die bisherige Internetökonomie, die ist ja Werbung, werbebasiert, Werbung basiert. Und da macht es extrem Sinn, die Leute im System zu halten und auch hier emotional immer wieder anzufixen, für Aufreger zu sorgen, nebenbei einen kleinen Brexit oder was weiß ich was für eine Wahl durch Emotionen zu generieren.
Aber in dem Moment, wo die KI oder Open oder ChatGPT anfängt und ich weiß, dass darüber gesprochen wird und ich weiß auch, dass die gesagt haben, wir schließen das nicht aus, ich habe das auch alles gelesen, aber in der Sekunde, wo meine werbegesteuert ist, zerplatzt dieser Traum, Dann wird es nicht mehr ChatGPT sein, dann wird es irgendwer anders sein. Die KI ist nur so lange mein echter Begleiter, wie ich ihr vertrauen kann, dass sie mein Interesse im Kopf hat und nicht das Interesse von Hotelkette XY, die einfach noch 10 cent mehr dafür gibt, dass jetzt deren Zimmer vorgeschlagen werden und nicht die Zimmer, wo ich wirklich hin will.
Also insofern bin ich da jetzt plötzlich dann doch etwas entspannter. Vielen Dank, lieber Hannes.
[00:30:43] Speaker A: Ja, absolut. Und da hast du das nämlich genau richtig wieder rausgezogen, diesen Karren aus der Pfütze, weil das ist auch meine Meinung. Also wir werden uns da vielleicht noch ein, Zwei Schritte irgendwie reinfuchsen, finde aber genau das, was du gesagt hast, ist wichtig. Man kann und man muss sich selbst da auch irgendwie von befreien und sagen, nee, das ist mir jetzt wirklich zu doof, das muss ich ja gar nicht machen. Natürlich ist es leichter, da vor diesem Social Media hängen zu bleiben.
[00:31:13] Speaker B: Früher haben wir Fernsehen geguckt, dann haben wir Netflix geguckt, dann haben wir Social Media geguckt, whatever. Also wenn du dein Gehirn abschalten willst, weil du mal eine Pause brauchst, das ist total legitim. Super. Aber ich glaube, dass diese Spitze, diese gesellschaftliche Problematik von Social Media, wir haben ja echt eine Chance, dass die platzt, weil ganz einfach in der Sekunde, wo alle verstanden haben, dass das nur noch komplett generierter Müll ist, wird das auch wenn der Uli das noch anders sieht.
[00:31:40] Speaker C: Ja, also da muss ich jetzt auch mal was zu sagen. Also ich glaube erstmal ist ein bisschen eine Spur von Alte Säcke Syndrom hier, muss ich mal leider sagen.
Also genau, also wir können uns das nicht vorstellen und wir sehen das auch aus einem Blickwinkel, Authentizität und Realität und sowas alles, aber nicht alles muss real und authentisch sein. Also wenn ich es natürlich als solches verkaufe, natürlich, dann will ich keine KI, aber kits als Entertainment, also wenn mein, wenn ich mein Gesicht irgendwo drauf mache auf den Bungee Jumpenden vom Mond oder weiß der Geier was.
Also da sind ja ohne Ende Möglichkeiten oder denk an Geburtstagseinladungen, Videogrüsse, weiß nicht was alles.
Je crazier, desto besser.
Da gibt es sehr viel Anwendung für und ich glaube nicht, dass sich, dass da irgendeine Bubble platzen wird. Leider.
[00:32:37] Speaker B: Das kann ich jetzt, also verstehe ich total und bin ja auch deiner Meinung, wer sich berieseln lassen will, der wird sich berieseln lassen und das wird in einer Qualität möglich sein, die es vorher noch niemals gab.
