Episode Transcript
[00:00:01] Speaker A: Herzlich willkommen aus der Sommerpause, mehr oder weniger. Letzte Woche haben wir einmal ausfallen lassen, diese Woche sind wir wieder da. Wir versuchen das immer zusammenzukriegen. Heute habe ich den Chris dabei und den Freddy. Grüße euch.
[00:00:11] Speaker B: Hi Hannes.
[00:00:13] Speaker C: Hi Hannes. Grüß dich. Hi Chris.
[00:00:15] Speaker A: Und wir wollen heute noch mal ein bisschen agentisch werden, denn zum einen hatten wir letzte Woche live und in persona in Köln das Meetup, wo wir über Agenten geredet haben. Und dann haben wir mal nachgeguckt. Die letzte Folge über Agenten war nämlich schon im Februar und da habe ich ein bisschen von meinen Erfahrungen berichtet, als noch irgendwie open so ein Trend und Hype war. Inzwischen ist das Ganze ein bisschen erwachsen geworden, würde ich behaupten. Und ich bin trotzdem immer noch ein bisschen unzufrieden mit meinen Agenten. Aber ich weiß, dass der Chris und der Freddy jeweils sehr unterschiedliche und sehr spannende Anwendungsfälle gefunden haben. Lasst uns darüber reden.
[00:00:55] Speaker C: Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt. Was macht das mit uns?
Finden wir es heraus. Gemeinsam mit KI, der Podcast des GMKI e.
[00:01:05] Speaker B: V.
[00:01:10] Speaker A: So, und ich steig direkt ein, denn ganz kurz vor Aufnahme hat der Chris noch Ja, im Vergleich zu der Februar Folge hat sich meine Meinung komplett gedreht und das fand ich total cool. Da will ich sofort drauf einsteigen, was da passiert. Wo sind wir denn überhaupt ausgestiegen letztes Mal? Also was war da dein Stand und deine Meinung?
[00:01:30] Speaker B: Ich war sehr skeptisch und habe das eher so klein geredet, weggeredet. Mein Fazit war so ein Braucht keiner, ist zu gefährlich, ist zu aufwendig und am Ende nicht gut genug. Und deshalb kann man sich das sparen. Lieber warten, bis es besser wird und bloß keine Risiken eingehen.
Das war so ein bisschen mein Standpunkt damals. Und ich kann es auch nicht sagen, dass ich.
Ich will so sagen, ich habe immer noch Bedenken, was die Sicherheit angeht zum Beispiel. Und vielleicht kommen wir auch gleich drauf. Da gibt es ja auch schöne Beispiele dafür, was da alles schiefgehen kann, wenn man das Zeug benutzt. Aber meine Einstellung hat sich insofern drastisch gewandelt, als ich meinen Frieden damit gemacht habe, dass das jetzt dazugehört und dass es vielleicht nicht so clever ist, jetzt einfach mal abzuwarten, sondern dass es vielleicht besser ist, jetzt selber auch auszuprobieren, sprich sich eigene Agenten zu bauen und selber zu erleben, wo da die Grenzen sind und was man tun kann, um damit umzugehen und auch so eine Art eigene Intuition zu Was ist gut, was ist nicht gut, was macht man, was macht man nicht. Also das war rückblickend Quatsch, was ich gesagt habe, aber was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.
Mittlerweile habe ich jedenfalls eine glückliche kleine Agentenfamilie für mich arbeiten und bin sehr zufrieden damit.
[00:02:49] Speaker A: Ja, so falsch war das aber auch gar nicht, denn wir waren ja wirklich noch sehr am Anfang. Überleg mal, Februar ist in KI Jahren ja schon, also meine Grossmutterzeit.
Und gerade was die Sicherheit angeht, da haben wir, glaube ich, zu Recht auch ein bisschen gewarnt.
Aber wir haben den Freddy auch hier und du bist, was Agenten angeht, auch voll im Thema, oder? Erzähl mal gerade.
[00:03:13] Speaker C: Ja, das weiß man ja selber nie so richtig, ob man im Thema ist oder nicht. Es passiert halt jeden Tag so viel. Ich habe das natürlich alles verfolgt. Ich habe, wie ich es heute immer noch mache, alles ausprobiert.
Ich habe mir ein Betriebssystem aufgebaut, wo Agenten ja relativ frei sich auch drin bewegen können und die challenge ich ja auch mal gegen alles, was irgendwie gerade neu ist. Und natürlich, als dann das Thema aufkam mit Open Claw, habe ich halt direkt gesagt, okay, guck mal hier, ich habe was gelesen, was hältst du davon? So und da habe ich natürlich gedacht, so ja mega geil, das bauen wir ein und das hilft uns hier und da und dort. Und mein System hat nur gesagt, ja, OK, nett, machen wir aber eh schon, nur halt sicher. Also von daher brauchen wir nicht, Aber die Idee ist gut. Also hat er gut verkauft und guter Schritt. Der Junge ist frisch jetzt, aber für uns kein Use Case. Das fand ich sehr cool eigentlich als Rückmeldung.
[00:04:08] Speaker A: Benutzt denn einer von euch beiden noch openclaw?
[00:04:14] Speaker B: Ich bin bei diesem Hermes gelandet. Openclaw habe ich komplett ausgelassen, wobei es sieht doch sehr abgeleitet aus.
Sieht aus wie so ein Folgeprojekt, oder?
[00:04:26] Speaker A: Ja, mein Fazit wäre auch gewesen. Jetzt frage ich euch mal grundsätzlich, bevor ich jetzt irgendwie aushole, wie weit müssen wir denn dem Zuschauer jetzt noch mal wieder klar machen, was denn Agenten überhaupt sind? Ich meine, wir haben das in dem Vortrag letzte Woche gemacht. Ich würde da jetzt eine ganz kurze Zusammenfassung vielleicht draus machen.
