Episode Transcript
[00:00:00] Speaker A: Also KI wird uns allen die Jobs abnehmen, was aber nicht schlimm ist, denn es wird die Wirtschaftsleistung so doll steigern, dass wir alle mit einem wunderbaren Grundeinkommen für immer glücklich und zufrieden sein werden.
Das ist so ungefähr das Thema der heutigen Folge. Und weil das nicht ganz so einfach ist, wie ich mir das jetzt hier gerade aufgemalt habe, bin ich total froh, ein kompetentes Panel von Experten vom GMK zu haben. Da ist zum einen die Stefanie Krüll ist da. Hallo.
[00:00:27] Speaker B: Hallo zusammen, freue mich hier zu sein heute Abend.
[00:00:29] Speaker A: Und der Martin Buch, ebenfalls vom GMKI. Hallo, grüß dich.
[00:00:33] Speaker C: Hallo.
[00:00:34] Speaker A: Und wir gucken mal heute, wie weit wir kommen beim Thema.
Naja, auf der einen Seite zerstört KI uns die Jobs und zum anderen, wie kommen wir aus der Nummer wieder raus? Kann es so was wie ein Grundeinkommen geben oder gibt es vielleicht noch eine viel schlauere Lösung?
Ich würde sagen, lasst uns direkt rein starten, weil das ist ein extrem spannendes Thema, wo es, glaube ich, viel zu diskutieren gibt. Ich fahre mal das Intro ab.
[00:00:57] Speaker B: Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt. Was macht das mit uns?
Finden wir es heraus, gemeinsam mit KI. Der Podcast des GMKI e. V.
[00:01:13] Speaker A: So, ja, ist ein schwieriges Thema, ist ein großes, komplexes Thema. Ich erwarte jetzt auch nicht, dass wir da heute die ultimative Lösung finden, aber es ist ein Thema, was sehr gut zu uns, zum GMKI und zum Thema KI passt, weil eben das, was wir von KI hören und wir drei, die wir uns viel damit beschäftigen, glaube ich auch sehr viel an dieses Thema denken.
Das steht so ein bisschen über allem. Was ist denn, wenn KI jetzt alle Jobs wegnimmt und was machen wir denn da? Ja, wie steht ihr denn zu dem Thema? Also wie seid ihr da jetzt dran gekommen? Wie viel beschäftigt ihr euch damit? Martin, du bist zum ersten Mal dabei im Podcast. Herzlich willkommen. Dann nehme ich dich auch direkt als erstes dran.
[00:01:50] Speaker C: Danke. Ja, ich habe im Vorfeld natürlich mit KI mich ein bisschen versucht noch mal rein zu vertiefen ins Thema und habe mich auch an mein Politikstudium und da waren auch volkswirtschaftliche Aspekte mich daran erinnert. Und dann habe ich mich vor allem an Star Trek erinnert. Und Star Trek hat ja schon viele Visionen entwickelt, die tatsächlich auch Realität geworden sind. Also angefangen vom Kommunikator und Recorder, so ein ultimatives Sensoranalysegerät. Ich glaube, das hat Bosch entwickelt, da kann man jetzt Leitungen finden in der Wand, das haben wir auch in klein. Und eine Sache bei Star Trek ist cool, die haben in zwei, drei Folgen, vor allem bei Next Generation, eine Lösung für das Problem mit der Ökonomie. Da gibt es ja kein Geld, also bedingungsloses Grundeinkommen, das heißt ja nicht bedingungslos Geld, sondern Grundeinkommen. Und das könnten ja auch Sinn Sachleistung sein. Oder man bekommt Dinge, die man eben so braucht.
Das ist der Aspekt, wo ich sage, ja, da muss man vielleicht mal differenzieren.
Und bei Star Trek jedenfalls machen sie es so, es gibt eine Angebotsökonomie und man hat eine Wunschmaschine, einen Replikator und vielleicht übertragen auf die heutige Zeit, oder was heißt es denn im Unterschied zu jetzt? Jetzt haben wir eine Knappheitsökonomie, das heißt, es gibt Angebot und Nachfrage, aber die Angebotsseite ist letztlich nicht unendlich und völlig entkoppelt von der Nachfrageseite im Sinne von, es wird im Vorhinein produziert. Und wenn wir eine Angebotsökonomie hätten, dann wäre das Problem viel kleiner in Bezug auf, was brauchen denn die Leute? Also jetzt in der Zukunft kann es ja sein, dass eine KI trackt oder hochrechnet, was braucht denn jeder und jede. Und wenn wir dahin kämen, dass wir die KI auch dafür nutzen, die Art der Ökonomie zu ändern, also nicht mehr von dem Grundprinzip des Angebots, was grundsätzlich auf knappen Rohstoffen basiert und einer ungewissen Nachfrage hinkommt, zu einer Nachfrage, rein nachfrageorientierten Ökonomie, dann könnte das das Problem mindestens halbieren, wenn nicht gar ganz lösen, weil man einfach viel weniger wegschmeißen muss oder sinnlos produziert. Das ist wirklich farfetched, ist mir auch klar.
[00:04:03] Speaker A: Das ist schon eine sehr, sehr weit gediegene Vision. Was ich aber cool daran finde, ist, dass ich Star Trek auch immer als positives Beispiel nehme. Wenn ich mit Leuten darüber rede, ob sie Angst vor KI haben oder wie sie in die Zukunft blicken, ist Star Trek immer mein positives Beispiel, weil da ist die Welt vollkommen in Ordnung, auf der Erde gibt es gar keine Probleme, die KI ist überall, ob das jetzt Commander Data ist oder das Holodeck und die Gefahren und die Abenteuer lauern halt im tiefen Weltraum, wo die Außerirdischen hängen. Also Star Trek ist ein super Beispiel, aber halt noch weit weg. Weißt du, wann das Raumschiff Enterprise startet? Ich hab letztens irgendwo einen Artikel gelesen, da heißt es in 80 Jahren geht's los, wir müssen jetzt langsam mal Gas geben. Die Timeline meinst du die original im Jahr 2000.
[00:04:49] Speaker C: Irgendwas? Genau, es ist aber so weit sind.
[00:04:53] Speaker A: Wir noch nicht ganz.
[00:04:53] Speaker C: Ne, nicht ganz.
[00:04:54] Speaker A: Steffi, wie sieht es denn bei dir aus? Hast du persönlich jetzt Angst, dass du deinen Job an die KI verlierst?