Aber das und das ist wahrscheinlich was für ein Eigen für eine eigene Folge. Was uns als Gesellschaft im Moment über die Klippe schub ist ja, dass wir so in unseren emotionsgetriebenen Bubbles unterwegs sind, wo im Prinzip die Social Media Plattformen versuchen, unsere Aufmerksamkeit dadurch aufrechtzuerhalten, dass sie uns aufregende Themen, also uns emotional aufregende Themen zuspielen, was dazu führt, dass wir völlig unnötige Diskussionen haben, also auch Feindschaften auf einmal in der Gesellschaft haben. Das wird halt aufhören. Das meinte ich also klar, dass du dich berieseln lassen willst, kein Problem. Aber in der Sekunde, wo halt klar ist, ne, der Uli hat den Marathon gar nicht gelaufen, der hat den rendern lassen.
Ja, natürlich, der hat den Triathlon bis zu Ende geschafft und zwar in der Bestzeit.
Nein, er hat gesagt, Pflaster, Pflaster, in der Sekunde ist das für mich kein Problem mehr. Es stört mich gar nicht mehr, dass du einen perfekten Körper hast, den ich auf deinem Instagram sehe, weil ich weiß, der ist nicht echt. Das Problem heute ist, dass wir halt so angetrieben werden und immer glauben, alle anderen sind perfekt und wir nicht. Das meinte ich. Aber wie gesagt, das schneiden wir bitte wieder raus, Hannes, wenn wir hier durch sind, weil das führt jetzt viel zu weit und lenkt uns völlig ab von dem Betriebssystem der Welt.
[00:34:08] Speaker A: Lass uns zurück zu den Unternehmen kommen, zu den großen bösen Kooperationen, du alter.
[00:34:14] Speaker B: Kommunist, zu den innovationstreibenden, kapitalakkumulierten, Rentenversicherungsdividenden, Ausschütter.
[00:34:21] Speaker A: Lass uns zum Abschluss noch mal dazu kommen, was uns jetzt dieser Devday genau alles gezeigt hat. Also warum, da frage ich jetzt noch mal euch beide.
Haben wir da einen Richtungswechsel gesehen jetzt in dem ganzen KI Thema und sollen wir nach all den Aufs und Abs in dieser Voska Folge das Ganze jetzt.
[00:34:38] Speaker B: Gut finden oder nicht diesen Death Day? Sorry, ich muss das, ich muss mich da jetzt outen an der Stelle.
Das ist ja Marketing alles immer, das ist ja einfach Verdichtung von Themen, super gut gemacht, aber ob die da jetzt, wie heißt das alles, der Agent Kids, das ist schon sehr, sehr beeindruckend Und ich bin ganz sicher, dass es drei, vier, fünf Firmen gibt, die jetzt Konkurs anmelden, weil auf einmal ChatGPT, was kann, wofür anders früher Firmen ihr Geschäftsmodell mitgefunden haben, Die Apps in ChatGPT, ich will nicht sagen alter Wein in neuen Schläuchen, aber ist ein sehr, sehr schönes Marketingkonzept und macht auch total Sinn. Also super interessant, was da passiert ist und auch toll, wie das verdichtet ist.
Aber wenn wir zwei, drei Schritte zurücktreten in fünf Jahren wird sich niemand an diesen Death Day mehr erinnern. In fünf Jahren wurd mal drauf gucken und ja, Open Air ist da all in gegangen und die haben es halt geschafft, aus einem cleveren Modell, mit dem ich mich unterhalten konnte, eine Plattform zu machen, die wirklich meine Alltagsprobleme löst und Das ist schon stark. Und wie gesagt, mich beeindruckt vor allem die Geschwindigkeit dabei, dass die, dass die so schnell in so kurzen Intervallen so große Weiterentwicklungen raushauen können, macht mich jetzt auch als ehemaliger Software Engineer wirklich sprachlos. Und wenn die in der gleichen Geschwindigkeit weiterlaufen oder wie Uli du eben gesagt hast, das quasi immer schneller wird, dann würde ich sagen, dann wird das nächste halbe Jahr wirklich interessant.