Openclaw Ende des letzten Jahres, im November wurde das, glaube ich, entwickelt von einem einfachen, einfaches Gut von einem einzelnen Entwickler im Grunde, wenn man das runterbricht, ein Programm, was in deinem Auftrag mit einem LLM Kommunikation und dann ganz viel selber machen kann, also Computer bedienen und hast du nicht gesehen. Und deswegen auch im Februar dann unsere Warnung. Vorsicht Leute, das ist durchaus ein bisschen unsicher zeitweise. Inzwischen gibt es da viel mehr. Es gibt unter anderem auch Claude Cowork und OpenAI Codex. Das sind Programme, die ich auch schon agentisch nennen würde. Aber wenn wir von sowas wie openclaw weiter sprechen, sind wir, das meinte Chris gerade, bei einem Hermes Agent, den ich inzwischen auch benutze, der ehrlicherweise sehr stark auf Open Claw oder der Idee aufbaut und dann aber das, was openclaw lernen kann, was man seinem Agenten beibringen kann durch Skills oder durch irgendwelche Add ons zu einem guten Teil schon drin hat. So würde ich das jetzt mal definieren. Also Hermes wirbt vor allem auch damit, dass das ein Agent ist, der automatisch schon lernt und ein sehr zuverlässiges Wissen hat, so ein ein Wissensmanagement, was man eben einem Open Claw über die Zeit alles beibringen kann, oder? Passt.
[00:06:05] Speaker B: Ja, passt, ist gut. Also was ich schön fand war, dass man bei denen, wenn man bei denen auf der Seite ist, kann man, wenn man einfach mal ausprobieren möchte, kann man mit wirklich minimalem Aufwand sich einfach so ein Ding mal konfigurieren und anfangen zu benutzen.
Das ist jetzt keine Besonderheit von diesem Hermes Agenten, sondern das haben einfach die Typen, die den bereitstellen, einfach gut gemacht.
Da gehst du halt auf die Seite, registrierst dich, entweder du machst Bezahlung per Nutzung oder du machst so ein kleines Monatsabo irgendwie von 20 Dollar oder sowas und dann kannst du da loslegen. Und das hat für mich so ein bisschen auch so das taktische Problem gelöst, dass ich mir nicht auf meinen Rechner lokal irgendwie wirklich einen Agenten draufsetze wollte und dem dann da irgendwie groß Zugriffsrechte geben wollte, weil ich da einfach zu sehen zu wenig nachvollziehen kann, was da in dem Ding passiert. Und wenn du aber jetzt da hingehst und bei denen in der Cloud quasi dir einen Agenten hinlegst, dann läuft er erst mal für sich alleine da oben rum und der kann zwar immer noch alles kaputt machen, das Pentagon angreifen und ohne Ende Geld verbrennen und was immer er so vorhaben könnte, aber wenigstens seine
[00:07:20] Speaker A: alten Urlaubsfotos dann nicht weg.
[00:07:21] Speaker B: Richtig, ganz genau. Wenigstens bleiben meine Urlaubsfotos da, wo sie sind und der liest auch nicht meine E Mails, wenn ich das nicht unbedingt möcht. Und das fand ich ganz angenehm.
[00:07:29] Speaker A: Ja, das ist nämlich ein ganz wichtiger Punkt. Auch etwas, was sich im Vergleich zu Februar sehr stark entwickelt hat, Eben diese All in one Lösungen, diese Plattformanbieter, die einem das abnehmen. Also ich habe am Anfang davon erzählt, dass das Ding irgendwie auf einem alten, ausrangierten Laptop rumlief. Es gab Gerüchte oder Geschichten, dass die Mac Mini Computer ausverkauft waren, weil sich jeder so ein Gerät kaufen wollte. Inzwischen geht Man zu Anbietern, Cloud Anbietern und kann den OneMaker Click Open Claw oder One Click Hermes Service buchen und hat dann so ein Ding aufgesetzt, wird dann noch durchgeleitet, wie man sein WhatsApp damit verbindet und schon hat man seinen besten Freund in der Hosentasche und kann mit dem Schabernack anstellen. Es ist inzwischen wirklich relativ einfach und insofern jeder, der da Interesse dran hat, kommt da relativ gut und vor allem sicher dran.
Interessiert mich jetzt aber gerade noch mal von dir, Freddy, weil, also muss ich jetzt auch dazu sagen, du hast eigentlich gar nicht so viel mit Programmieren und Coden zu tun gehabt, bevor die ganze KI Welle kam. Und inzwischen hast du eben auch dein Setup. Wie hast du das aufgebaut und wie kamst du dazu, das so zu machen, wie du das jetzt betreibst?
[00:08:42] Speaker C: Also ich hab irgendwann mal nach der Schule schon so ein bisschen mich damit beschäftigt, weil ich damals die Idee, vielleicht auch Vision kann man es nennen, hatte, dass ich irgendwann, wenn ich programmieren kann, weil ich hatte das Gefühl, so mit meinem ersten C, mit dem ich eigentlich nur gespielt habe, habe und nicht programmiert habe, dass das aber irgendwie ein Thema der Zukunft sein könnte und dachte, irgendwann sitze ich auf einer Insel, programmiere was und schicke das Programm rüber, auf dem gleichen Weg kommt das Geld.
Damals waren es noch Modem Zeiten, die Geräusche kennt ihr noch, heute ist das tatsächlich umsetzbar. Aber in der Berufsschulklasse, in der ich mich befunden habe, waren einfach so gute Leute, die haben mich so ausgezogen. Ich habe gemerkt, OK, nicht mein Ding. Also ich kann das verkaufen, ja, vielleicht, aber komplett programmieren war halt dann doch nicht. Da habe ich, glaube ich, sehr viel über die Grundzüge von Architektur, von Software und halt auch so ein bisschen die interne Sprache verstanden, wie auch ITler miteinander kommunizieren. Das war glaube ich grundlegend wichtig, um jetzt auch den Zugang zu bekommen.