[00:05:02] Speaker B: Nicht in der letzten Konsequenz. Aber es gibt natürlich irgendwie Zwischenschritte und das betrifft auch nicht nur meine Branche, wo repetitive Arbeiten oder auch zum Teil Kreativleistungen einfach total schnell durch KI erledigt werden können, generiert werden können oder beziehungsweise eine Person schafft das, was ansonsten vielleicht 20 Personen eigentlich schaffen würden. Also insofern fallen da Arbeitsplätze weg und insofern lande ich dann irgendwann erstmal immer da, dass ich denke, das muss ja aufgefangen werden. Also die Unternehmen generieren ja Umsätze damit und machen im Zweifel auch Gewinn und das muss ja dann irgendwie wieder verteilt werden, wenn weniger Leute quasi in der Erwerbstätigkeit sind. Ich habe noch ein anderes Problem, wenn wir bei so einer Umstrukturierung sind, auch bezüglich Arbeitsplatzverschiebungen. Also man sagt ja okay, also gerade diese ganzen eher White Collar Berufe, die werden mehr oder weniger ganz gut ersetzt werden können. Da haben wir wieder einen Überhang dann Richtung, sagen wir mal Handwerk und Pflege. Da komme ich dann mal mit der Alterspyramide ins Spiel, weil ich bin jetzt 55 und dass ich eine Ausbildung, ich traue mir viel zu und ich bin sehr offen und sehr umtriebig, aber dass ich jetzt noch mal eine Ausbildung im Handwerk oder in der Pflege anfange, was ja auch körperlich total anstrengend ist. Also je nachdem, du kannst auch Dachdecker werden, so bitte. Genau, das ist schwierig. Was passiert dann mit älteren Leuten zum Beispiel, wenn die eigentlich noch 10 Jahre arbeiten könnten, aber dann aufgrund, dass ihr Job in irgendwelchen Bürotätigkeiten wegfällt, Die haben kaum eine Alternative und dann stehe ich da und denke, okay, wie wollen die weiterleben? Das ist das eine.
Da bin ich dann schon auf jeden Fall dabei, dass es da einen Ersatz geben muss.
Und ja, ganz übergeordnet gibt es da natürlich auf der anderen Seite immer die Frage, die ja auch heiß diskutiert werden.
Viele definieren sich über die Arbeit auch als sinnstiftend natürlich, dass sie es dann alle ausnutzen und faul werden und dann irgendwie nur das Geld abkassieren und gar nichts mehr machen und so. Gibt ja verschiedene Ansätze oder auch Experimente auch in Finnland, wo man das mal ähnlich probiert hat. Also also wenn du mich heute fragst, sage ich darauf hinauslaufen müssen, ist jetzt so meine Haltung dazu.
[00:07:35] Speaker A: Und zwar glaube ich auch schon früher, als man sich das bewusst ist. Ich habe das Gefühl, in der Diskussion war das immer so ein bisschen weit weg, so nach dem Motto ja, irgendwann wird KI uns alle ersetzen und die Jobs und das war noch nicht so ganz konkret.
Habt ihr das Gefühl, es ist dann doch irgendwie konkreter geworden? Ich sage, ich erzähle euch gleich von der Studie, die ich gelesen habe, aber erst mal so an euch gefragt, habt ihr da schon direkt Berührungspunkte oder das Gefühl, das kommt näher?
[00:08:04] Speaker C: Absolut. Also es gibt alles das gut Lager, Language Models, alles das, was Spracherkennung, Verarbeitung, Generierung angeht, das ist ja schon im hohen gerade mehr automatisiert als vorher. Also jetzt zum Beispiel, ich bin in der Medienbranche tätig, Live Untertitelung, das gibt es schon länger. Okay, aber jetzt ist es wirklich so, das macht jetzt auch wirklich jede Produktion.
Das war vor 2, 3, 4 Jahren, ne? Da hat man immer noch Menschen, also vielleicht nicht Live Untertitelung, aber Untertitelung und dann macht jetzt im Zweifelsfall weniger Personal das Gleiche, weil sie KI benutzen oder Texter im werblichen Bereich oder sonst wie Produktkataloge etc. Da wird es sicherlich viele Menschen gegeben haben und weitergeben, die sich was anderes suchen müssen Und da geht es los.
[00:09:03] Speaker B: Also sehe ich in meiner Branche auch wenn ich überlege, wie ich also gut, wir dürfen ja nie vergessen, wir drei, dadurch, dass wir auch alle irgendwie jobmässig drin sind auf LinkedIn, uns viel informieren, selber diesen Verein haben und damit selber Events veranstalten. Wir sind wirklich tief in der Bubble und wir kriegen sehr früh sehr viel mit, habe ich immer noch den Eindruck. Und wenn ich aber und gerade du auch Hannes, wirst was bestätigen, wir sehen mittlerweile videofilmchen schon im LinkedIn Feed oder korrigiere mich da denkst Alter, das ist hier halb Kilo reif so ungefähr. Und dann war da eine Person, die hat da wie viel Stunden dran gesessen? Ja, auch immer noch ein paar Stunden, aber oder jetzt hier gerade ganz aktuell diese vermeintliche Schauspielerin, diese junge Brünette, habe ich auch gerade gelesen, die irgendwie gerade so gehypt wird und jetzt natürlich wirklich die Schauspieler innen Panik haben, gibt der keinen Auftrag oder so.
[00:10:09] Speaker A: Ist das eine KI Schauspielerin oder was?
[00:10:11] Speaker B: Ja, Entschuldigung. Ja, genau, ist eine KI SchausPielerin, ja, ja, habe ich gerade im Fernsehen gestern und heute gesehen und auch einen Beitrag auf LinkedIn dazu.
Ich gucke gleich mal, dass ich den Namen noch finde. Genau, und die Leute haben Angst und genau, ist die Frage, wann werde ich vielleicht wirklich ersetzt, Wer übernimmt wann meine Arbeit?
Sehe ich auch so.