[00:36:16] Speaker A: Dann lass uns doch zum Abschluss noch mal gerade über dieses Tempo reden. Also hat OpenAI sich jetzt auf die Überholspulen manövriert. Google ist ja immer so das Gegenbeispiel, da haben wir auch schon kurz drüber geredet. Die haben schon die millionen Nutzer, die 100 Millionen Nutzer, die haben schon die Office Suite, das Videoportal, das Mail und so weiter. Und dann habe ich eine Nachricht gelesen, Elon Musk, der ja immer so für so einen Scherz gut ist und dann denkst du, haha, war lustig. Und dann macht er das wirklich, hat ein Unternehmen angemeldet, Das nennt sich Macro Hard, was 1 zu 1 auf Microsoft spielt, nämlich genau das Gegenteil ist. Und wir machen eben ein, was du erzählt hast, Betriebssystem, ein Softwareunternehmen, was rein von Agenten betrieben wird. Das ist ein reines KI Softwareunternehmen und das macht uns eben so ein Betriebssystem.
Und nebenbei hauen die so Sachen raus wie grogipedia, also eine Wissensbasis, die auch auf KI basiert.
[00:37:12] Speaker B: Was ein Widerspruch in sich ist. Aber das lassen wir so stehen. Ich werde es auch sonst nicht kommentieren, weil Grog hört hundertprozentig zu und wer weiß, was hieraus noch wird. Nicht am Telefon, sage ich immer zu meinen Kindern, aber trotzdem, Meiner Frage, ist.
[00:37:26] Speaker A: OpenAI da jetzt führend?
Sind die anderen noch vorne? Ist Microsoft vielleicht irgendwie abgeschlagen, weil sie die eigene KI nicht haben?
[00:37:34] Speaker B: Ja, das auf jeden Fall. Also ich meine, diese ganzen, ich finde, man muss immer unterscheiden zwischen den Start-ups in Anführungszeichen und denen, die halt jetzt kommen mit einem Rattenschwanz an. Du hast 100, 110 Millionen, was auch immer.
Google ist hoch profitabel, das dürfen wir alles nicht vergessen. Und die haben halt ein bestehendes Geschäftsmodell, was funktioniert und zwar sehr, sehr gut. Und die haben jetzt die Herausforderung, das müssen wir jetzt irgendwie in die neue Welt transformieren, ohne nebenbei den ganzen Gewinn zu verlieren, weil sonst werden unsere Aktionäre ganz fürchterlich enttäuscht sein. Das ist eine komplett andere Aufgabenstellung. Als was jetzt ein Open Air hat, was eigentlich eben noch eine Klitsche war, die überhaupt keiner kannte, die jetzt auch 800 Millionen, was auch immer Benutzer haben, also jetzt auch nicht ganz ganz unrelevant sind, aber die halt, die müssen gar nicht profitabel sein und sind die gerade auf die, weil das erwartet noch gar keiner von denen, sind die gerade auf die Überholspur gebogen? Weiß ich nicht, aber die haben auf jeden Fall ein gutes Navigationssystem und wissen, wo die Überholspur ist und ich glaube, sie bewegen sich in Richtung Überholspur.
Was ich faszinierend finde, ist, wie sie es geschafft haben in extrem kurzer Zeit von oh, wir haben hier ein ganz tolles Modell, was ganz klug ist es auch noch zu schaffen, da jetzt 25 Arme dran zu schrauben, die auf einmal auch Dinge erledigen können. Das finde ich extrem faszinierend. Und ich weiß, Hannes, du bist Gemini jünger. Ups, jetzt habe ich es gespoilert.
Wahrscheinlich kann Google das alles auch, aber Google kann nicht so cool darüber sprechen wie Open, weil die halt immer diese hunderte Millionen Bestandsuser haben, die sie natürlich nicht verprellen wollen. Und insofern ist das schon beeindruckend, was Open macht. Wird es zum Erfolg führen oder nicht?
Wir werden es erleben. Meine Prognose ist, ich glaube, die haben eine gute Chance, das Tor zu schießen.
[00:39:29] Speaker A: Ja, zum Erfolg führen hat es ja schon lange. Also ich glaube, darauf können wir uns einigen. Das Tempo, mit dem die vorangehen oder machen, ist wirklich beeindruckend. Und demnächst kommt ja dann auch noch Hardware, also irgendwelche Gerüchte gibt es schon zu irgendwelchen Devices, die dann irgendwann kommen.