Und im letzten Jahr war es im letzten Jahr, doch genau im letzten Jahr, Ende des letzten Jahres oder vorletzten Jahres sogar schon, habe ich mich einfach aktiv entschieden, dann das ganze noch mal mit dem Studium zu belegen, habe dann ein Semester studiert und habe mich dem ganzen Thema halt intensiv angenommen und dann halt auch wirklich einfach probiert.
Ich dachte auch ich mache das schön auf meinem Laptop zu Hause, habe dann damit angefangen und habe relativ schnell nach paar Minuten gemerkt, so zack, Arbeitsspeicher voll, keine Chance, Ding, Blackscreen, Ende aus. So und dann war der Step so, okay, jetzt muss ich irgendwie meine Prüfung machen. Was habe ich für Optionen? Einmal ganz kurz auf dem Handy damals noch mit ChatGPT mich auseinandergesetzt und gefragt, was für Optionen habe ich halt muss ich jetzt irgendwie einen anderen Arbeitsspeicher, einen Laptop einbauen? Ich habe keine Ahnung, wo das Ding aufschraubt, geht den Garantieflöten, I don't know, lass das mal sein, das ist eh zu teuer, bringt nichts, wir mieten uns einen Server an. Ja alles klar, cool, Wo sagt er da und da ich aber Hinweis DSGVO konform sagte, ah okay, da sind meine Vorschläge schon mal dahin, dann bleibt nur das und das. Und dann habe ich mir halt meinen ersten Server in Deutschland in der Cloud zugelegt und habe darauf dann direkt auch Cloud installiert. Meine Agenten laufen darüber, darüber läuft alles, hab mittlerweile zwei weitere Server und die verbinde ich halt alle über die Terminals und arbeit dann entsprechend da, wo ich meine Themen habe, muss ständig verschieben, weil ich natürlich schon versuche zu bootstrappen. Also ich versuche überall so wenig Geld wie möglich auszugeben und ganz viel halt self zu hosten, um halt wirklich Open Source Lösungen einzubinden und auch Ideen, die da draußen funktionieren auch einfach selbst umzusetzen, um es halt einfach auch darüber zu lernen. Und das beschäftigt mich tagtäglich und begeistert mich weiterhin so dass ich halt echt zu wenig schlafe praktisch.
[00:11:27] Speaker A: Da ist ganz viel Begeisterung drin und gleichzeitig auch noch zwei Punkte, auf die ich ein bisschen später noch eingehen will. Das eine ist ist wie uns nämlich die Dinger das Geld klauen, die Kosten und das andere ist auch so ein bisschen wie uns die Dinger die Zeit klauen, Aber lass uns erst noch beim Positiven bleiben, weil ich auch noch unbedingt einen Mega Use Case für Agenten vorstellen will, den der christlich nämlich gebaut hat. Also Chris war das hast du ja erzählt, ganz lange nicht so begeistert von den Agenten. Und dann hat er dich begeistert, nämlich mit was?
[00:11:58] Speaker B: Der Agent hat das Problem aller Probleme gelöst. Und wie ich mittlerweile erfahren habe, ist meine Familie nicht die einzige, die unter diese Problem gelitten hat, nämlich die schauderhafte, grauenhafte Frage Schatz, was wollen wir denn nächste Woche essen, kochen und einkaufen?
Ich kaufe gerne ein, ich koche auch gerne, aber es nervt mir Rezepte, mir Rezepte zu überlegen und mir dann Einkaufslisten zu schreiben und dann Wocheneinkäufe zu machen. Und am Ende sind sie doch wieder alle unzufrieden. Und nachdem ich verstanden habe, dass man am besten Agenten baut, indem man ihnen kleine spezifische Probleme gibt und nicht die Agenten versuchen lässt, das Leben als solches zu organisieren, habe ich gedacht, als wir da wieder samstags morgens saßen und über das Mittagessen der kommenden Woche gesprochen haben, zu Hause habe ich Ich habe da jetzt keine Lust mehr drauf. Das muss jetzt wirklich mir jemand überlegen und und ich hatte natürlich vorher immer schon mir meine Überlegung mit ChatGPT gemacht, aber halt immer dann machst du deine, machst du deine Rezeptideen und dann machst du eine Einkaufsliste, draußen rennst du los und so, alles doof. Und jetzt ist es so, der Agent, der heißt übrigens Lotti. Lotti schickt mir freitags abends immer eine Nachricht in eine Telegram Gruppe, in der auch alle meine Familienmitglieder drin sind und da steht so nächste Woche wollen wir diese Gerichte essen. Das geht dann von Freitag bis Freitag immer, Sorry, von Samstag bis Freitag immer. Und Lotti weiß, was wir gerne essen, was wir mögen.
Lotti weiß auch genau, an welchen Tagen wer wie zu Hause ist, sprich wann Mittagessen da sein muss, wann es eher ein Abendessen werden muss und an welchen Tagen wer noch welches Essen mit auf die Arbeit nehmen muss und so weiter. Das ist ja schnell erklärt in so einem Chat. Dann merkt die Lotti sich das schön und dann schickt die jedenfalls freitags immer Vorschläge in die Gruppe und darüber kann man dann diskutieren und oh, Ne, ich mag aber keine, was auch immer und ich möchte aber lieber anders oder bitte mal kein Fleisch oder mehr Fleisch oder irgendwas.
Und wenn wir dann fertig sind, dann sage ich irgendwann, okay, dann machen wir mal die Einkaufsliste fertig.
