Episode Transcript
[00:00:01] Speaker A: Wir haben uns heute vorgenommen, das aktuell Allerwichtigste aller Themen in Sachen KI zu besprechen. Das ist nicht irgendwie entweder Weltherrschaft oder Cyber Security. Ne, das ist die Firma Anthropic, die man wahrscheinlich vor zwei Jahren noch gar nicht so richtig kannte, außer in Insider Kreisen. Und heute ist das einfach das heiße Ding und jeder redet drüber und wenn es ein KI Rennen gibt, dann sind die vielleicht wirklich gerade auf der Überholspur.
Ich selber bin gar nicht so der Experte, was Anthropic und deren Modelle Claude angeht, deswegen total froh. Chris, du bist hier und Gregor auch, dass ihr die ihr noch mehr damit macht und euch noch besser auskennt, mir auch erklären könnt, warum das denn aktuell die heißeste Aktie ist, die noch gar keine Aktie ist.
[00:00:47] Speaker B: Hi Hannes.
[00:00:49] Speaker C: Hi.
Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt. Was macht das mit uns?
Finden wir es heraus gemeinsam mit KI, der Podcast des GMKI e. V.
[00:01:06] Speaker A: Ja, wie steht ihr zu Anthropic? Wie benutzt ihr Claude aktuell?
[00:01:11] Speaker B: Ja, Claude, das Flagship von Antropic ist für mich bisher eher so nebenbei gewesen. Ich habe ja auch in den Vorfolgen immer schon zugegeben, dass ich eher so Open Fan bin, was aber tatsächlich vor allem daran lag, das hat sich bei mir einfach so ergeben. Damit habe ich, das war mein erster Kontakt und die Produkte von denen sind halt schon sehr, sehr, sehr handlich gewesen Und Claude habe ich immer so wahrgenommen, habe immer so drauf geguckt, aber habe tatsächlich erstmal eine ganze Weile gefremdelt damit und hat sich nie richtig angefühlt, habe ich nie gemacht. Und das hat sich aber jetzt tatsächlich in den letzten zwei, drei Monaten ganz stark verändert bei mir. Ich habe einfach gemerkt, wie ich für immer mehr Anwendungsfälle dann jetzt Cloud benutzt habe und als nebenbei gehört, ja Mensch, der Gregor, der ist auch schon längst rüber gewechselt. Und wenn man so spricht über KI Tools und was man nutzt, höre ich das halt immer mehr. Und deshalb finde ich das ein cooles Thema, um da heute mal drauf zu gucken, weil es echt spannend ist, was da passiert und auch die Geschwindigkeit, mit der das passiert.
[00:02:17] Speaker A: Gregor, du bist komplett auf Claude.
[00:02:20] Speaker C: Ja, komplett nicht. Also ich habe früher schon immer hin und her geswitcht, je nach Anwendung zwischen Gemini und ChatGPT und Claude und muss aber feststellen, dass ich mit Claude eigentlich, das ist zwar so ein bisschen nüchterner und fühlt sich nicht so.
Kommunikativ an, aber der Output, der ist für mich irgendwie professioneller und produktiver. Also ich komme da schneller zu einem guten Ergebnis jetzt im Arbeitskontext oder Privatumfeld. Ich benutze trotzdem immer noch mal auch die anderen Tools, aber ich merke, dass ich viel mehr jetzt mit Claude mache.
[00:03:05] Speaker B: Also was mir auffällt oder was mich am Anfang gestört und was ich mittlerweile richtig gut finde, ist halt bei ChatGPT habe ich immer das Gefühl, die versuchen einen quasi in diesem Online Chat zu halten und auch möglichst lange dann in dem Gespräch zu halten. Und das ist zwar toll erstmal und auch jetzt inhaltlich finde ich das nach wie vor bestechend, was ChatGPT mir an Antworten gibt, aber in dem Moment, wo du dann versuchst, daraus jetzt konkrete Arbeitsprodukte zu machen, also was weiß ich, du musst auf der Arbeit eine PowerPoint Folie machen oder ein Dokument schreiben oder was weiß ich, eine Excel Tabelle irgendwie noch ein bisschen pimpen oder so, dann finde ich, dann ist ja so, bei Open ist immer sehr schnell so ein richtiger Bruch drin, wo du dann halt anfängst, oh ja, schreib mir doch mal den Code und dann kopiert man den rüber zum Beispiel. Oder die haben bei Open haben sie dann dieses Canvas Feature, wo die dann halt quasi in so einem Fenster im Chat dir von mir aus den Text ausgeben. Aber das ist immer, also dass der Funke eigentlich bei mir nie richtig gezündet in dem Sinne, weil es dann ganz schnell nicht mehr produktiv war. Und irgendwann habe ich dann verstanden, dass Claude, also Anthropic, im Prinzip fundamental einen komplett anderen Weg gegangen ist, nämlich die haben schon von Anfang an, ist vielleicht übertrieben, aber schon seit sehr langem haben die immer sehr großen Wert darauf gelegt, dass man eben nicht nur irgendwo im Browser eine Unterhaltung mit irgendwas führt, sondern die hatten dann, wenn man sich die App von denen installiert, auch auf dem Laptop, die haben schon sehr früh angefangen, den lokalen Rechner mit einzubinden, dass du halt quasi auf einmal sagen konntest, hier, ich gebe den Ordner frei, xy frei und dann konnte der in dem Ordner mitarbeiten und dann fängt er halt an, die Dateien zu erzeugen oder schreibt noch eine Zusammenfassung oder sowas. Und das ist nicht nur viel, viel produktiver für mich jetzt, weil am Ende des Tages musst du halt irgendwelche Dateien erzeugen und du brauchst mehr als jetzt nur eine tolle Unterhaltung und eine Erkenntnis.
Es ist auch für mich tatsächlich so, dass mir das auch, wie soll ich sagen, emotional, psychologisch irgendwie ein besseres Gefühl gibt, wenn ich nicht nur sehe, da ist jetzt ein Text, den er erzeugt hat, sondern da kommen wir bestimmt gleich noch drauf, sondern ich sehe auch die Zwischenschritte, die der gemacht hat. Ich kann genau sehen, was weiß ich, welche Dokumente der zwischendurch erzeugt hat, bevor er mir dann meine PowerPoint Präsentation erzeugt hat oder sowas.
Und das fühlt sich für mich viel, viel, viel realistischer an. Also dieses Versprechen, was uns da immer gegeben wurde von wegen, oh ja, jetzt wird alles agentisch und oh, das ist dein virtueller Mitarbeiter und so weiter, dass da sa alle.
Aber zum ersten Mal fühlt es sich für mich richtig so an, seitdem ich jetzt intensiver Claude nutze. Und es fällt ja auch auf, wie mittlerweile jetzt dann Claude in meiner Wahrnehmung in der Offensive ist und er ist es so, dass ChatGPT jetzt versucht nachzuziehen und noch schnell irgendwelche Features hinterherzuliefern, die dem dann versuchen noch mal zu entsprechen. Also super interessant, was da gerade passiert.
[00:06:22] Speaker C: Ich glaube, sorry, ne, du bist dran.