[00:10:34] Speaker A: Ich bin jetzt mal ganz ehrlich, ich habe mit meiner, unserer Branche, mit der Medienbranche, glaube ich, fast am wenigsten Mitleid. Das habe ich schon mal in einer anderen Folge Podcast gesagt, Wir, die in den Medien mussten uns immer irgendwie anpassen und verändern und das gehört für mich ein bisschen dazu. Wen es aber dann doch ganz hart trifft, und das finde ich viel erschreckender, das ist eine Studie aus Stanford im letzten Jahr, ich glaube ungefähr ein Jahr ist die her, die hat festgestellt, dass tatsächlich die Jungen, die Berufseinsteiger sehr viel schlechtere Chancen haben, dass nämlich die noch nicht so hochqualifizierten Jobs, sondern die Einsteiger Jobs, die man vielleicht der KI am leichtesten trainieren kann, dass die wegfallen. Und da passt eine zweite Studie zu oder beziehungsweise ein Report, der hieß Class of Twenty Twenty Four, also eben auch von letztem Jahr, Early Career Outcomes Report, der sagte, um die 15 Prozent Rückgang bei Stellenausschreibungen und aber auch viel höhere Bewerbungsraten. Also da fallen einfach Jobs weg, die einer ganzen Generation den Einstieg überhaupt in den Arbeitsmarkt ermöglichen sollen. Das finde ich tatsächlich sehr, sehr alarmierend.
[00:11:46] Speaker B: Habe ich auch von gelesen, diese Junior Jobs sozusagen, wenn Leute wirklich erstmal irgendwo anboarden oder onboarden in der Firma und dann eben jetzt noch nicht die ganz anspruchsvoll, anspruchsvollen Sachen arbeiten müssen vielleicht oder umsetzen sollen, habe ich auch gelesen, Das heißt, die fallen schon mal, stehen da auf dem Arbeitsmarkt, dann komme ich jetzt hier noch mal mit der älteren Generation.
Ich glaube schon, dass es noch definitiv Senior Leute geben wird. Ich werfe jetzt auch noch mal in die Waagschale, dass natürlich gerade die Menschen, die so ein paar Jahre auf dem Puckel haben und tiefes Wissen haben, guten Überblick haben, ich sage immer stichwort weiser Uhu auch noch mal die Verbindung zwischen Alt und Jung. Vielleicht haben die noch eine Chance. Aber wie gesagt, wenn auch da je nach Branche die KI drüber geht, könnte das auch da dann knapp werden, habe ich ja eben schon angedeutet.
[00:12:45] Speaker C: Ja, aber ich habe dazu vielleicht passend Ich hab letzte Woche ein Interview gelesen oder über ein Interview gelesen mit dem neuesten jüngsten Tech Milliardär. Das ist von, ich glaube, Scale AI, oder?
Ja, ich glaube Scale AI, einer der Gründer und der ist 28 und eben jetzt Milliardär geworden durch den herzlichen Glückwunsch, durch die Tatsache, dass Meta die Firma von Zuckerberg eben da massiv investiert und im Prinzip gekauft hat oder so kam das Und der hat sich auch eingelassen zu einem Rat an die Jugend und er hat gesagt, naja, die heute Jährigen, die sollen doch bitte jetzt mal Stunden Wipe Coding machen und dann hätten sie einen Vorsprung, der vielleicht dazu führt, dass sie in dem kommenden KI Zeitalter mitspielen dürfen. Das das war so verkürzt, das was er einem geraten hat und ich habe zufällig einen jährigen Sohn, aber wenn ich mir den so anschaue, der spielt gern Minecraft und so weiter, wie das dann so ist.
Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass gerade was White Coding angeht, also sozusagen ohne ein tieferes Verständnis irgendwelche Apps oder Software hervorzubringen, dass auch wenn man das sehr intensiv tut, das eben genau nicht zu einem Verständnis führt, sondern zu einer neuen Art von Tätigkeit. Und das ist der eigentlich interessante Aspekt. Wir werden uns gar nicht vorstellen können, womit wir oder mit welchen Eigenschaften von KI wir künftig konfrontiert sind und was wir damit kreieren können. Also übertragen vom Coding her, also Softwareproduktion schön und gut, aber am Ende könnte es sein, dass die KI uns auch über die Möglichkeiten darüber hinaus, über reine Sprache hinaus, über Robotik etc. Tatsächlich zu einer neuen Blüte verhilft. Also dass man dann sagen ja, okay, ich habe eine Idee und das ist vielleicht ein Produkt oder eine Verbesserung oder wie auch immer.
Und dann wäre ohne KI es in der Vergangenheit oder in der jetzigen Realität schwierig, einen Sparringspartner zu finden oder jemand, der mit einem diese Idee entwickelt und dann auch Antworten hat, die praktisch sind oder die sie umsetzen lassen etc.
Das ist so das, was mir noch ein bisschen Hoffnung gibt. Und dann könnte es sein, dass wir vielleicht keine Diskussion mehr brauchen über Finanzierung und was für ein Einkommen und so weiter, sondern dass sozusagen die KI auch die Menschheitsevolution positiv beeinflusst und beeinflussen könnte. Das ist noch.
[00:15:41] Speaker B: Martin, vielleicht ganz kurz, ich vermute, wir haben vielleicht auch Zuhörer innen, die den Begriff Vibe Coding noch nicht kennen. Kannst du das mal kurz erläutern? Ich glaube, das ist nicht unwichtig in dem Zusammenhang.
[00:15:53] Speaker C: Ja, also das ist im Prinzip die Umschreibung für ein Phänomen, das man einfach nur mit Hilfe einer KI und einer Idee und menschlicher natürlicher Sprache und Anweisungen, die man natürlicher Sprache formuliert, zu einer App kommt, zu einer Software kommt. So nach dem Ich möchte eine App und die soll mir die soll mir meine Lieblingsrezepte Schritt für Schritt vorlesen. Immer wenn ich Ich möchte jetzt kochen oder die gibt es so nicht und dann möchte ich die erstellen und dann kann mir mit VIVE Coding die KI dazu verhelfen, das zu realisieren, Software zu entwickeln, nur mit, also ohne tiefere oder irgendeine Kenntnis von Softwareentwicklung mit Hilfe der KI. Das ist VCoding.
[00:16:38] Speaker A: Vibe Coding ist so ein bisschen der Grund, warum alle Programmierer wegfallen werden, weil wenn ich dem Computer Ich brauche jetzt eine Taschenrechner App, dann macht der mir die Taschenrechner App ohne dass die jemals jemand programmiert haben muss.
[00:16:49] Speaker C: Das ist das die Idee, was du.
[00:16:51] Speaker A: Gerade gesagt hast, Die Idee, dass wir uns dann anderen Aufgaben zuwenden. Das ist ja durchaus so ein bisschen die optimistische Prognose an dem Ganzen, vielleicht auch das Endziel. Aber was ist auf dem Weg bis dahin? Was ist so ein bisschen der pessimistischere Ansatz? Jetzt komme ich da eben auf unser Thema.