Ganz wundervoll, dann machst du mir deine Einkaufsliste, die kann ich mir dann wahlweise sortieren lassen nach der, also über alle Gerichte kann ich mir dann sortieren lassen nach der Reihenfolge im Supermarkt, damit ich möglichst wenig hin und her rennen muss, kann das schön abhaken, läuft alles über Telegram, also einfach nur in einem kleinen Chat mit Checklisten. Und wenn ich da raus bin, dann mache ich noch schnell ein Foto vom Kassenbon, dann scannt er den noch eben ein, tut mir so eine Art Abrechnungsbuch und erzählt mir dann im Laufe der Zeit, wie viel Geld ich für Lebensmitteleinkäufe so ausgegeben habe. Und dann kann ich auch, sag mal, hat sich jetzt der Butterpreis eigentlich im Laufe der Zeit verändert oder nicht? Oder hatte ich jetzt letztens Gin gekauft oder nicht?
Und das kann mir die liebe Lotti immer sofort beantworten alles.
Und das finde ich sehr angenehm. Und stopp 1 morgens immer um, sagt mir übrigens nicht vergessen, heute ist Gericht XY dran und ich weiß, dass du mittags nicht viel Zeit hast, aber du kannst morgens schon vorbereiten, heute musst du Kartoffeln schälen, Paprika schneiden und was weiß ich, das Schnitzel auftauen, so dass du heute Mittag dann schon nur noch das minimale Zusammenbrutzeln und Kochen machen musst.
Klingt total öde, ist aber mega und ist ein richtig schöner agentischer Case, Bringt alles mit, was ein Agent so macht und hilft tatsächlich enorm.
[00:15:46] Speaker A: Es ist total faszinierend, weil ich überhaupt kein bisschen auf die Idee komme, so was Agentisches irgendwie im Privatleben einzusetzen und ich jetzt gerade einfach begeistert von deiner Begeisterung bin. Also ich versuche ja irgendwie da irgendwie alles, alles Business und beruflich und so zu machen, aber das machst du gar nicht. Also du bist im Grunde, naja, du bist auch in einer größeren Firma angestellt, da ist das gar nicht so leicht, da irgendwie mit den Daten irgendwie in Agenten reinzustopfen.
[00:16:15] Speaker B: Ja, wir bauen, wir bauen, also ich baue auf der Arbeit natürlich auch Agenten dann halt für oder sowas, aber dann halt strikt im Kontext jetzt der Firma und das ist dann immer ein anderes Level. Da sind dann was weiß ich wie viele Abteilungen involviert und da kann man auch nicht mal eben schnell irgendwas zusammenzimmern.
Aber ich finde das Potenzial für zu Hause ist ja riesig. Also ich habe jetzt mit Gregor gesprochen über den Fitnessbot, der uns dann halt quasi beim fit werden oder fitter werden coacht.
Ich habe jetzt angefangen mir einzubauen, habe ich aber noch nicht eingeschaltet.
Ihr merkt, es geht ein bisschen um meine Bikinifigur, die so leicht in Mitleidenschaft gezogen wurde und man kleinen Fresh ab braucht. Ich habe mir einen einen Agenten angefangen zu bauen, der mir quasi meine meine Kalorien nachhält, sage ich jetzt mal. Und das große Problem beim Kalorien nachhalten, wenn man dauernd geschäftlich unterwegs ist, ist ja was weiß ich wie viel Kalorien da jetzt das Kantinenessen XY hat oder das Brötchen vom was weiß ich Markt oder sowas. Das Problem kann aber ein Agent ganz wundervoll lösen, weil du gibst ihm ein Foto und dann erkennt er extrem genau, was da gerade auf deinem Teller liegt und wie viel und der mach dir dann auch eine schöne Kalorienabrechnung und speichert die dann natürlich weg und der wird ganz hervorragend mit meinem Sportagenten zusammenarbeiten, der mir Alter, die Bratwurst, die zweite, die du dir gestern gegönnt hast, die zwingt dich heute noch mal eine Runde extra zu schwimmen.
[00:17:51] Speaker A: Benutzt du das privat? Also baust du dir private Helferlein, Freddy
[00:18:00] Speaker C: eigentlich ein klares Ja, denn alles was ich versuche nachher zu monetarisieren, probiere ich immer bei mir halt aus und ich bin gerade an einem Projekt dran, das versuche ich natürlich auch so günstig wie möglich darzustellen und ich komme halt immer mehr an diese Schwelle, dass ich von der CPU zu einer GPU rüber muss, dass ich einfach mehr Rechenleistung brauche. Aber ich splitte soweit es geht. Ich verschiebe auf anderen Server, dass ich da mehr Datenlast habe, dass ich da mehr Arbeitsspeicher nutze.
Da geht es gerade für mich darum, dass ich einfach die Chance habe, dass wenn mich jemand anruft auf dem Handy, weil ich habe ein iPhone und die verhindern eigentlich, dass man darüber jemanden parallel laufen lassen kann Und ich versuche gerade etwas zu entwickeln, was einmal einen dritten Teilnehmer hinzufügt per se dann die Abfrage ist es okay, dass wir dieses Gespräch aufzeichnen, dann eine Transkription dieses Gespräches erstellen lassen und nachher automatisch daraus Aufgaben, Termine etc. Pp. Ableiten für beide Teilnehmer natürlich, dass ich einfach dann ja nichts mehr vergesse, dass ich halt auch tatsächlich die Telefonate produktiv führe.
Das gibt es von amerikanischen Anbietern, aber von europäischen habe ich es in der Form noch nicht gesehen. Und von daher dachte Ja, probierst du halt mal und mal gucken, ob das dann Tool wird, was ich dann halt auch irgendwann an den Markt bringen kann. Das ist ja immer so der nächste Step, der dann aus so Privathemen halt entsteht.