Ja, die haben sich, glaube ich, sehr früh oder von vornherein auf das Coden auch konzentriert. Also haben gesagt, so wir möchten ein Tool, ein wirklich nützliches Tool zur Verfügung stellen, mit dem Coden vereinfacht wird und verbessert wird. Und das Raffinierte ist, also je mehr Leute damit coden, umso besser können sie ihr Modell damit trainieren. Also das ist wie so ein selbstverstärkendes oder selbst verbesserndes Tool, weil sie eine unheimliche Basis an Coach mittlerweile haben und Reaktionen auf die Antworten, die es ermöglicht, das einfach immer weiter zu verbessern. Und was Chris jetzt sagt, ich merke das auch genauso, Ich habe verschiedene Aufgaben jetzt mit Claude bearbeitet, also angefangen von einer kleinen App oder eine wilde Excel Tabelle vereinfacht oder ich habe Texte, Maßen von Texten ausgewertet damit, was sich mit ChatGPT oft sehr mühsam anfühlt. Also ich habe dann einfach mein Drive freigegeben, hier sind die Dateien und ich möchte schau dir das an und jetzt merge diese beiden Excel Tabellen beispielsweise. Das macht er dann einfach, ohne dass ich da im Chat lang hin und her schreiben muss.
[00:08:00] Speaker A: Da hat sich irgendwie, also Das, was früher OpenAI war, nämlich der Vorreiter, die Innovation, der Trendsetter hat sich ein bisschen gewandelt von sowas wie eben dieses Computer Use.
Kommt jetzt mehr von Seiten von Anthropic oder ist es vielleicht auch so, dass sich das noch ein bisschen mehr in die professionelle Richtung abspaltet, während gerade ChatGPT und auch vor allem Gemini, glaube ich, sich mehr in die Consumer Richtung irgendwie entwickeln. Ich glaube, da steckt OpenAI so ein bisschen in der Klemme zwischen den beiden Richtungen und versucht so ein bisschen mehr, oder bemerkt zumindest gerade, dass Anthropic auch mit der Profi Schiene mehr Geld verdient.
[00:08:39] Speaker B: Super interessanter Punkt, weil wenn du dir anguckst, was OpenAI da so macht, ja, wir haben auch noch einen Browser, oh, wir machen jetzt auch noch Video und die haben ja ein Feuerwerk abgezündet die letzten sechs, neun Monate, wo du kaum folgen konntest. Und das war aber gefühlt für mich irgendwann so, dass ich habe okay, ja, was denn jetzt noch? Und es wurde immer mehr und immer komplexer und es geht immer um dieses Ökosystem, so nach dem Motto, oh lieber Chris, komm doch zu uns in unser Ökosystem und dann bist du glücklich. So hat sich das angefühlt irgendwie versprechen so ein bisschen total, total und wir haben genug Ökosysteme, ich will, also das ist jetzt für mich jetzt nicht so super entscheidend. Und im Vergleich dazu habe ich Anthropic Claude immer total vergleichsweise ruhig und auch irgendwie weniger hektisch empfunden und gleichzeitig aber mit dem ganz starken Fokus wirklich auf die Was bringt es denn dann am Ende? Also wie können wir denn dafür sorgen, dass wirklich Produktivität entsteht? Und nochmal das, Gregor, was du eben gesagt hast, dass quasi jetzt diese Produktivitätstools bei Claude, die Story habe ich auch gehört und dass das quasi Antropic erst angefangen hat, quasi konsequent Entwicklern zu helfen, Code zu erzeugen, was ja erstmal für eine generative KI so eine Art Heimspiel ist. Low hanging fruit, weil Code ist in großer Anzahl verfügbar, gibt ja ohne Ende Software Code kann man toll von lernen, ist sehr strukturiert. Am Ende des Tages folgen die auch überschaubar vielen Mustern. Also eigentlich auch ein cooles, ist ein bisschen Nerd Thema, aber ein gutes Thema, um schnell echt Produktivität zu schaffen. Und dann die Legende, die ich gehört habe, war so, dass sich dann irgendwann Entwickler hingesetzt haben, die halt dann quasi dieses Coding Tool von Antropic genommen haben und es nicht mehr nur benutzt haben, um jetzt Code zu erzeugen, was naheliegend ist, sondern die haben das dann benutzt, um andere Sachen damit zu machen, E Mails zu beantworten, weil das oder was auch immer, Planungen zu machen, weil das Grundprinzip ist, was ja auch für mich erstmal anders war als bei OpenAI, du gibst dem Ding eine Aufgabe, also jetzt, ich bleib erst mal beim Coden, schreib mir eine Anwendung, die soll so und so aussehen, das und das machen und so und so funktionieren. Und bei einem Computerprogramm kannst du halt nicht nur einen Text schreiben, sondern hast du halt am Ende, was weiß ich, du musst Ordner anlegen, da sind verschiedene Dateien drin, da müssen irgendwelche Grafiken erzeugt werden und so weiter. Also es ist von der Funktionalität her schon komplexer im Ergebnis erzeugen, als jetzt zum Beispiel einfach nur einen Chat wie in ChatGPT. Und insofern war da irgendwie implizit schon die Voraussetzung geschaffen, dass man damit auch mehr machen kann. Und dann haben halt dann irgendwelche Nerds angeblich, aber ich habe es an verschiedenen Stellen gelesen, das Ding benutzt, um Sachen zu machen, die gar nichts mehr mit Programmieren zu tun haben, haben dann irgendwann gemerkt, ja warte mal, das ist ja voll geil und haben dann daraus im Prinzip dieses, wie heißt das Ding, Cowork gebaut, was im Prinzip nicht mehr Software schreibt, aber immer noch genauso funktioniert. Also die, die es noch nicht benutzt haben, das ist wirklich, ich sitze immer wieder schmunzelnd davor, wenn du sagst, du hast eine bestimmte Aufgabe, dann promptest du die da rein, im Prinzip klassisch, dann werden vielleicht noch mal ein, zwei Fragen gestellt und dann wundervoll. Dann erstellt Claude halt im Prinzip so einen Plan, ja okay, ich habe jetzt verstanden, was zu tun ist und dann steckt er vor, ja, ich mache jetzt A, B, C, D, E, F, was auch immer, dann kann man da noch mal drauf gucken und ne, warte mal, das hast du doch falsch verstanden, mach doch lieber so und so oder Schritt 3 lieber anders oder irgendwas. Und dann sagt man irgendwann, okay, let's go. Und dann legt er halt los und dann legt er Dateien an und macht dieses und jenes. Und Dann haben die 1000 Schnittstellen, da haben sie ein eigenes Protokoll für erfunden um dann noch mit anderen Tools zu interagieren. Und das ist in Kombination auf den ersten Blick weniger sexy als so ein schicker ChatGPT Chat, aber unterm Strich super produktiv.
[00:12:41] Speaker A: Ja, wir haben schon vieles beantwortet von dem, was ich jetzt eigentlich gerne noch mal fragen wollen würde, weil wir haben uns ja auch vorgenommen, so ein bisschen die Frage zu erörtern, wo kommt denn Anthropic her, um zu verstehen, warum die so anders sind. Deswegen frage ich jetzt einfach noch mal ganz ganz Warum sind die so anders als OpenAI? Wo kommen die her?
[00:13:02] Speaker B: Muss ich jetzt OK, Also wenn ich es richtig in Erinnerung habe, war es so, dass die zumindest die Kernleute, die Anthropic gegründet haben, die waren vorher bei Open, haben damit an ChatGPT gearbeitet und haben ja alle mitbekommen, ChatGPT wurde immer kommerzieller, Der Hype wurde riesig, die Erwartungen wurden gigantisch. Und wie das dann so ist, Leute, die sich Sorgen um die Sicherheit machen, mit der wir die KI einhegen, die macht sowas immer nervös.
Und das hat auch einige Leute bei OpenAI nervös gemacht und die haben dann gesagt ne warte mal, wir müssen Sicherheit einen höheren Stellenwert geben. Und die haben dann im Prinzip so eine Art AI Safety First, also Sicherheit muss immer als erstes kommen, als Grundprinzip genommen und haben aber da im Prinzip ihr Wissen und wahrscheinlich auch viele Leute mitgenommen, um dann quasi so eine Art sicherheitsfixierte oder stärker sicherheitsorientierte gegen Idee zu dem immer kommerziell erwähnten ChatGPT im Prinzip zu machen.