Ist so eine Idee wie so ein Grundeinkommen etwas, was vielleicht sogar auch den Wandel hin zu einer Welt, wo wir alle was anderes machen und sinnstiftende Arbeit gefunden haben.
Kann ein Grundeinkommen da irgendwie den sozialen Faktor so ein bisschen abfedern, uns so ein bisschen den Übergang erleichtern?
Was ist euer Verständnis von dem Konzept Grundeinkommen?
[00:17:33] Speaker C: Also mein Verständnis ist, dass es das Hauptmittel ist, um sozialen Frieden zu wahren, also damit Menschen eine Sicherheit haben und eine Zugehörigkeit behalten, weil sie ihre Grundsicherung haben, ihre ökonomische Existenzsicherung. Das ist die Idee, nicht mehr und nicht weniger. Und das gibt es seit über 100 Jahren. Also der erste Ansatz von dieser Idee, der war halt nicht bedingungslos aber das ist die Einführung der Sozialversicherung in Deutschland, aber auch in anderen entstehenden Nationalstaaten. Das gab es vorher nicht. Man hat die Verelendung der Maßen, die der Industrialisierung aufkam, als Phänomen, Dem ist man dadurch begegnet und es war sehr konfliktreich. Also wenn man sich das historisch veranschaulicht, was gab es schon mal für Prozesse? Was ist so ein Vorgänger vom bedingungslosen Grundeinkommen? Da kann man sagen, naja, die Einführung der Sozialversicherung und der Rentensysteme und damit.
[00:18:35] Speaker A: Sind wir aber in Deutschland ja relativ gut dabei eigentlich schon. Also viel von der Diskussion jetzt gerade in diesem Tech KI Umfeld kommt ja auch aus den USA, wo es eben noch viel weniger Sozialsysteme gibt.
Und da brennt die Frage wahrscheinlich noch ein bisschen mehr als bei uns aktuell, oder?
[00:18:57] Speaker B: Ne? Ja, mit Sicherheit. Ich wollte nur gerade noch was anderes sagen, weil du ja eben sagtest, dass es irgendwie so diesen flächendeckenden Frieden irgendwie gibt in der Gesellschaft. Da habe ich natürlich immer das Gegenargument, dass ja eben es ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle ist. Und genau da fängt schon an. Wir haben zum Teil unterschiedliche Lebenshaltungskosten und wir haben natürlich einige sehr reiche Leute, die das dann auch bekommen und da geht schon wieder los. Also da können wir auch mal ein bisschen einsteigen. Wann ist denn was wie gerecht und wie wisst ihr, was ich meine? Also da gibt es ja durchaus Haken, selbst wenn man das etablieren würde.
[00:19:37] Speaker A: Kommen wir mit bedingungslos durch oder muss es Bedingungen geben? Das ist so ein bisschen die Frage.
[00:19:41] Speaker B: Ja, ganz genau.
[00:19:42] Speaker C: Ja, natürlich ist auch die Zahlt man ab einem bestimmten Einkommen kein Kindergeld mehr? Das ist ja immer. Also am Ende würde es natürlich ein bedingungsbehaftetes Grundeinkommen geben müssen, weil es sinnlos wäre und der Finanzierung entgegensteht jemanden. Aber kann man ja, gibt es auch alte Ideen, Milton Friedman, negative Einkommensteuer bis zu einem bestimmten Punkt und dann also der beginnt vor 0 und dann endet der eben.
[00:20:17] Speaker A: Das ist ein total spannendes Konzept, weil es eben diese Idee Grundeinkommen von einer ganz anderen Seite aufgreift. Ich fände es schön, wenn du das noch mal ganz kurz erklären kannst. Also eine negative Einkommensstörung.
[00:20:27] Speaker C: Also die Idee ist Friedman, sehr bekannter Ökonom von, ich weiß nicht, Anfang des letzten Jahrhunderts, glaube ich, hat der bisher geboren und dann gewirkt in er, er und später ja in dieser Periode. Und der hat halt die Idee aufgemacht, dass die Einkommenssteuer, die ja bei irgendeinem Positivbetrag beginnt, die könnte man ja auch bei einem Negativbetrag beginnen lassen Und dann würde man etwas bekommen und nicht zahlen müssen auf ein Einkommen, eben wenn man keins hat. Also wenn das Einkommen kleiner gleich 0 ist, dann bekommt man eben Geld und dann zahlt man erst, wenn man eine gewisse Einkommensschwelle überschreitet, dann eben auch progressiv etc. Also das ist im Grunde die.
[00:21:18] Speaker A: Idee, was das Ganze so ein bisschen, nenne ich es jetzt mal, dynamischer macht. Also wenn ich viel verdiene, gebe ich viel ab, wenn ich nichts verdiene, dann füllt der Staat auf sozusagen. Das ist ja gar nicht weit weg von der Idee.
[00:21:29] Speaker C: Grundeinkommen im Grunde eine Reformulierung dessen, was wir jetzt haben.
[00:21:33] Speaker A: Genau, Auch gar nicht bedingungslos, sondern eben an die Bedingung des Einkommens geknüpft.
[00:21:38] Speaker C: Genau.
Und das neutralisiert ein bisschen die Emotionen und die Auffassung, die man über das Thema haben kann, gerade in Deutschland. Leistungsprinzip, wer ist, soll auch arbeiten. Ganz alter Spruch.
Das ist ja einfach in der deutschen Kultur auch drin. Und das ist so einer der traditionellen Widerstände, dass man sagt, naja, also Grundsicherung, also bitte nur für die, die wirklich nicht mehr können oder zu alt sind oder wie auch immer.
Aber ein sozusagen ungehandicapter Mensch, der soll.
[00:22:19] Speaker A: Bitteschön auch wenn er arbeiten kann, dann soll er bitte arbeiten. Das ist so die Idee fällt so ein bisschen gleich in die Diskussion oder die Kritik an so einem bedingungslosen Grundeinkommen. Naja, wenn jeder das Geld kriegt, dann werden die ja alle faul.
Ist es ein valides Argument oder ist es Quatsch in eurem Auge? Also wie sieht man das? Es gibt ja nur auch ein paar Studien, die das mal untersucht haben, können wir gleich auch gerne drüber sprechen.