Ja,
[00:19:26] Speaker A: Das ist ja das Versprechen von den, also beziehungsweise von diesem ganzen AI Hype, dass man jetzt mit ein bisschen Kreativität und einfach Pioniergeist und einer guten Idee, jetzt mal ganz drastisch gesagt, Computer neu denken kann und damit irgendwie vielleicht wirklich was bauen kann. Aber andersrum, das, was du beschrieben hast, Chris, Ist es nicht Apple Intelligence in einem halben Jahr? Ist es nicht genau das? Also der private Anwender wird ja nicht einfach den Apple Bot oder den Googlebot benutzen.
Lohnt sich das für uns überhaupt so was zu bauen, wenn die großen E dann mitkommen?
[00:19:58] Speaker B: Ja, das ist genau meine große Sorge, dass jetzt hier irgendeiner von den Großen daherkommt und uns einfach alle in ihr Ökosystem einsaugt.
Und ich würde ganz dringend raten, das auszuprobieren. Das war auch so einer der Punkte, der sich bei mir in den letzten fünf, sechs Monaten seit der letzten Folge zum Thema wirklich geändert hat. Ich glaube, dass es absolut wichtig ist, dass wir uns alle genauso mit Agenten jetzt beschäftigen, wie wir uns vor zwei Jahren oder wann auch immer wir damit angefangen haben, uns mit Prompten beschäftigt haben. Für mich ist Agenten bauen heute ungefähr das Gleiche wie zu Beginn der ganzen Geschichte Prompten, das war ja auch neu so huch, was ist denn das? Jetzt muss ich ihm sagen, du bist jetzt ein Coach und du musst jetzt dies und das sagen und machen und so. Mittlerweile haben wir uns alle völlig daran gewöhnt oder die Systeme sind zu klug geworden, dass man eigentlich jetzt wirklich einfach loslabern kann und der versteht trotzdem, was wir eigentlich erreichen wollen. Aber diese Lernkurve, die ist essentiell für das Verstehen von den Systemen.
Und ich bin im Moment ein bisschen geflasht von der Geschwindigkeit, in der jetzt die kommerziellen Anbieter sozusagen zurückschlagen in Anführungszeichen. Also diese Welt von Cowork, von Antropic Codex bei OpenAI, alle bauen sich da Agenten und die Grenze zwischen Chatten und Agenten lokal und in der Cloud, ich muss ehrlich zugeben, die ist für mich zumindest echt unübersichtlich geworden. Zum Teil blicke ich so, sagen wir, an der Oberfläche gar nicht genau durch, worauf ich mich da jetzt eigentlich einlasse. Und ich merke einfach nur, dass die Anbieter halt jetzt mit aller Gewalt versuchen, uns dazu zu kriegen, dass wir unsere agentischen Szenarien, dass wir die halt bei denen bauen. Und das kann ich nicht verurteilen, weil die wollen natürlich Geld machen. Die müssen ja auch Geld machen und wollen alle ganz doll an die Börse. Aber de facto heißt ja, wenn ich mir einen Agenten baue, das Wort ist eigentlich nicht schön, das klingt immer so nach James Bond und damit hat es ja gar nichts zu tun. Es geht ja de facto darum, dass wir Tätigkeiten, die wir eigentlich selber machen müssten, delegieren wollen an eine Art digitalen Assistenten, der mehr oder weniger klug und mehr oder weniger autonom ist.
Und wenn man da jetzt so drüber nachdenkt, dann finde ich, macht das auch sofort klar, dass wenn du dir einen Agenten zulegst oder einen Assistenten, sage ich jetzt mal, dann begibst du dich im Prinzip in eine gewisse Abhängigkeit davon von deinem Assistenten. Wenn du dich da doll dran gewöhnst und dann der Agent auf einmal sorry, der Assistent auf einmal weg ist, dann hast du das Problem, dass du auf einmal dich nicht nur selber um das Zeug kümmern muss, sondern vielleicht hast du dich ja auch, hast du gar nicht die Kompetenz, bestimmte Aufgaben zu lösen und stehst dann auf einmal ohne da. Das ist jetzt bei meinem Kochbot wurscht und auch bei meinem Kalorienzähler und bei dem, was weiß ich, Sportcoach oder den Termin Findeagenten, den ich dann als nächstes baue oder sowas.
Aber das wird ja ganz schnell in unseren Alltag reingehen. Also bei uns auf der Arbeit ist es tatsächlich so, dass da über diese Tools immer mehr agentische Perspektive auch eingefordert wird. Und da ist die An welchem System hängst du denn dran? Die ist meiner Meinung nach entscheidend. Und deshalb, sorry, das war jetzt ein bisschen ausführlich, aber deshalb ist es meiner Meinung nach total wichtig, dass man selber ein Gefühl dafür bekommt, wie funktioniert eigentlich so ein Agent, welche Grenzen gibt es auch da, weil es ist noch unübersichtlicher zu verstehen, was ist jetzt echt, was ist halluziniert, hat er es jetzt wirklich gemacht, hat er jetzt wirklich Kinotickets gekauft oder hat er nur gesagt, dass er sie gekauft hat?
Also was das sieht alles an der Oberfläche ganz toll aus und es ist unbedingt wichtig, dass wir alle verstehen und ein Gefühl dafür haben, was da im Hintergrund passiert, auch um bewusster entscheiden zu können, will ich das jetzt eigentlich oder nicht.
[00:24:09] Speaker A: Ja, die Chance auf der einen Seite sich unabhängiger zu machen, indem man eben eigene Prozesse, eigene, das was andere Anbieter einem geboten haben, irgendwie ersetzt, ist total cool, wenn man eben Sachen selber bauen kann, macht man sich auf der einen Seite unabhängig, auf der anderen Seite macht man sich aber total abhängig von eben genau dem Anbieter, den man braucht, um diese KI zu betreiben. Und dann sind wir jetzt schon bei den Schattenseiten. Da habe ich im Vorgespräch mit Freddy schon ganz kurz darüber gesprochen. Ich habe eine Möglichkeit gefunden, meine Kosten überhaupt erstmal im Griff zu halten. Also zum einen bin ich jetzt auch nicht der, der ultra viel Code da irgendwie durchjagt, sondern bei mir ist es wirklich mehr so Wissens Wissens teilen und Wissensspeichern und Wissens organisieren. Da komme ich relativ gut mit hin und es gibt eben die Möglichkeit, den 20 Dollar oder den 200 Dollar Chat GPT Account anzubinden und dadurch hat man Kostenmöglichkeit.