[00:14:04] Speaker A: Ja, und das ist genau das, was man glaube ich verstehen muss, wenn man Antropic sagt, dann machen die nämlich auch sehr viel, um eben die Sicherheit zu gewährleisten. Trotzdem sind die ja nicht langsamer. Also es ist ja nicht so, dass dieses Versprechen okay, wenn wir irgendwie langsamer entwickeln, wir doch mehr sicher sind.
Ist es denn ernst gemeint von denen oder sind die trotzdem genauso in einem Rennen? Wisst ihr, was die alle machen, um eben da noch mehr Sicherheit reinzubringen?
[00:14:33] Speaker C: Also sie schreiben sich das auf die Fahne. Überprüfen kann man es natürlich nicht, Aber alleine, dass sie jetzt Sie haben jetzt ein sehr leistungsfähiges Modell entwickelt.
Das Modell, genau. Und da haben sie sich entschieden nach den ersten Tests, dass sie das nicht erstmal veröffentlichen werden. Und zwar, weil das Modell anscheinend so leistungsfähig ist, dass es sehr viele Lücken in Codes, die schon lange also die jeder benutzt in Betriebssystemen, in ganz normalen Anwendungen hat dieses Teil in kürzester Zeit sehr viele Angriffslücken gefunden und Angriffswege, mit denen jetzt zum Beispiel ein Hacker sehr leicht in diese Systeme eindringen könnte mit Hilfe dieses Modells.
Antropic hat sich entschieden, das in einem speziellen Projekt nur ganz ausgewählten Firmen zur Verfügung zu stellen, damit die erstmal jetzt die Möglichkeit haben, mit diesem Modell Lücken zu flicken und Angriffsmöglichkeiten auszumerzen, dass das nicht mehr möglich ist. Natürlich ist es ein Katz und Maus Spiel. Irgendwann wird es ein Modell geben, was andere rausbringen oder was Entropic trotzdem auf den Markt bringt, was dann Hackern genau das wieder erlaubt. Aber ich finde, das ist ein Beispiel, das zeigt, dass sie doch etwas sensibler da dran gehen.
[00:16:01] Speaker B: Chris sorry, das würde ich gerne noch kurz ein bisschen auswalzen, weil das hat mich schon extremst beeindruckt, was sie können und b, wie sie es gemacht haben. Also das ist ja so, wenn du eine Software rausgibst, jede Software, die programmiert wird, hat irgendwelche Schwachstellen, egal wer sie baut, egal ob mit oder ohne KI.
Und da gibt es ja einen regelrechten Wettlauf, wie du gerade schon gesagt hast, Gregor, von quasi den Bösen, die gerne Software benutzen wollen, um an unsere Daten oder in unsere Systeme reinzukommen.
Und da gibt es quasi einen Markt für Software Bugs, die man missbrauchen kann, um Zugriff auf irgendwelche Rechner zu bekommen zum Beispiel. Und die Kunst dabei ist immer quasi, wenn eine Software rauskommt oder wenn so eine Lücke gefunden wurde, dann bis zu dem Zeitpunkt, wo den Softwareentwicklern bekannt gemacht wird, ist das System quasi verwundbar. Also stell dir vor, du bist jetzt, du bist Microsoft, du bringst Outlook raus, mit dem die Leute ihre E Mails machen und nimmer an, da wäre jetzt ein Bug drin, irgendeine Softwarelücke, die aus Versehen da rein programmiert wurde und Microsoft weiß nichts davon, aber ein Hacker weiß davon und der schickt dir dann auf einmal eine E Mail, das irgendwas macht, damit plötzlich über die Entfernung dein Outlook quasi übernommen wird und er kann alle deine E Mails mitlesen und du merkst es nicht.
Das ist logischerweise pures Geld wert für die Leute, die an unsere Daten und unsere Systeme wollen. Und das ist natürlich ein Riesenproblem. Und traditionell war es immer so, dass das, wie du sagst, Katze Maus ist halt irgendwie so. Und jetzt bringt also Katze Maus im Sinne von wer findet es als erstes raus, Wie schnell ist dann der Bugfix da und was wie groß ist der Schaden in der Zwischenzeit, der passiert ist? Und dann bringt jetzt also Antropic dieses neue Modell raus, Mythos glaube ich. Und dann haben sie das mal laufen lassen gegen bekannte Software Tools und haben sehr schnell bemerkt, oh scheiße, das Ding findet ja wie verrückt Fehler, die noch
[00:18:04] Speaker A: niemandem haben sie gesagt, alles was irgendwie online ist, hat irgendwelche Fehler aufgezeigt.
[00:18:10] Speaker B: Und nicht nur das, sondern dann haben sie außerdem ausprobiert, ob es auch schon intelligent genug ist, um direkt zu einem gefundenen Fehler dann auch einen Angriff, Angriffsstrategie zu programmieren. Das ist auch gar nicht so einfach, technisch kann auch nicht jeder, aber mit dieser Software konnte man halt ganz schnell einen Softwarefehler finden und sofort sich sein Hack, seinen Angriffshack quasi prompten. Und dann haben sie was ich so noch nie in der Szene irgendwo gesehen habe, da haben sie Moment, das können wir so nicht veröffentlichen, sondern haben im Prinzip so eine Art geschlossene Benutzergruppe gemacht und haben nur sehr ausgelesene Firmen eingeladen, das Ding auszuprobieren quasi zu nutzen.
Mit der Maßgabe natürlich, dass wenn jetzt die KI quasi noch schneller noch mehr Lücken in Software Tools findet, aber diese KI nur von den Herstellern der Software benutzt wird, dann hat es natürlich den Vorteil, dass potenzielle Lücken, die vielleicht sogar schon längst gefunden wurden, es hat aber nie einer darüber gesprochen, dass die halt gestopft wurden werden können. Und das ist schon also das Ding hätte man so und so nutzen können. Also man hätte es einfach raushauen können und noch ganz schnell viele Abos verkaufen können, haben sie aber nicht.
Klar ist jetzt hier große Werbung und Marketing und so weiter, aber ich habe eine Zahl gelesen, die habe ich mir richtig aufgeschrieben. Also Firefox, der Browser, der hat die Vorgängerversion von den Mythos Dingen, der hat also als die Vorgängerversion rauskam und man dann diese Version genommen hat, um zu versuchen und den Quellcode von Firefox, den Browser analysieren, Dann hat der 22 Fehler gefunden, 22 Bugs, die problematisch Verwundbarkeiten, Verwundbarkeiten, die behoben werden müssten, klingt jetzt schon viel, aber Achtung, jetzt kommt's. Dann kam dieses neue Modell raus und Das haben sie auch dagegen laufen lassen und der hat 271 Sicherheitslücken gefunden.
Zum Teil hochgradig problematisch. Nicht alles war jetzt schlimm, schlimm, schlimm, aber das heißt, was man mal ganz locker sagen kann, ist, dass die Anthropix jetzt diese Fähigkeit, dieses Tools, was, wenn du nur Firefox nimmst, wahrscheinlich Millionen Leute betroffen hätte, wenn es einfach nur rausgekommen wäre.
Die Art und Weise, wie sie es gemacht haben, ist an der Stelle auf jeden Fall lobenswert, würde ich sagen.
[00:20:35] Speaker A: Was aber nicht heißt, dass nicht die eine oder andere schon veröffentlichte KI in den aktuellen Dingern trotzdem irgendwelche Fehler finden könnte. Das ist jetzt nicht nur dieses eine Modell, was das konnte und wir sind alle sicher, weil die das noch nicht veröffentlicht haben. Das kann wahrscheinlich Opus 4.7 auch relativ gut und würde das eine oder andere finden, wenn jemand es gezielt darauf anlegt.