[00:22:49] Speaker B: Also ganz ehrlich, klar wird es Leute geben, die dann nicht mehr sich großartig bemühen und irgendwie einen Job machen, ohne jetzt manchen Menschen zu nahe zu treten. Aber ich sag mal, gibt ja auch Leute, die sich ewig langzeitarbeitslos irgendwie in diesem Stadium oder Status bleiben und aus irgendwelchen Gründen nicht weiter versuchen, doch irgendwie wieder in irgendeine Erwerbstätigkeit zu kommen. Also ich glaube, unterm Strich ist mein Gefühl, dass es aber trotzdem viel mehr Leute geben wird, die trotzdem noch was hinzuverdienen werden, weil sie einfach einen Sinn suchen, weil sie Kontakte suchen, weil man irgendwann genug gestrickt hat oder genug im eigenen Garten rumgepröbert hat, weil man dann irgendwie sich in der Gartenarbeit meditativ irgendwie wohlgefühlt hat. Also ich glaube schon, dass es genug Leute gibt, die da diesen Ausgleich suchen, intellektueller Art eben auch und auch körperlicher Art durchaus, je nachdem, was man da noch macht. Und genau, es gab in Finnland ja mal dieses Experiment, da haben Langzeitarbeitslose eine geringere Arbeitslosenunterstützung gegeben und hat denen im Gegenzug dafür aber gesagt, all das, was ihr quasi dazu verdient, könnt ihr ohne Abzüge dazu verdienen.
Genau, das war in Finnland und eine andere Gruppe, die anderen haben einfach ganz normal weiter die Arbeitslosenunterstützung bekommen und da war aber leider irgendwie das Ergebnis, ja, ein paar haben dazu gearbeitet oder haben weiter noch weitere Jobs gemacht und dazu verdient, vielleicht auch was angespart und so und andere eben nicht. Also es war letztendlich nicht wirklich so eine super befriedigende eigentlich Endergebnis konnte man dann auch nicht so viel.
[00:24:51] Speaker A: Ja, da gab es ein paar so Studien, wusstet ihr, dass unter anderem Sam Altmann höchstpersönlich so eine Studie finanziert hat?
Der hat eine, ich glaube, das ist eine gemeinnützige Organisation, die er da betreibt, Open Research, und die haben, ich glaube 3000 Leute, die alle ein geringes Einkommen hatten, über drei Jahre lang mit 1000 Dollar pro Monat versorgt.
Da war eine der Erkenntnisse tatsächlich genau das, dass man jetzt nach den drei Jahren nicht signifikant. Irgendwie geringere Beschäftigungsquoten feststellen konnte, sondern dass die Leute im Gegenteil eher das Geld genutzt haben oder diese wurde da beschrieben als erhöhte Sicherheit, um sich eben was zu trauen und zu sagen, naja gut, jetzt habe ich meinen Grundbedarf gedeckt, jetzt kann ich vielleicht mal in der Branche, in der ich schon immer arbeiten wollte, einen Einstieg wagen oder das Praktikum wagen oder mich mal trauen oder vielleicht mein Kaffee aufmachen, wobei man das von im Monat jetzt nicht finanzieren könnte, aber es nimmt ein gutes Stück Druck. Das war, glaube ich, die Erkenntnis der Sache.
[00:25:59] Speaker B: Absolut, ja. Wobei mir gerade, wo du hier Sam Altman sagst, noch einfällt, der hatte doch auch die Idee mit diesem Orb Eiscan Worldcoin Gedönse, da war irgendwas, das ist schon bestimmt zwei, drei Jahre her.
[00:26:15] Speaker A: Ja, das hat er auch mal.
[00:26:16] Speaker B: Irgendwie haben Leute sich diesen Eiscan gemacht, damit du quasi komplett immer identifizierbar bist.
[00:26:24] Speaker A: Das war, glaube ich, die Idee, dass in einer KI Welt, wo im digitalen Raum du nicht weißt, ob du mit Mensch oder Maschine redest, du eine eindeutige Identifikation hast.
Definitiv mal ein spannendes Thema fürs nächste Mal.
Meine Kritik jetzt an so Studien, auch die von Sam Altman, wäre, Wenn ich mir 3000 Leute aussuche und die wissen, dass sie in einer besonderen Situation sind, die verhalten sich auch besonders und da weiß man gar nicht, wie weit man den Bogen spannen muss, bis man dann wirklich reale Ergebnisse kriegt. Das hat sich tatsächlich auch in dieser Studie rausgestellt. Das werde ich euch noch mal kurz vorlesen, dass ich das auch richtig wiederkriege.
Die Tatsache, dass die Teilnehmer ihre im Monat gekriegt haben, bedingungslos, hat tatsächlich zu sehr positiven Gesundheitseffekten, vor allem erstmal gesunkener Stress geführt.
Wobei das allerdings was ist, was relativ schnell dann auch wieder nachgelassen hat. Also dieser Oho Moment, dieser anfängliche Hype ist dann tatsächlich wieder einem gewissen Alltag und einem Rückkehr zu Wer ungesund lebt, lebt auch mit mehr ungesund gewichen. Ich weiß nicht, Martin, hast du da ein gutes Gefühl bei so Studien oder.
[00:27:35] Speaker C: Ich glaube, die Finnen haben da einen besseren Job gemacht. Die haben nämlich, glaube ich, bei der Grundgesamtheit oder der Auswahl der Leute randomisiert. Also die haben nicht Bewerbungsverfahren gemacht, sondern ausgewählt natürlich aus dem Cluster von Niedrigeinkommensbeziehern oder eben Unterstützungsleistungen beziehen.
Aber das ist dann wahrscheinlich die Hybris des Sam Altman, dass er sagt, wir fragen mal und ignoriert dann sozialwissenschaftliche Basisfakten, dass man eben da an der Stelle auswählt und nicht Bewerbungen laufen lässt. Absolut. Das ist natürlich ein Effekt, aber den kann man leicht ausräumen, wenn man eben das im Vorfeld berücksichtigt. Und ich glaube, die Finnen hatten auch, und das ist, finde ich, ist gar nicht zu unterschätzen, dieses Ergebnis, Gesundheit verbessert sich.
Und ich meine, viele Menschen, die ein niedriges Einkommen haben, könnte ich mir vorstellen, dass wenn man eine schwache Gesundheit hat oder eine beeinträchtigte Gesundheit, das ist so eine große Hürde.