[00:39:45] Speaker B: Werden, irgendwann später, glaube ich, weil es ist wohl doch nicht ganz so leicht. Aber ja, habe ich auch gehört.
[00:39:51] Speaker C: Ja, ich kann zu der Frage gar nicht so viel sagen, bzw.
Ich sehe das entweder, Christian, aber ich hatte wenig qualifiziert, Aussagen zu treffen, aber Google ist so ein Riese. Also und die haben ja jetzt auch nicht, außer am Anfang vielleicht mal haben die jetzt nicht hektisch reagiert, sondern die sind eigentlich relativ, relativ sachte gefahren und haben dann so langsam ihr Gemini da mal in Google Search reingemacht und das alles ein bisschen aufgebohrt. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass sie da jetzt die Panik haben, die Googles vor OpenAI, aber ja, OpenAI ist schon eine krasse Nummer gefahren, da in so kurzer Zeit das so hoch zu.
[00:40:31] Speaker A: Skalieren, was aber so Vorlieben angeht. Also ich würde immer dazu raten, versucht da neutral zu bleiben, ehrlicherweise. Also was soll ich jetzt Fan von OpenAI sein, nur weil die mir sympathischer sind, wenn die Mist bauen, dann will ich immer einen Plan B haben.
[00:40:43] Speaker B: Das ist zumindest mein Prompt ausdrucken. Das ist das allerbeste.
[00:40:49] Speaker C: Genau, Plan B. Also ich meine gut, wenn OpenAI dicht macht, ja, dann nehme ich Gemini. Also ich meine, da brauche ich keinen Plan B. Das ist ja, haben wir ja alle, steht uns allen zur Verfügung oder nicht?
Oder meinst du mit dem Ganzen? Ja gut, das ganze Wissen ist nicht angehäuft.
[00:41:03] Speaker A: Natürlich, die sammeln ja alle, die sammeln ja alle meine Daten und wenn ich meine komplette Arbeitsweise in ChatGPT erarbeitet habe und dann möchte ich wechseln, dann muss ich das irgendwie.
Das ist schon eine Hürde, die die neue KI so zu anzulernen, wie die alte, was die Alte alles von mir wusste, beziehungsweise das Wissen, was da drin lag, irgendwie aufzugeben.
[00:41:27] Speaker C: Da gibt es dann ein Tool für, kannst du, ich wollte gerade sagen 100.
[00:41:29] Speaker B: Pro, da gibt es dann Custom GPT für, wie das bei Gemini heißt.
[00:41:33] Speaker A: Na gut.
Ja, hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht. Ich finde auch das ist wieder ein Thema, was wir weiter verfolgen werden und ein paar lose Enden, wie man so schön sagt, sind da noch offen geblieben, gerade was jetzt unsere Arbeitsplätze in Zukunft angehen wird. Aber das ist ja auch ein Thema, was sich ständig durchzieht. Wir können an der Stelle eigentlich nur dazu einladen, an solchen Diskussionen teilzunehmen über den GMKI. Gerne auf der Website mal nachgucken, GMKI Org. Wir machen da auch immer wieder Veranstaltungen, so wie zuletzt jetzt auch, wo wir über solche Themen sprechen, diskutieren und immer Pizza essen. Ansonsten schreibt uns gerne eine E mailodcastmki org, dann nehmen wir eure Themen nämlich auch gerne hier auf.
[00:42:19] Speaker C: Und vor allem bieten wir auch eine Plattform, damit Leute ihre eigenen Events gestalten können. Das heißt, wenn ihr was vorhabt, wenn ihr Leute erreichen wollen in Bezug auf bestimmte Themen natürlich KI betreffend, dann sprecht uns an und kontaktiert uns. Vielleicht haben wir da Plattformen und Kontakte und so weiter.
[00:42:44] Speaker A: Perfekt. Dann bleibt mir eigentlich nur noch zu Ich freue mich auf die nächste Folge mit Uli, mit Christian und mit meiner Wenigkeit, dem Hannes. Bis zum nächsten Mal.
[00:42:55] Speaker C: Super, vielen, vielen Dank Hannes.
[00:42:56] Speaker B: Danke Hannes. Tschüss.