[00:20:53] Speaker B: Ein anderes Ding, was jetzt mit den Bugs und der Technik gar nichts zu tun hat. Was ich aber auch, was mich beeindruckt hat und was meiner Meinung nach auch über PR hinausgeht, war die Auseinandersetzung zwischen Antropic und dem Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten, die ja dann irgendwann jetzt vor, ich glaube, zwei Monaten in der Größenordnung, da gab es dann irgendwann den großen Clash, weil, so wie ich es verstanden habe, das Verteidigungsministerium, die wollen natürlich überall KI einbauen, wie verrückt, klar, logisch, nachvollziehbar. Und die wollten im Prinzip von ihren Anbietern den Blankoscheck haben, also quasi, okay, ihr dürft das, was weiß ich, Antropic, wir machen jetzt einen riesen Deal mit euch, da werden ja auch dann riesige Geldsummen fließen und so weiter, aber dafür räumt ihr uns auch ein, dass wir es benutzen können für egal was, für egal welchen Anwendungsfall. Und das hat bei Anthropic wohl zwei rote Linien überschritten und zwar, also nicht überschritten, sondern es hat auch dazu geführt, dass am Ende dieser Deal geplatzt ist, meines Wissens zumindest.
Nämlich das eine war, Anthropic hat gesagt, unsere KI darf niemals eingesetzt werden für vollautonome Waffensysteme, also wo quasi kein Mensch mehr eingreift zwischen der Idee, eine Waffe einzusetzen und dem tatsächlichen Einsatz der Waffe. Und das zweite war wohl, es darf nicht eingesetzt werden für die Massenüberwachung von, Achtung, jetzt tut es kurz weh, US Bürgern, also offensichtlich weniger Schmerz mit uns dreien, aber jetzt aus US Perspektive trotzdem immerhin haben gesagt, wir können jetzt nicht einfach einer Regierung ein Tool geben mit diesen unglaublichen Möglichkeiten, ohne dass wir zumindest rechtlich auf bestimmte Begrenzungen bestehen. Und das fand ich, das fand ich, das fand ich gut.
[00:22:54] Speaker C: Und die sind da, also sind ja relativ schnell dann aus ziemlich vielen Verträgen, glaube ich, auch erstmal rausgeflogen. Mittlerweile sind sie, glaube ich, wieder drin.
[00:23:03] Speaker A: Ja, mehr noch, sie sind ja zu einem Risiko für die nationale Sicherheit irgendwie hochstilisiert worden.
Da kann man nur sagen, da war die US Regierung auf einmal beleidigt.
[00:23:12] Speaker C: Ja, genau, genau. Also aber ich glaube, mittlerweile sind die auch zurückgerudert und verhandeln wieder, weil die Regierung und die.
Die Anwender merken, ja, wir brauchen das Tool auch, das ist eins der besten Tools und deshalb sind sie jetzt wieder im Gespräch.
[00:23:36] Speaker B: Ja, und jetzt auch, um das wieder so ein bisschen einzufangen irgendwie, es ging glaube ich in dem Deal um Irgendwie sowas wie 200 Millionen Dollar und Ja, okay, uns drei würden 200 Millionen Dollar wahrscheinlich schon sehr helfen, aber gleichzeitig, während das da so durchblubberte, habe ich gelesen, dass Anthropic irgendwie 40 Milliarden Dollar eingesammelt hat. Bei wem war es Amazon und Google als Investoren. Also es ist nicht so, dass sie jetzt quasi pleite gehen, weil sie jetzt nicht mehr das Geld vom Verteidigungsministerium bekommen, aber trotzdem 200 Millionen musste erst mal auf der Straße liegen lassen.
PR hin oder her. Ich fand es eine coole Aktion.
[00:24:16] Speaker A: Ja, und gut, PR war das auf jeden Fall. Es gab nämlich sogar den, muss man dazu sagen, den Vertrag, den dann Anthropic abgelehnt hat, den hat er natürlich OpenAI mit Kusshand genommen.
Und das hat tatsächlich dazu geführt, dass es sogar Kampagnen gab, online Quit ChatGPT oder Quit GPT.
Und das hat Anthropic tatsächlich wirklich einen großen Boost und eine große Bekanntheit und auch einen echten Schub gegeben.
[00:24:43] Speaker B: Wollen wir denn noch ein bisschen über so konkrete Anwendungsfälle mal erzählen? Also ich könnte gerne mal erzählen, weil ich habe, bevor ich das dann jetzt irgendwie kürzlich wirklich angefangen habe zu nutzen, ich habe erst ein bisschen gebraucht, bis ich rausgefunden habe, wie mir das jetzt wirklich hilft. Aber da war jetzt ein Anwendungsfall dabei. Kann ich dir mal kurz hier quasi natürlich klar, also dieses, das Ding, was mich jetzt im Moment so begeistert ist, das heißt Cowork bei denen und das ist halt im Prinzip die Schwester von Code. Code war, das hatten wir eben drüber gesprochen, der schreibt halt Code, Programmcode, sehr schön. Programmcode finde ich auch tatsächlich, mir gefällt es besser als das, was Open produziert. Die haben ja auch solche Module dann. Aber dann haben die halt irgendwann dieses Cowork rausgebracht, was den gleichen Gedanken hat, nämlich ja, ich greife auf Dateien auf deinem Rechner zu, das heißt, ich kann mir schon angucken, was du früher irgendwann mal geschrieben hast, lieber Chris und ich lege dann zusätzliche Dateien dazu und ich kann nicht nur den Chat schreiben, sondern ich kann auch ganz viele Dateien erzeugen in einer bestimmten Reihenfolge und ich überlege mir, wie ich das mache. Du darfst noch mal sagen, ob das okay ist und dann lege ich los. Und als es das erste Mal ausprobieren wollte, das ist jetzt schon eine Weile her, als das, als es als Feature irgendwie rauskam, da habe ich tatsächlich, ich habe erst mal, ich war so in meiner, Ja und jetzt chatte ich mit KI Blase Welt drin, ich habe zuerst gar keinen guten Anwendungsfall gefunden, weil das Ding macht für mich am allermeisten Sinn, wenn du es benutzt für Sachen, die entweder sich wirklich über einen längeren Zeitraum ziehen oder aber wenn es um was geht, was du regelmäßig machen musst. Und das ist im Moment mein Lieblingsanwendungsfall. Und zwar ist es ja so, was mich total stresst, ist die Geschwindigkeit, in der es hier Neuigkeiten gibt in dieser Szene und ich, ich arbeite ja quasi als Produktmanager und eine der wesentlichen Aufgaben ist natürlich mitzubekommen, was da draußen passiert und was die anderen machen und wie man das beurteilen kann und so weiter. Und ich habe immer mehr Zeit damit verbracht, quasi mir das alles durchzulesen und News und Foren und Hasse nicht gesehen, nur um zu wissen, ja, was hat jetzt wer rausgebracht und wie ist das einzuordnen, damit ich danach meinen Job machen kann quasi. Und dann irgendwann habe ich gedacht, ich habe da keine Lust mehr drauf und es stresst mich auch, weil ich immer das Gefühl habe, verpasse ich jetzt irgendwas oder nicht. Und dann habe ich halt eines Morgens gesagt, OK, pass mal auf hier Cowork Mach du das bitte für mich. Und das war wieder ein, man sah mich lächelnd auf der Couch sitzend, während ich sagte, OK, dann habe ich mit wenigen Prompts, habe ich halt gesagt, okay, ich habe dieses Problem, ich möchte unbedingt verstehen, was in den Folgen Top 10 Firmen immer passiert. Ich habe keine Zeit mehr Foren durchzulesen, deren Blogs, der