Ich glaube, wir alle sitzen hier und haben wenig mit gesundheitlichen Themen vielleicht zu tun. Ich spekuliere jetzt, aber wenn ich mal nur von mir ausgehe, ist so ein Glück, wenn man gesund ist und gebildet und wenn man da einen Rückstand hat, also mit der Gesundheit oder mit der Bildung, dann ist ein Grundeinkommen oder eine Grundsicherung ideal, um sich dem mal zu widmen, weil man aus dieser Mühle rauskommt und sich mal auf sich selbst und seine Themen erstmal konzentrieren kann.
Und was das für eine Voraussetzung ist und wie groß diese Voraussetzung ist, das ist gar nicht, also kann man gar nicht unterschätzen.
Wir gehen immer, also man geht ja leicht von sich aus und wenn man dann eben in der Hinsicht privilegiert ist, dass man eben einen hohen Bildungsstandard hat und eine gute Gesundheit, da kann man sich gar nicht vorstellen, fällt es schwer einem vorzustellen vielleicht, wie das ist, wenn es nicht so ist. Aber da könnte das Grundeinkommen eben ansetzen. Die Erwartung, dass es sozusagen mobilisiert dann darüber hinaus und die Leute aktiviert und die Leute Beschäftigung finden, das ist, glaube ich, da müsste man längere Studien machen. Aber ich denke, dass die Realität uns da bald belehren wird, weil wenn Beschäftigungsangebote wegfallen durch KI, dann wird sich zeigen.
[00:30:01] Speaker B: Martin, ich finde das einen total wichtigen Punkt, insbesondere in der gesamtgesellschaftlichen, politisch gedachten Entwicklung gerade. Also wir erleben aggressivere Menschen, die sowieso, weiß ich nicht, zum Teil Leuten was schneiden oder in irgendeine extreme politische Richtung tendieren. Das hat ja alles mit Unzufriedenheit zu tun und wird im Zweifel natürlich durch Angst vor Job und so weiter noch mal befeuert. Und ich glaube, das wäre gerade, was auch dann Gesundheit angeht, also wenn ich viel Stress habe oder Ängste habe, dann schlafe ich schlecht und so weiter. Das ist eine Abwärtsspirale in dem Sinne. Und wenn man das gewährleisten kann, dass da jeder erstmal in irgendeiner Form relativ safe ist, weil er eben so ein gutes, einigermaßen Grundeinkommen hat und irgendwie sich abgesichert fühlt, könnte das vielleicht zu so einem übergeordneten, ich bin so positive Vibes gerade, aber zu so einem übergeordneten, besseren Miteinander vielleicht wieder führen. Eigentlich ist das ein total schöner Gedanke, merke ich.
[00:31:19] Speaker A: Komm mal zurück. Ich komme mal zurück zu meinem, meiner Ausgangsthese, die ich ganz am Anfang gesagt habe. Und schärft das so ein bisschen. Ich gieße so ein bisschen Öl ins Feuer, dass die Jobwelt sich verändern wird und dass es wahrscheinlich da auch zu einem gewissen Knall kommt. Das haben wir uns ja schon drauf geeinigt. Und dass das auch nicht erst irgendwie in der nächsten Generation ist, sondern wahrscheinlich innerhalb der nächsten fünf Jahre, ist uns irgendwie auch klar.
Vielleicht ist ja wirklich dieses Grundeinkommen erstmal gar nicht der Weg in eine bessere Welt, sondern ein Dämpfer, ein Puffer, der einfach die Gesellschaft, die sich jetzt radikal wandeln wird.
Und ob da jetzt manche Leute faul bei sind und andere Leute ihren Lebenssinn finden, weil sie sich erstmal um sich kümmern konnten und dann wieder Gas geben, Es wird sich viel verändern und irgendwie brauchen wir da ein Sicherungssystem. Und ich kann mir gut vorstellen, dass ein Grundeinkommen in irgendeiner Form da zumindest hilft, dass wir nicht im Schlamm stecken bleiben, wenn ihr wisst, was ich meine.
[00:32:17] Speaker C: Ja.
[00:32:22] Speaker A: Dann lass uns mal einmal noch zu dem Elefant im Raum kommen. Ich habe euch im Vorbericht der Vorbesprechung gesagt, lass uns das nach hinten schieben, weil das wird, da wird es schwer drüber zu diskutieren. Aber jetzt haue ich es raus. Wer bezahlt das Ganze denn, wenn so ein Sam Altman sagt, naja, der spricht auch von Grundeinkommen und das ist ganz gut, meint der das ernst? Oder ist das so ein bisschen Marketing, weil er sagt, ja, da kann sich der Staat dann drum kümmern, aber bitte nicht meine Firma.
Also irgendwie müssen wir ja den Tech Konzern das Geld abnehmen, oder? Da sind wir uns doch einig.
[00:32:56] Speaker B: Das sehe ich auch.
Vielleicht eben eine KI Steuer beispielsweise oder eben, dass reichere Menschen, wie gesagt, nochmal anders besteuert werden.
Patentlösung habe ich auch nicht, aber es ist, ich habe ein paar Zahlen auch mal gefunden aus einem Podcast, wenn man so bei irgendwie, weiß ich nicht, 1400 Euro im Monat ist, pro Person sind es irgendwie 900 Milliarden Euro.
[00:33:34] Speaker A: Das musst du jetzt noch mal erklären. Das habe ich nicht verstanden.
[00:33:36] Speaker C: Für Deutschland, oder?
[00:33:37] Speaker B: Ne, für Deutschland, genau.
Wir haben und die Frage ist natürlich, werden auch noch Kinder jetzt kriegen auch Kinder ein bedingungsloses Rundeinkommen? Fängt man da schon mit an oder erst ab, sagen wir mal, ab einer Erwerbstätigkeit, Tätigkeit ab 16 oder 18? I don't know genau aber man kann es ja eigentlich hochrechnen also wie viel Millionen 88 Millionen Einwohner haben wir in.
[00:34:00] Speaker C: Deutschland ungefähr mehr 82 83 82 83.
[00:34:05] Speaker B: So jetzt gut jetzt müsste man mal überlegen wie viele sind davon erwerbstätig ich habe jetzt auch keine Zahlen aber ich sag mal las 60 Millionen erwerbstätig sein keine Ahnung Kinder mehr in diesem Land wir kriegen ja nicht mehr so viele.
[00:34:21] Speaker C: Wie wir Rentner aber so viele sind.