Geht aber auch fast nur mit dem, denn unter anderem haben wir darüber geredet, wenn du jetzt Claude benutzt benutzen möchtest, Fable oder Mythos, kannst du das offiziell nur über die API und dann kostet es und dann kostet es richtig viel, oder
[00:25:26] Speaker B: Da habe ich auch geschmunzelt und ordentlich gedacht, weil du ja in der letzten Folge gesagt hast und schwupps über Nacht waren schnell 50 Dollar weg.
Ich war also sensibilisiert, als ich mich hier ans Agenten bauen machte und es war auch nicht so schlimm. Es waren dann irgendwie 20 Dollar, 30 Dollar und dann nochmal 20 Dollar. Und dann habe ich auch das gemacht, was du jetzt gerade gesagt hast, nämlich das ist jetzt quasi sozusagen flat über ChatGPT die Kosten Route. Seitdem hat es sich stabilisiert bzw.
Ist kein zusätzlicher Kostenfaktor mehr.
Aber da ist mir am ersten Abend ist mir Genau das passiert. Du baust los, der macht Code, das macht Spaß, das ist schön, du bist beeindruckt irgendwie und schwupps hatte ich die Kreditkarte schon wieder in der Hand, um Tokens nachzukaufen.
Und genau wie du sagst, wenn man das wirklich nach Nutzung rein bezahlen müsste, dann würden so Spassprojekte wie, oh, mach mir eine Einkaufsliste oder so, die würden aber schnell wieder auf Papier und beim Frühstück samstags stattfinden.
[00:26:27] Speaker A: Ja, und das ist ein, also das hatten wir auch schon mal in der Folge und das müssen wir auch noch mal aufgreifen, denn wir waren beide der Meinung, Intelligenz wird immer günstiger und wird nahezu umsonst.
Es stellt sich aber raus, wir arbeiten nicht nur mit so einem blöden LLM, was uns dann einen Text zurückgibt und vielleicht gar nicht groß nachdenkt, sondern wir brennen durch Millionen von Token und die werden dummerweise auch noch immer teurer, weil natürlich der Markt jetzt so langsam ein bisschen verteilt ist und die Leute anfangen die Preisschraube anzuziehen. Und also so ist es mit allen. Da können, die sich OpenAI nennen und Anthropic. Kann sich noch so noch so gutmenschlich dahin stellen. Die wollen alle Geld verdienen und haben jetzt festgestellt, Moment mal, diese tollen Agenten, die sorgen endlich mal Dafür, dass unsere APIs ein bisschen haben, produzieren.
Ja, also ganz so sicher sind wir da nicht mehr. Ob Intelligenz immer noch umsonst bleibt. Aber das ist vielleicht was für eine nächste Folge, wo ich gerne zu einlade.
Ich weiß, Freddy, du hast auch ordentlich Geld verbrannt immer, weil bei dir läuft halt auch viel, sehr, sehr viel.
[00:27:35] Speaker C: Ja, verbrannt kann man nicht sagen, weil das war immer mein größter Fokus. Wie bekomme ich es möglich kostenfrei hin, was irgendwie geht, Also Bootstrappen von Anbeginn. Ja, natürlich habe ich investiert und ich habe auch eigentlich immer die fast größten Abos gewählt, aber für mich war halt auch klar, Abo muss halt auch Abo sein und dann darüber hinaus dürfen keine weiteren Kosten entstehen. Ich muss es halt selber handeln können, weil wenn ich irgendwelche Skripte entwickle oder irgendwelche Agenten, die über meine eigene Cockpit Struktur laufen und halt immer schön noch zusätzlich API Kosten verursachen und in der Menge, die ich halt dann baue, dann ist das nicht mehr darstellbar. Da kriege ich am Ende des Monats wahrscheinlich dann Herzinfarkt, weil auf einmal keine Ahnung wie viel Geld weg ist. Von daher war halt mein Antrieb zu sagen, okay, wo brauche ich wirklich diese Intelligenz und wo kann ich halt über lokale Modelle, die halt einfach nicht so, nicht so intelligent sind, die einfach leichtere Aufgaben übernehmen können, halt einfach schauen, dass ich dem Ganzen zuarbeite, dass ich halt nur tatsächlich diesen Intelligenzfaktor halt abverlange. Und das ist so das, was ich jeden Tag aufs Neue halt immer wieder prüfe und neu durchgehe und mit verschiedensten Konstellationen halt auch mache und immer wieder teste, sodass ich wirklich mit dann mittlerweile eigentlich hauptsächlich, hauptsächlich meinem Antropic Max Pro Abo 20 für 200 Roundabout, glaube ich, im Monat ganz gut hinkomme, manchmal nur fünf Tage die Woche, bis das Nutzen durch ist, Manchmal sind es Dann auch mal 7, wenn ich mal dann 3 Tage nicht dabei war oder halt Fable 5 ausprobieren, da war ich anderthalb Tagen durch. Und unterm Strich Preis Leistung für mich nicht stimmig, denn wenn man die Sachen halt in eine Richtung lenkt, dann kann man sehr tokenbewusst arbeiten. Es gibt da tatsächlich sehr sehr viele Hebel, ihn auch nicht ausbrechen zu lassen, wo er einfach Loops dreht ohne Ende und sich verliert nachher, was du nicht mehr im Griff hast. Du musst halt immer dein Kontextfenster aus meiner Sicht sehr stark im Griff halten.