Newsletter und so weiter, aber ich will trotzdem wissen, was passiert. Und dann läuft er halt los, ja, okay, alles klar. Und dann legt er sich Skills an, so nennen die das, also irgendwelche Fähigkeiten, die dann auf eine Problemsituation zugeschnitten sind. Dann fing er dann an, irgendwie Dateien zu lesen und zu schreiben mit irgendwelchen News. Dann hat er daraus Daily Reports geschrieben für mich, dann hat er angefangen Dossiers anzulegen über Firmen und das passierte quasi von alleine, also wirklich wie jemand, der ich musste da nicht viel zu sagen und dann der kannte sich quasi aus schon und dann habe ich mir immer die Ergebnisse angeguckt und ich kriege jetzt Jeden Morgen um 7 Uhr kriege ich jetzt ein E Mail zugeschickt, wundervoll formuliert, wo drin steht, OK, pass auf, in den letzten 24 Stunden ist das und das passiert, was weiß ich, Antropic hat wieder einen neuen Investor gefunden und dies und das und wenn ich mehr wissen will, sind dann da Links drauf, da klicke ich dann drauf und lande auf meiner Festplatte quasi und da kann ich dann genau nachlesen. Und ich habe jetzt quasi so, seitdem ich das gemacht habe, habe ich ein wachsendes Archiv und hab seitdem gar nicht mehr das Gefühl, irgendwas zu verpassen, sondern im Gegenteil, kann dann mit meinem Claude darüber philosophieren, wenn da irgendeine Neuigkeit da ist, wie man das einordnen kann, kann mir daraus jetzt Newsletter für Kollegen einfach mal schnell Schnips auf Englisch generieren, wo drinsteht, was halt passiert, was wichtig ist, kann dann überlegen, wie passt das denn zu meiner Idee, wo der Markt hingeht und so wahnsinnig effizient, spart mir extrem viel Zeit und vor allem gibt mir das Ding auch dieses angenehm warm we Gefühl in der Bauchgegend nicht mehr Sorge zu haben, verdammt, jetzt habe ich wieder irgendwie gestern nicht aufgepasst und habe gar nicht mitbekommen, dass da wieder irgendein Typ irgendwas rausgehauen hat und auch Das ist,
[00:29:22] Speaker A: finde ich, das Wichtigste an allem, was man mit KI macht, ist, dass man dieses warme Gefühl im Bauch hat, dass man dem Ganzen vertrauen kann, weißt du? Und wenn das geschafft ist, dann ist das, glaube ich, auch ein gutes Feature. Aber sag mal, ich meine, du bist Profi.
Ist sowas kompliziert zusammenzusetzen mit Cloud Cowork oder ist es tatsächlich so, dass du sagst, ich hätte gerne und dann macht er das schon?
[00:29:44] Speaker B: Und das ist halt das Geniale dabei irgendwie. Es ist wirklich, also wer ChatGPT bedienen kann, der kann auch Cloud Cowork benutzen. Und es tut mir leid, wenn das jetzt hier der Werbeblock ist, aber ich sage jetzt einfach mal, wie ich es wahrgenommen habe. Du fängst halt, du fängst streng genommen sogar ganz normal an. Also du kannst dann so wechseln in Cloud. Möchtest du jetzt chatten oder möchtest du Cowork benutzen oder programmieren? Und dann klickst du halt auf Cowork und dann am Anfang stand der Chat, ich habe dann, ja, ich brauche das und das und dies und jenes und dann fängt er an, Vorschläge zu machen und soll ich nicht mal irgendwie. Und dann fängt er aber sofort auch an, Dateien zu schreiben. Und dann habe ich also quasi sozusagen Dossiers, eine Datei, in dem Fall war es eine Datei pro Anbieter und dann habe ich da reingeguckt. Das finde ich schon gut. Aber kannst du mir noch dazu tun, Daten, wann die Information gefunden wurde? Kannst du sicherstellen, dass die nicht schon vorher gefunden wurde? Weil manchmal ist ja dann berichtet drei Tage später noch mal einer was, aber über das Gleiche und das ist dann super nervig und so. Und es war wirklich ein sehr angenehmer Prozess und ich behaupte, der ist auch noch gar nicht abgeschlossen. Der wird wahrscheinlich nie abgeschlossen sein, weil manchmal fällt mir dann auf, wäre doch schön, wenn wir jetzt auch noch irgendwie so Newsgruppen, Reddit, irgendwas hinzunehmen und dann fragst du halt einfach, guck mal, soll man nicht noch so und so machen?
Und dachte, ja, könnte ich machen irgendwie Oder letztens habe ich was, da war ich richtig empört, dann habe ich doch noch traditionell eine News gefunden, die er mir aber nicht gefunden hatte, obwohl die schon eine Woche alt waren. Hab hier Link auch News. Wie kann das denn sein, dass du die nicht gefunden hast? Aber ich, das wollten wir doch nicht mehr halt irgendwie. Ach so, ja, okay, ich bin nur über Ich habe im Prinzip nur Google News benutzt und bin gar nicht auf die echte Webseite gegangen. Lass mich das kurz umbauen jetzt ab jetzt lese ich wirklich die Webseiten selber. Und auf einmal schwupps, schärfte sich das Bild und ich habe noch viel präzisere Dossiers plötzlich mega genial und super leicht zu bedienen.
[00:31:38] Speaker A: Wie sieht das bei dir aus, Gregor? Also was mich vor allem interessiert auch ist so, war das für dich eine Umgewöhnung von diesem vom Chat auf agentisches Arbeiten, Computerarbeiten mit KI?
[00:31:54] Speaker C: Ja, absolut. Also und ich habe, also ich kann vielleicht zwei Fälle beschreiben. Das eine ist, neulich war, also ich habe zwei Kinder und neulich war eine Freundin zu Besuch von den Kindern, die ist in der zehnten Klasse und die muss sich mit der Kurswahl in der EF und Oberstufe auseinandersetzen auf der weiterführenden Schule. Also da musst du so ich nehme jetzt das und das mündlich, das schriftlich, Ich wähle einen sprachlichen Zug oder einen naturwissenschaftlichen Zug. Da gibt es Regeln. In NRW gibt es da so eine bestimmte Verordnung, wo alles genau drinsteht, wie viele Wochenstunden du haben musst und welches Fach du wann nehmen darfst und wann nicht.
Mega kompliziert. Es gibt da ein Tool auf Windows Rechner, das gibt es nicht für Apple, deshalb war die Freundin bei uns, nennt sich Lupo, ist gut programmiert, aber eben das ist noch so von vor 15 Jahren.
Es gibt keine Handyanwendung, es gibt es nur auf dem Windows PC. Und dann dachte ich, das ist doch jetzt mal ein Test.
Ich habe dieses Gesetz genommen, diese Verordnung und habe diese Verordnung in Claude reingeladen. Hab so ich möchte, dass du mir davon eine einfache Anwendung fürs Handy erstellst, in der sich Schülerinnen und Schüler durchklicken können, weil diese Lupo App, die ist vor allem für Lehrpersonen oder Eltern, also relativ sperrig und schwer zugänglich.
Und das ist natürlich ein super Fall. Also der kann dann dieses Gesetz lesen, da stehen die ganzen Regeln drin, also relativ einfach, das in Code umzusetzen und das hat super funktioniert, aber es braucht ein paar Iterationen.
Aber ich habe gemerkt, wenn man beschreiben kann, also du musst einfach präzise beschreiben können, was du haben willst und dann kann Cowork oder Cloud Code kann dir helfen, die Sachen plötzlich umzusetzen. Also ich kann eigentlich nicht coden.