[00:34:23] Speaker B: Es gar nicht aber die Rentner kriegen nur die Kinder nicht 60 Millionen so und dann im Monat 1300 Euro jede Person da weißt du ganz einfach was du im Monat dann schon an Kosten.
[00:34:37] Speaker A: Hast jetzt streiche ich mal das bedingungslos und sage stelle die Bedingung auf naja wir nehmen durch die Tech Firmen den wir irgendwie schaffen das Geld abzunehmen das müssen wir noch klären einen gewissen Betrag ein auch in Deutschland und verteilen den erstmal gleichmäßig das muss jetzt nicht jedem den Lebensstandard sichern aber es wird jeden unterstützen und eben dieses dieses Abfedern machen das wäre dann die Bedingung je mehr wir einnehmen desto mehr können wir verteilen kann das funktionieren oder müssen wir einen Grundstandard müssen wir vielleicht für jeden sogar individuell den Bedarf berechnen was wir auszahlen.
[00:35:10] Speaker B: Können Bürokratischen Albtraum glaube ich ich glaube so viele einzelne also wenn du jetzt für jeden einzelnen stelle ich mehr bürokratisch.
[00:35:22] Speaker A: Und das ist genau das was ich am Anfang meinte da werden wir diskutieren können bis morgen früh ist da kommt man glaube ich auf keine Idee weil wenn wir eine Idee hätten dann wären wir ja weiter als alle anderen Ja.
[00:35:32] Speaker C: Ja unbedingt ja aber die Ungleichheit die Vermögensungleichheit da muss man schon ran also die mit den Erben und so weiter also und früher gab es ja auch mal eine Vermögenssteuer etc. Das ist ja in Deutschland leider abgeschafft worden das kann nicht so bleiben also wir haben solche Extreme in der Oberseite und das kann dann eben auch sehr wahrscheinlich nicht nur in Deutschland abgeschafft werden sondern müsste eine konzertierte Aktion sein und das das wird sehr interessant weil die USA und auch andere ökonomische Größen die haben so viel Milliardäre und Oligarchien das wird schwierig also die Superreichen sozusagen abzuschöpfen aber ja klar da würde man schon viel gewinnen aber wo ist dann die Grenze Etc. Also das wird schmerzhaft.
[00:36:32] Speaker A: Und wie rum kommt man da dran? Also was kann man alles versteuern? Digitalsteuer haben wir schon angesprochen, hat bis jetzt mit den Konzernen noch nicht so geklappt. Da gibt es dann immer noch Irland, wo man seine Firmenzentrale einrichten kann.
Wir könnten Umsatzsteuer, Produktionsmittel versteuern, wenn ich sage, jetzt hol mir keinen Mitarbeiter mehr, sondern Roboter, muss ich das vielleicht versteuern.
Was kann man noch versteuern?
Eine Datensteuer für die Daten, die die KIs brauchen. Vielleicht können wir auch Rechenleistung versteuern.
Es gibt da dieses, ich glaube, es hieß eine permanent underclass. Das ist die Theorie, dass wenn wir Arbeit nicht mehr nutzen können, um, ach, das ist ein bisschen der amerikanische Traum, wenn wir nur hart arbeiten, dann können wir uns irgendwann den Wohlstand leisten. Das funktioniert aber nicht mehr, wenn ja die KI hängt, die Arbeit macht. Und die Theorie ist so ein bisschen die, mit KI bleiben wir alle in unserer Underclass hängen, weil das Einzige, was noch Wert steigern kann, ist Kapital, das wir nutzen, um Rechenleistung zu kaufen, um mehr Intelligenz zu kaufen, um mehr Kapital anzuhäufen.
Das mal so in den Raum geworfen.
[00:37:52] Speaker C: Ja, das ist dann die Frage. Also ich glaube auch, es wird über kurz oder lang eine neue Form von Kapital geben müssen und zu unterscheiden eben von Währung oder Geld, weil angenommen gibt es ja jetzt schon Menschen, die das vertreten, die sagen, Software ist Kapital, weil was ist KI? Ist es Software? Ja, OK.
Und Daten, das ist ein Riesenfass. Und dann ist man aber ganz schnell eben, dann ist die KI nicht nur sozusagen Steuerparameter, die ist dann steuernd, Also die musst du dann, die wird dann relevant, die wird dann das Leben auch beeinflussen und dir deine Kryptowährungseinheit pro Woche zuschieben oder was auch immer dann funktioniert.
Also da wird es recht schnell recht wild, weil der Transformationslevel, also das kann man sich heute schwer vorstellen, das wird mindblowing, also zumindest für mich.
[00:39:00] Speaker A: Ja, dann sind wir wirklich wieder bei Star Trek und in dem Universum, wo wir eine, wie gesagt, Star Trek ist für mich ein tolles Beispiel, das ist eine sehr positive Zukunft, wenn es darum geht, wie leben die Leute auf der Erde in Frieden und Harmonie und in der Föderation. Aber es ist halt wirklich ein weiter Weg. Ich habe gerade mal eben schnell gegoogelt, die Enterprise NX startet im Jahr 2151. Bis dahin haben wir noch ein bisschen.
[00:39:25] Speaker C: Zeit, Gott sei Dank.
So, jetzt war es auch schon mal. Also da ist ja durchaus der ein oder andere Krieg gewesen, bevor die startet. Also da war leider noch was vor uns.
[00:39:43] Speaker B: Weiß gar nicht, wie lange wir überhaupt noch Zeit haben. Aber meine Frage ist mal an gesetzt den Fall, das passiert. Wir kriegen jetzt ein Grundeinkommen bedingungslos.
Was macht ihr?
Wie verwirklicht ihr euch? Das würde ich gerne noch mitnehmen heute Abend.
[00:40:04] Speaker A: Ich lasse dich anfangen, Martin.
[00:40:06] Speaker C: Ja, also ich würde, glaube ich, weniger in meinem Broterwerbsjob arbeiten. Also ich würde auf Teilzeit gehen. Also im Moment arbeite ich Vollzeit und die frei werdende Zeit mehr nutzen für meine Kinder und für so ein Vorhaben.