Man kann das sich anzeigen lassen, bei wie viel Prozent sich das befindet und viele denken immer, ja, wenn ich kurz vor 100 Prozent aufhöre, dann ist gut, aber der fängt Halt schon bei 25 bis 50 Prozen an zu vergessen. Das heißt, du musst eigentlich schon, bevor wir am Ende des Kontextfensters schon abbrechen, neues Fenster öffnen. Und das ist aktuell manuell noch eine Herausforderung. Da versuche ich natürlich drumherum zu frickeln und zu gucken, wie man das überbrücken kann, dass er selber irgendwann die Fenster wechselt etc.
Um halt aus diesen Kontext Windows das Maximale rauszuziehen, die maximale Leistungsfähigkeit dann zum Preis Leistungs Verhältnis. Und dann habe ich halt gesagt, okay, ich bin zu sehr auf einem, gerade als es Dann hieß Fable 5, nach drei Tagen halt tot, habe ich gedacht, okay, das darf mir nie wieder passieren. Theoretisch baue ich alles drauf auf, also muss ich viel, viel breiter mich aufstellen, habe dann ein Open Eye Abo dann noch gemacht, mir Codex dazu genommen und habe darüber dann halt auch mal die Gegeneinander Challenge lassen, sodass halt dann Gemini mit reinkam, dann halt anthropic und halt OpenAI und die Ergebnisse daraus, wo ich überall gar nicht die größten Modelle brauchte bzw. Die größten Abos.
Das war ein mega Ergebnis. Also die waren mit Sicherheit in alle Ergebnissen gefühlt 25 bis 30 Prozent besser die Ergebnisse, weil sie sich gegenseitig halt mit ihren Stärken halt gegenseitig ausgekartet haben und dann halt auch viel Kopf und Kosten effizienter. Also das ist das, was ich tagtäglich weitermache, um einfach zu gucken, so wenig Tokens für die maximale Qualität halt rauszuholen und so viel natürlich wie möglich lokal, also oder Abhängigkeit.
[00:31:19] Speaker A: Ja, das ist was, wo sich noch viel, glaube ich, tun muss, gerade in der also welches Modell übernimmt welche Idee und das Routing dahin. Ich glaube, das ist auch was, was wir in den nächsten Wochen und Monaten sehr viel sehen werden, weil gerade dieses Kostenthema, glaube ich, total relevant ist. Was ist für dich das beste Modell im Moment, was man nehmen sollte, wenn man mit Agenten arbeiten will?
[00:31:41] Speaker C: Also grundsätzlich ist da noch mal zu sagen, was ist denn der Anwendungsfall? Also ich versuche ja per se alles DSGVO konform hinzustellen und das heißt ja schon, dass ich nicht einfach alles irgendwo reinschmeissen kann, ob es ein Tropic, OpenAI oder wer auch immer ist.
Bis gestern habe ich halt Mistral noch dazwischen geschaltet als europäischen Anbieter, aber das hat sich jetzt auch gerade erledigt, Jetzt sind die mit Microsoft verheiratet, dementsprechend geht es auch in die Staaten. Also ich möchte halt, dass meine Daten oder die Daten, Daten vielleicht auch der potenziellen Kunden, die ich habe oder der Kunden, die ich habe, halt einfach in Deutschland auch bleiben. Dementsprechend muss ich sowieso vorarbeiten, muss über lokale Modelle halt anonymisieren. Das Ganze habe ich dann bisher durch Misstrauen aber gegenprüfen lassen, ob wirklich alle Daten anonymisiert sind, bevor es dann halt irgendwie zu einem amerikanischen Dienst gegangen ist. Also das ist für mich so das Grundlagenthema überhaupt, Was will ich verarbeiten, was darf ich verarbeiten?
Und dann schließt sich tatsächlich an, was für eine Aufgabe ist es. Also nicht immer ist aus meiner Sicht der Agent die richtige Lösung. Manchmal ist es ein simpler Workflow, manchmal kann der Mensch Sachen auch einfach besser als es die Technik kann oder kosteneffizienter, sagen wir mal. Also ich glaube, das ist tatsächlich immer eine Frage des Prozesses und des Ergebnisses, was man ansteuern möchte.
[00:33:02] Speaker A: Ja, worauf ich eigentlich hinaus wollte, war tatsächlich so ein bisschen ein Kritikpunkt von mir.
Egal welches Modell ich finde das Versprechen, was so Agenten, gerade über Social Media könnte ich mich ja schon wieder aufregen, aber das Versprechen, was einem so entgegengebracht wird, ich habe über Nacht meine Firma gebaut oder der macht mir jetzt im Monat so und so viel oder mein ganzer YouTube Kanal läuft mit Agent.
Da sind wir noch nicht, also sind wir noch lange nicht. Und egal welches Modell man benutzt, ich finde da ist noch sehr, sehr viel Luft nach oben. Und das ist jetzt kommt nämlich mein Kritikpunkt.
Diese Dinger fressen nicht nur leer Geld, sondern auch extrem viel leer Zeit. Also ich habe mich da wirklich drin verloren. Ich war da in so einem Tunnel drin, habe gedacht, boah, das könnte ich jetzt alles bauen. Also ich habe zum einen das Ding zweimal neu komplett flach flach gemacht und neu gemacht, weil es, weil ich einfach so lange daran rumgepanscht habe, bis ich nicht das Gefühl hatte, dass es das ist richtig ist. Ich vertraue dem Ganzen auch immer noch nicht so ganz 100 pro und vor allem habe ich einfach wirklich sehr, sehr viel Zeit da rein verschwendet und auch immer wieder gedacht, ach jetzt kann der mir diese Aufgabe abnehmen und am Ende sitze ich da, merke der konnte sie nicht, dann kann ich sie persönlich noch mal neu machen und ihm beibringen, wie man es machen muss.