Und es kam dann wirklich eine Anwendung raus, die jetzt ja Also die kannst du jetzt benutzen und du kannst da deine Kurswahl am Handy durchführen und wirst durch so einen Fragendialog durchgeschleust, der dann zu deinen von der Schule erlaubten Fächerkombinationen führt, was vorher echt sehr sperrig war und andere Dinge. Ich habe gemerkt, sobald du eine Aufgabe hast, die du jetzt zum Beispiel einem Mitarbeiter oder einem Kollegen beschreiben kannst, ich möchte gerne, dass du das und das für mich machst oder mich so und so unterstützt, dann fragt der Kollege ja auch nach oder vielleicht sagt wie meinst du das genau? Beschreib es nochmal präziser, wenn er dich gut unterstützt. Und dann kannst du genauso in diesen Dialog auch mit Cloud Code oder Cloud Cowork treten und das genau auch umsetzen lassen. Also alles, was mit Bits and Bytes und am Computer machbar ist, habe ich das Gefühl, kann man mittlerweile so wirklich sehr gut sich dabei unterstützen lassen. Und das nicht nur eben in diesem Chatverlauf, sondern in brauchbaren Dateien und Formaten.
[00:35:26] Speaker B: Also das ist ein cooles Beispiel, Gregor, mit hier quasi der Stundenplanorganisation, weil das irgendwie, Hannes, wir hatten das mit dem Nils, dass wir damals über Softwareentwicklung, glaube ich, philosophiert hatten, irgendwann mal niemand, niemand möchte Software benutzen. Das ging halt einfach nur nicht anders. Da ist ein komplexes Problem. Oh, Stundenplanung, was weiß ich, Vermögensberatung, Home Banking, whatever. Da brauchst du halt irgendeine Software, um aus der echten Welt in die digitale Welt reinzukommen.
Fast nie passt das wirklich. Du musst dann immer gucken, man muss erstmal die Software lernen, klappt die nicht, oh scheiße, ist für ein Windows, ich habe aber kein Windows mehr und so weiter, total doof. Und auf einmal öffnet sich hier diese Türe und jedermann, jede Frau kann plötzlich einfach sich quasi, das ist ja eine Software, die du gebaut hast, die wirst du keinem geben, Gregor, genau wie mein News Scanner, die werde ich keinem verkaufen, nur ich benutzen, aber die löst einfach genau mein Problem, wann ich es brauche, wie ich brauche. Und das ist halt völlig genial. Also das ist auf einmal halt die Demokratisierung von Softwareentwicklung.
[00:36:34] Speaker C: Da kommen wir vielleicht noch zu einem Punkt, den der Dario Amude auch oft bei jeder Konferenz irgendwie Achtung, ich bin der Meinung, dass Ende 26 eigentlich kaum noch eine Zeile Code von Menschen geschrieben wird. Sondern dass praktisch alles von KI geschrieben wird und B, er geht davon aus, dass ein Anteil von 20 bis 30 Prozent White Collar Jobs, also alles, was man im Büro an Computern macht, durch KI übernommen werden kann.
[00:37:11] Speaker B: Jetzt wird es doch wieder dunkel.
[00:37:12] Speaker C: Wir wollten doch hier eine schöne Folge machen. Ne, also gar nicht dunkel, aber das ist auch so ein Gefühl, was ich wirklich bei der Anwendung habe, dass ich tatsächlich Dinge mit Cloud Code oder Cloud Cowork mache, die sonst andere Leute gemacht haben.
Also das Programmieren, um das jetzt mal
[00:37:30] Speaker A: ins Positive zu drehen. Du machst Sachen mit Cloud Code, die sonst keiner gemacht hätte, weil du es nicht gekonnt hättest und andere Leute hätten Besseres zu tun und es wäre zu teuer gewesen. Also das ist vielleicht einfach mal die positive Sicht darauf. Das hat tatsächlich der Nvidia Gründer Jensen Wang gesagt, dass er meinte, ich sehe nicht, dass ich weniger Programmierer brauche. Ich brauche. Ich glaube, er hat es dann auch Softwareentwickler genannt oder Softwarearchitekten, weil diesen Gedanken, wie man sowas aufbaut, kann man jetzt einfach tatsächlich größer skalieren.
Zumindest glaube ich. Das ist einfach die positive Sicht darauf.
[00:38:07] Speaker B: Das wäre mal eine interessante Folge, mal ein bisschen zu philosophieren, wie das denn jetzt genau passiert. Ich glaube, beides stimmt irgendwie, aber klar ist, da gibt es halt, das wird sich alles ganz, ganz neu sortieren müssen. Hundertprozentig.
[00:38:23] Speaker A: Ja, ich schreibe mir das direkt auf die Liste. Wie ändern sich Jobs ist jetzt erstmal der Arbeitstitel, was ich noch an Punkt habe für Claude und das ist auch direkt der Grund, warum ich euch erzählen werde, warum ich das nicht benutze.
Und das habe ich, du hast es eben angesprochen, so eine gewisse Vorliebe für den Charakter der Modelle und du warst lange, Chris, du warst lange bei Open, ich war relativ früh bei Gemini, ich war auch sehr früh schon mal bei Klon und das zog sich immer wieder, wenn ich versucht habe, Klo zu benutzen, durch, dass ich mit diesem Standard Abo von 20 Dollar immer wieder an dieses Limit komme und dann ist da vorbei und dann wird man in so einen Cooldown geschickt und kann nicht weiterarbeiten und inzwischen kann man dann mehr Geld bezahlen dafür, dass man weitermachen kann. Das war früher nicht so. Da hätte man dann direkt auf so ein 200 Dollar Abo gehen müssen. Und gerade jetzt in dem, was ihr erzählt hat mit Claude Code und Claude Cowork, passiert da sehr viel, was Token hin und her geschiebe geht und mit einem 20 Dollar Abo, seid ehrlich, kommt ihr nicht weit.
Das ist bei mir also von Anfang an immer wieder der Grund gewesen, warum ich Claude nicht mein volles Leben anvertraut habe. Und so bin ich zwischen Gemini und ChatGPT hin und her. Gesprungen und habe tatsächlich auch jetzt, wenn es um diese ganze agentische Sache geht, das ist vielleicht dann der noch mal der Vollständigkeit halber, neben Cloud Code und Cloud Cowork gibt es von OpenAI etwas ähnliches, das nennt sich Codex und von Google gibt es auch sowas. Anti Gravity kann das auch, wo sogar tatsächlich Google ein ganz kleines bisschen an Clotopus mit dazu gibt, was auch nicht für viel reicht, aber zumindest ist das mit dabei. Und ich habe das schon mehrfach so gemacht, dass wenn Gemini oder GPT sich so verfranst haben, dass es nicht mehr ging, dann habe ich Opus drüber gejagt und der hat dann alles ausgebügelt, weil ich natürlich weiß, Papa, das beste Modell.
Aber da habe ich also als konkretes Beispiel von meinem letzten Run, wo irgendwas kaputt war und ich habe gesagt, jetzt guck dir mal bitte noch mal genau an, was wir machen wollten und reparier das. Und dann kam Claude zurück und hat das alles fein gemacht. Aber dieser Eine Run hat 11 Dollar gekostet, weil er über die API lief. Und das ist was, das muss man wissen. Und das ist in, glaube ich, beruflichen Kontext, wenn man wirklich produktiv arbeitet, dann sind es keine Preise im Vergleich zu Softwareentwicklern in Teams. Für den privaten Hobbymenschen ist es dann doch teilweise sehr teuer.