Also ich bin gern draußen und in meinem Garten und es gibt so ein paar offene Geheimnisse, was die Kreislaufwirtschaft angeht. Also wie erhält man eigentlich guten Boden oder wie kreiert man guten Boden? Warum ist ein Boden gut und ertragreich? Wie wachsen Pflanzen und so weiter. Und da gibt es, es gibt ökologischen Landbau, es gibt konventionellen Landbau, es gibt Kleingärten und Permakultur und alles Mögliche. Da würde ich mich reinknien und versuchen sozusagen so eine Verbesserung der ökologischen Landwirtschaft und vielleicht auch der ökologischen Kleinlandwirtschaft oder des Gartenbaus.
Dem würde ich mich mehr mit mehr.
[00:41:12] Speaker A: Widmen, was ja auch wieder was Gutes für die gesamte Menschheit ist.
Zurück zu für den Planeten mindestens für den Planeten absolut.
[00:41:22] Speaker B: Außerdem. Wir wissen ja alle oder wissen nicht, wie sich alles entwickelt. Und wenn du selber Sachen einbaust, bist du ein ganz guter Prepper.
[00:41:30] Speaker C: Das kann auf keinen Fall was schaden.
[00:41:33] Speaker B: Beim nächsten Thema lebst du noch oder preppst du schon?
[00:41:36] Speaker A: Nein, das zu wissen, wie man auch ohne Computer und Strom irgendwie über die Runden kommt, kann auch nicht schaden. Wer weiß?
[00:41:44] Speaker B: Oh ja. Und ich kenne schon einige Leute, die sich da durchaus mal Wissen aufschaufeln in der Tat.
Und du?
[00:41:54] Speaker A: Ich werde ein bisschen persönlich. Ich habe mich vor 2022 selbstständig gemacht und dann kam dieses Thema KI gerade so voll da rein und hat mich so mitgespült. Aber die Idee, dass ich mich selbstständig gemacht habe, kam davor und die kam aus diesem Gefühl raus, dass ich keine Lust mehr hatte, fest für wen anders zu arbeiten, sondern das ist auch der Grund, glaube ich, warum ich jetzt gar keine Angst oder sehr wenig Angst vor diesem ganzen KI Thema hat.
Ich habe das für mich selbst entschieden, dass ich mehr machen will, was ich will und ich habe mich getraut, das irgendwie anzugehen Und es hat zum Glück auch geklappt und da hat KI auch noch mal so einen Schub gegeben. Und jetzt mache ich ganz viel mit KI. Das heißt, vielleicht habe ich auch Glück ein bisschen, aber so diesen Sprung ins kalte Wasser, den habe ich schon gemacht und damit fühle ich mich sehr wohl. Und wenn ich jetzt ein Grundeinkommen kriegen würde, würde ich einfach genauso weitermachen. Wird die was auch immer 1000 extra einfach oben drauflegen und vielleicht mal einen Job weniger annehmen, auf den ich keinen Bock hab.
[00:43:06] Speaker B: Ich würde auch erst mal so weiterarbeiten wie bisher. Ich arbeite ja schon oder habe immer schon viel und lange freiberuflich gearbeitet, selbstständig, war dann immer mal zwischendurch auch angestellt. Also ich kenne das auch sehr gut, dieses für sich selber einstehen und irgendwie arbeiten. Das würde ich weitermachen. Ich würde, glaube ich, mehr als noch mehr, vielleicht mit etwas weniger Arbeit, weil ich ja das Grundeinkommen habe, habe ich vielleicht ein bisschen mehr Zeit für natürlich Family. Meine Mama ist 88, ja, die muss ich irgendwie, die besuche ich gerne und meinen Kindern und so. Und beseits finde ich es aber ganz toll. Ich würde neben der ehrenamtlichen Vereinsarbeit, die ich habe, ich würde, glaube ich, noch mehr irgendwas machen, so ehrenamtliche Arbeit mit alten Leuten vielleicht, weiß ich nicht, vielleicht sogar in einem Hospiz mal arbeiten. Also ich würde versuchen, dass ich irgendwie noch mehr ehrenamtlich irgendwie machen kann Und.
[00:44:05] Speaker A: Ja, irgendwie so, ja, sehr schön finde ich das Und gleichzeitig ein schönes Schlusswort, wobei das Schlusswort bei dem Thema ist auch viel zu viel gesagt.
Ich gehe fest davon aus, dass dieses Thema, also wie ändert sich KI, wie ändert KI unsere Jobs, unsere Gesellschaft und was machen wir dagegen, ob da jetzt Grundeinkommen drin spielt oder nicht. Das ist sowieso das Thema, was sich durch uns unsere Themen durchziehen wird. Also sowohl hier in diesem Podcast als auch beim GMKI, bei unserem Verein, in dem wir uns genau darum kümmern, nämlich ins Gespräch zu kommen über KI.
Und ich würde jetzt einfach vorschlagen, wer zu diesem Thema eine Meinung hat, bitte, bitte schreibt uns eine E Mail, podcastmki Org, wir nehmen die alle auf und mit in eine zweite Folge, wo es damit weitergeht, ob das jetzt in ein paar Wochen oder ein paar Monaten ist, weil das werden wir hundertprozentig weiter diskutieren.
[00:45:05] Speaker B: Ganz kurz, ich habe auch noch was in eigener Sache, würde ich euch gerne auf eine Veranstaltung auch noch in diesem Zuge hinweisen, weil wir da eben auch mit der Sozialwirtschaft irgendwie oder die unterstützen. Das sind die AI Impact Days, die am 13. November das erste Mal als Meetup Format nach Köln kommen. Wir von GMKI unterstützen diese wunderbare Veranstaltung am Startplatz in Köln im Mediapark 5 und ja, vielleicht packen wir einfach den Anmeldelink dazu auch noch mal in die Show Notes und sehen vielleicht mal in live und in Farbe die eine oder.
[00:45:42] Speaker C: Andere Zuhörer total gerne.
[00:45:45] Speaker A: Ansonsten immer gerne informieren auf GMKI Org, auf unserer Webseite und beim nächsten Mal wieder einschalten.
Das Schlusswort aber gebe ich jetzt noch mal schnell dem Martin.
[00:45:57] Speaker C: Oh ja, also ich bin auch fest überzeugt davon, dass wir noch mal zurückkommen zu dem Thema, zur Thematik und dass sich Gesellschaft und Wirtschaft verändert. Das sehen wir fast täglich, oder? Und das auch durch KI.
[00:46:12] Speaker A: Ja, lass uns das gerne weiter verfolgen. Bis dahin sage ich bis zum nächsten Mal. Tschüss Steffi. Tschüss Martin.
[00:46:18] Speaker B: Tschüss ihr zwei. Vielen Dank.