[00:40:53] Speaker B: Ja, super wichtiger Punkt. Absolut richtig. Vor allem, wenn man jetzt damit anfängt und dann fängt man gerade an, die Früchte zu ernten und dann sagt er, puff, Schluss jetzt. Du kannst dann übermorgen weitermachen oder nächste Woche oder so, dann das juckt ja dann tatsächlich in U Dann brauche ich jetzt ein größeres Abo. Ich kenne auch viele Leute, die sagen, ist mir egal, ich bezahle das jetzt, aber das sind dann halt auf einmal nicht mehr 20, sondern eher 100 oder 200 Dollar oder irgendwie sowas.
Und genau wie du sagst, im gewerblichen professionellen Umfeld hier Gregor und ich hatten jetzt kürzlich Sitzung, wo wir, wo wir quasi eine Anwendung generiert haben, wo wir vorher veranschlagt haben, das wird ein Aufwand von 3 bis 4 Mann Tagen sein oder Personentagen sein und ich weiß es nicht mehr ganz genau. Ich glaube du hast eine Stunde vorbereitet schon im Dialog mit Claude und dann saßen wir dann noch zwei Stunden aber und haben die dann halt generiert und zwischendurch mal drauf geguckt und bestätigt und so. Aber wir haben dabei Bier getrunken und Chips gegessen und hatten dann nach zwei Stunden plus deine Stunde Vorbereitung eine Anwendung, wo wir mindestens 3 Tage für gebraucht hätten und die ist wirklich, die hat wirklich Hand und Fuß und ist sauber aufgebaut und da kann man jetzt noch mal ein paar Stündchen reinsetzen, um die rund zu machen. Aber das hat, habe ich mir noch mal gedacht so okay krass, so weit sind wir schon, weil das Ding wirklich, das war wirklich war hätte man eigentlich aufzeichnen müssen. Es war witzig, wir saßen da mal uns unterhalten über Gott und die Welt und zwischendurch mal auf den Bildschirm geguckt ist das schon so weit? Nein, Ja, okay, weiter Und dann sind natürlich elf. Ich habe gar nicht geguckt, was gekostet hätte, weil es war noch innerhalb des Kontingents irgendwie. Aber dann ist das natürlich, wenn du dafür keine Ahnung halt eigentlich x Tage budgetiert hast und dann in wenigen Stunden durchkommst, dann ist das ja keine Frage. Aber natürlich für zu Hause soll ich heute Abend kochen und wohin fahre ich in Urlaub und so. Wenn er dann jedes Mal sagt, hätte ich gerne noch mal 10 und dann noch mal 20 und so, dann bin
[00:42:50] Speaker A: ich bei dir Und gerade wenn wenn man so einen Agenten laufen lässt und dem sagt, mach mal die Nacht durch und ticker da jedes jede Stunde weiter auch das ist mir schon passiert. Also da waren dann über Nacht auf einmal 50 Dollar weg und da jetzt Tipp für euch zu Hause stellt immer ein Limit ein, weil das kann passieren, dass das durchläuft. Es kann tatsächlich weiter tickern.
[00:43:14] Speaker C: Ja und also was ich noch festgestellt habe, dass es durch dieses beschleunigte Arbeiten, dass es auch ein zeitweise wirklich ein größerer Mental Load ist. Also weil du formulierst dann eine Aufgabe so mach mir bitte das und das oder ändere das und das und dann rennt er los, Dann braucht er 1, 2, 3, 4, 5, manchmal 10 Minuten und dann ist er fertig und dann sagt bitte prüfen, ist das okay so Und in der Zwischenzeit, ich hatte dann teilweise auch mehrere Tabs offen, also habe dann auf einem anderen Tab eine andere Aufgabe formuliert und bin dann wieder zurückgesprungen, du kriegst eine Nachricht, wenn das fertig ist und irgendwann merke ich, ich brauche jetzt mal eine Pause.
Es geht so schnell, ich muss so schnell hier Entscheidungen treffen und Sachen bewerten.
Das ist schon. Und naja, das ist ja, es führt auch dazu, dass man denkt, ah, das könnte ich jetzt auch noch machen, gibt wieder einen neuen Auftrag und das verändert schon so diese, ja, die, den Mental Load auf der Arbeit, habe ich das Gefühl.
[00:44:22] Speaker A: Ja, das ist ein Punkt, da können wir uns einfach schon mal dran gewöhnen, dass wir Menschen kognitiv der KI, ich will jetzt gar nicht sagen unterlegen sind, aber wenn es um Geschwindigkeit und Entwicklung geht, dann ist der Mensch das Langsamste inzwischen.
Da können wir uns dran gewöhnen. Und das ist auch nicht nur eine Sache, die jetzt Anthropic betrifft, das haben die anderen inzwischen auch, aber Anthropic waren auf jeden Fall die ersten, die das auch veröffentlicht haben und eben erklärt haben, dass sie die KI nutzen, um die KI zu trainieren und dass ein Großteil des codes für Opus 4.5 war es vielleicht von Opus 4.4 kam, was sich auch darin zeigt, dass die in den letzten Monaten einfach ständig neue Sachen rausbringen. Also das könnte ja kein Mensch mehr programmieren in dem Tempo. Ich habe jetzt nur mal nachgeguckt, also Opus 4.5 war Ende November, im Februar hatten wir 4.6, jetzt sind wir schon bei 4.7.
[00:45:23] Speaker C: Das wird immer schneller und es gibt jetzt noch so ein Tool. Also die haben ja gar keinen richtigen Bildgenerator im Vergleich zu anderen ChatGPT und Gemini mit NanoBanana. Das sind ja super Bild Tools, aber bei Entropic kannst du gar kein Bild generieren lassen.
Da haben die auch gesagt, das interessiert uns gar nicht so dieser Anwendungsfall. Das ist ja eher, ja, so Privatanwendungen. Aber was sie jetzt haben, ist, die nennen das, ich glaube Claude Design, da kannst du einen Code zum Beispiel reinladen und kannst so verbessere mir diese UI. Also das habe ich auch mit dieser Schul App probiert, weil die sieht so ein bisschen, ja, also nicht super schick aus.
Und dann habe ich so jetzt bitte verbessere mir mal diese Oberfläche. Und da kam super Sachen raus. Also es war, du kannst halt PowerPoint Präsentationen designen lassen und also die sind wirklich auf dem, eher halt auf dem professionellen Pfad unterwegs, was auch jetzt diese designschiene angeht, als Ergänzung und ich glaube,
[00:46:35] Speaker B: dass OpenAI das auch alles sehr bewusst wahrnimmt, logischerweise, oder deren KIs, die alles andere überwacht wahrscheinlich.
Und die fangen ja jetzt auch an, sich doch wieder stärker zu fokussieren. Bei openair habe ich schon gesagt, okay, was denn noch? Genau, machen wir noch ein Social Network obendrauf, einen Browser haben wir jetzt schon und so. Und was war SORA, das Videogenerierungstool, das haben sie auch jetzt abgekündigt, glaube ich.
[00:47:00] Speaker C: Das ist eingestampft, was ja noch vor
[00:47:03] Speaker B: einem halben Jahr, da sind sie, oder ein Dreiviertel, wann kam das raus irgendwie, da sind sie ja alle komplett amok gelaufen. Man konnte ja tagelang gar nichts mehr lesen, weil der der Planet war voll mit irgendwelchen Neuigkeiten dazu irgendwie. Und da sieht man halt, wie schnell das gehen kann. Und vor allem auch, die suchen halt alle und wie jetzt auch vielleicht die letzten paar Minuten dieser Unterhaltung zeigen, irgendwie am Ende des Tages werden auch die irgendwie Geld verdienen müssen. Und es ist halt viel einfacher zu erklären, warum du jetzt 100 Dollar im Monat bezahlen sollst, um eine Software zu programmieren, wo du sonst, keine Ahnung, drei Wochen für gebraucht hättest, als für lustige Spaß Videos oder so. Also super interessant Und ich glaube, das ist gut, dass es eine Alternative zu ChatGPT gibt, also auch ein noch nicht etablierter Player, also jetzt nicht wie Gemini oder die Microsoft Bubble, sondern neuer, der die Dinge auch noch mal neu andenken darf und es ja auch macht und der das aber so ein bisschen challenged
[00:48:03] Speaker A: Konkurrenz belebt da dann auch das Geschäft. Wir wollen ja keine Monopole und ich glaube, das ist genau das, was vor allem jetzt Google und OpenAI und Anthropic mit. Sich ausmachen. Das kann für den Nutzer nur positiv sein, würde ich jetzt mal vielleicht schon Abschlusssatz sagen. Ich weiß nicht, ob ihr noch, wollen wir noch irgendeine Empfehlung aussprechen? Ich finde, ausprobieren, testen kann man immer irgendwie empfehlen.
[00:48:27] Speaker C: Ja, also das wollte ich noch sagen. Ich würde es auf jeden Fall empfehlen, wenn ihr da draußen eine Idee habt aus dem, was wir jetzt erzählt haben, dann könnt ihr auch mal die 20 Dollar vielleicht für so ein Mini Abo spendieren und das einfach mal ausprobieren. Also weil die Frontier Modelle, die besten Modelle der Anbieter, das ist wirklich noch mal eine andere Liga und das ist auch bei dem Claude Opus so, also das ist wirklich, testet das und dann seht ihr wirklich, was möglich ist.
[00:49:02] Speaker A: Ja und vielleicht auch gerade für den Übergang von natürlich kann man das in so einem Chatfenster benutzen auf der Cloud, aber für alle, die jetzt irgendwie daran interessiert sind, auch mal mit dem Computer zusammenzuarbeiten, da gab es Claude Code als erstes, das war so Kommandozeile, das ist ein bisschen beängstigend vielleicht mit Claude Coburg kommt man da schon einiges weiter, wenn
[00:49:24] Speaker B: man kein Profi ist, sensationell und nicht enttäuscht sein, wenn das Ding sich nicht mehr so anfühlt wie unser Freund ChatGPT oder Chatty, wie immer noch viele meiner Bekannten sagen, hatten wir jetzt im letzten Meetup vor ein paar Tagen, haben wir natürlich auch darüber gesprochen und da habe ich auch ganz viele viele Stimmen gehört von wegen, oh ja, ich mache neuerdings Cloud und gar nicht mehr so viel ChatGPT. Und dann haben alle gesagt so, aber irgendwie diese ständige positive selbstverstärkung, die bei ChatGPT ja extrem ausgeprägt ist, irgendwie die fehlt mir bei Claude ja so ein bisschen. Aber irgendwie, ich bin viel produktiver geworden. Irgendwie habe ich mehrmals gehört, habe ich gesagt, ah ja, witzig, weil das stimmt. Also und mittlerweile löst das bei mir tatsächlich auch aus, dass ich denke so ja dieses, oh Chris, das ist ja eine ganz tolle Idee. Jetzt bist du wirklich am Kern der Fragestellung angekommen von ChatGPT stört mich seitdem ich mit Cloud rummache noch mehr als vorher.
[00:50:20] Speaker A: Da hat aber ChatGPT inzwischen Schalterchen führen, mehr sachlich, weniger Emojis. Das kann man jetzt alles auf Schwachstellen.
Bevor wir jetzt aufhören, eine wichtige Frage muss ich euch noch stellen, weil es mir gerade so unter den Nägeln brennt und weil wir genau an dem Punkt sind. Muss man denn Claude anders prompten als ein Chat GPT oder ist der Umstieg in irgendeiner Form schwierig?
[00:50:46] Speaker C: Also ich benutze es einfach anders. Ich benutze ChatGPT meistens so für Alltagsfragen und ja, das ist bei mir ein anderer Anwendungsfall. Und wenn ich so eher ein Code will oder wenn ich möchte, dass er mir eine Excel Tabelle macht, dann bin ich automatisch in so einem Modus. Ich muss die Aufgabe jetzt möglichst gut und präzise beschreiben, dass er mir auch helfen kann.
Also ich würde sagen, ja, also
[00:51:20] Speaker B: man promptet immer noch und jetzt so rein von dem, was du So wie du so reinsteigst, würde ich sagen, ist das keine große Barriere.
Aber der Unterschied ist halt irgendwie in der Arbeitsweise, so wie ich es wahrnehme, halt wirklich, der legt halt quasi, also wenn du hier Cowork machst, der fängt sofort an Dateien anzulegen und zwar alle möglichen, der legt sich Ordner an und dann sammelt er sich Informationen zusammen, dann schreibt er irgendwie Zwischenberichte, dann überlegt er sich, wie er es macht, das schreibt er auch wieder hin, dann hat er auf einmal irgendwie eine Datei mit wichtigen Fakten, die er sich wegspeichert, damit er die nicht vergisst. Und und das ist insofern für mich, mir gibt es ein sehr, sehr gutes Gefühl und ich finde es auch total hilfreich, weil diese Blackbox KI bei ChatGPT, wo du manchmal denkst so ja warum beruft er sich denn jetzt auf irgendwas, was ich vor 3 Monaten mal gesagt habe oder dieses oder jenes irgendwie, das ist auf einmal viel transparenter und du kannst ja dann auch in die Datei XY reingehen und sagen, also bei mir in meinem News Scroller zum Beispiel, Scraper, dann sage ich okay, den, den und den Eintrag, den will ich nicht, da schreibe ich dahinter, den will ich aber nicht, Zack, speichere das ab und sag, mach noch mal neu und berücksichtige aber meine Kommentare. Das heißt, du bist auf einmal in so einer Interaktion, nicht nur mit diesem linearen Chat, der sich immer weiter bewegt wie bei ChatGPT, sondern du kannst auch in den, ich sage jetzt mal blöd, Denkprozess eingreifen, zusätzliche Dokumente hinzufügen oder so. Das heißt, für mich fühlt es sich so an, als hättest du den Komfort von dem Chat, aber du hast viel mehr Transparenz über den Denk und Handlungsprozess und das ist wirklich stark und das geht auch vor allem deshalb so gut, weil es am Ende lokal auf meinem Rechner ist. Ich bin sicher, ChatGPT hat das ganze Zeug auch, aber irgendwo auf irgendeinem Server im Hintergrund und da sehe ich nichts von und hier, ich kann quasi reingucken, ich sehe das ganz genau, wenn ich merke, das gefällt mir aber nicht, dann sage ich, ich habe da das und das gesehen, das gefällt mir aber nicht, mache das mal anders, dann baut ihr das um und das. Also prompten geht super leicht, super Ähnlich, aber es ist eigentlich, wenn man sich einmal kurz darauf einlässt, finde ich transparenter und am Ende effektiver wären so meine zwei Cents.
[00:53:29] Speaker A: Ja, perfekt. Dann haben wir unserem Serviceauftrag auch Genüge getan.
Ich würde das an dieser Stelle jetzt beenden und alle losschicken, auszuprobieren und zu testen und euch nächste Woche wieder zu sehen. Ganz kurz noch podcastmki Org, falls ihr uns schreiben wollt. Und ansonsten sage ich bis nächste Woche. Vielen Dank dafür.
[00:53:47] Speaker B: Tschüss.
Danke, lieber Hannes.
[00:53:50] Speaker C: Danke, Hannes. Super.