Seht ihr das auch so? Habt ihr das auch so wahrgenommen, dass diese Dinger ordentlich Zeit fressen?
Also glorifizierte Tamagotchis habe ich es mal genannt.
[00:34:22] Speaker B: Das ist schön, ja, ich habe mich so ein bisschen von so größeren, komplexen Aufgabenstellungen habe ich mich ferngehalten bis jetzt, also was das angeht. Von daher, es geht viel Zeit dabei drauf, weil es Spaß macht irgendwie.
Habe dann letztens angefangen Fotos an den Agenten zu schicken, obwohl ich wusste, dass ein Agent dem das alles scheißegal ist. Und trotzdem fand ich es total nett, wie dann der Agent auf meine Fotos reagiert hat und mir dann noch irgendwas zu gesagt hat.
Also es macht auf jeden Fall viel, viel, viel mehr Spaß, als man sonst früher klassisch Software hätte gebaut oder sowas. Und da geht schon viel Zeit drauf keine Frage,
[00:35:03] Speaker A: Zeit, die man gerne eben monetarisiert hätte in irgendeiner Form.
Siehst du das alles als Investment? Also das Vertrauen ist da, dass du damit tatsächlich wirklich bald auf festen Füßen stehst mit all der Zeit und Energie, die du jetzt da reinsteckst.
[00:35:18] Speaker C: Ja, also es laufen ja schon Projekte, es kommt auch Geld rein, es könnte natürlich mehr sein. Und natürlich betrachte ich alles, was da draußen passiert weltweit. Und natürlich sehe ich auch die Versprecher von du musst nur das tun und dann läuft halt die Kasse über, gucke ich mir alles sehr, sehr genau an, weil vielleicht ist ja auch mal jemand dabei, der wirklich recht hat. Aber faktisch ist, dass natürlich brutal viel Marketing darin steckt. Die haben alle ihre eigenen Channels, wo die halt dann noch mal Schulungsvideos und so was verkaufen, wo sie dich versuchen zu locken mit klassisch easy, ist einem auch vorher klar. Trotzdem hofft man ja so ein bisschen auf diese Goldgräberstimmung, dass man vielleicht doch irgendwie in einem Punkt landet, wie es halt auch bei openclaw ja gewesen ist. Der hat ja auch als Solo Entrepreneur so ein Ding gebaut und auf einmal ist er halt, ich weiß gar nicht, was er im Jahr verdient, eine Million, glaube ich, bei OpenAI angestellt worden.
Das passiert halt nicht vielen, aber dieses eine Ding könnte ja reichen, aber dafür braucht man natürlich eine gewisse Sichtbarkeit und von daher machen es viele vielleicht dann richtig.
Ich hatte oder habe immer noch das Gefühl und das halt Woche für Woche, du kannst halt eigentlich, so wie es gar Media halt präsentiert, innerhalb kürzester Zeit ein mega geiles Video Video machen. So und das fixt mich leider Gottes an, weil ich habe null Ahnung von Videoproduktion. Ich finde es aber total cool bewegtes Bild, weil es so viel Emotionen transportiert so zwischendrin, wenn mir langweilig ist, wenn vier Fenster, sechs Fenster mir nicht reichen, die gerade parallel laufen, dann gehe ich an solche Themen dran. Und da habe ich Geld verbrannt, also richtig Geld verbrannt. Und das Ergebnis war eine Vollkatastrophe, obwohl ich alle Videocompts durch alle Agenten habe mehrfach durchlaufen lassen Und also wie ich per se schon gut fand, so ist das Ergebnis eine Katastrophe gewesen, weil ich halt auch immer die Hoffnung hatte, der Agent kann das denn auch oder die ganzen Agenten, die arbeiten zusammen und kriegen halt die verschiedenen Tools mit Schnitt und allem drum und dran. Dann und dann gibt es einfach das Ergebnis und ja, da sind wir ganz weit von weg und das ist für mich nur so ein exemplarisches Beispiel. Ich glaube das in ganz vielen Bereichen so und wenn ich mir überlege, ich hätte nicht so viele Leitplanken bei mir gebaut, dann hätte ich glaube ich schon aufgehört, weil diese ganzen Sicherheitsmechanismen, die ich für mich mittlerweile habe, die würden mich sonst irre machen, wenn das jedes Mal wieder passiert, dass er jedes Mal ja, ja, DSGVO konform ist, gar kein Problem. Aber was ist eigentlich mit dieser E Mail Adresse? Bum, bum bum, denkst du so darf da nicht rein, das kann man alles blocken.
Aber wenn das nicht da wäre, dann hätte ich wahrscheinlich schon aus Verzweiflung auf gegeben.
[00:38:03] Speaker A: Ja, gerade Video ist ja so mein Thema und da kann ich dir auch erzählen. Also alle Künstler krähen, dass sie ersetzt würden. Jeder Programmierer freut sich, dass er jetzt mehr machen kann.
Ich bin ja auch, ich warte ja darauf, dass ich mich selbst ersetze, also dass ich all das, was mir lästig ist, durch KI ersetzen kann. Ich bin ein bisschen beleidigt, dass es immer noch nicht so richtig gut funktioniert und dass ich immer noch am Ende sehr viel selbst Hand anlegen muss bis ein Video.
Aber ja, auch das wird kommen und macht es total Sinn, so als Tipp einfach in seiner Blase, in seiner Welt, in seiner Expertise zu gucken, wie kann denn KI mich schneller, stärker machen, wenn man denkt, jetzt habe ich einen Agenten irgendwo rumstehen und jetzt kann ich auf einmal alles, dann ist es nicht unbedingt die beste Herangehensweise. Ich habe auch versucht, irgendwie Dinge zu programmieren, habe gemerkt, ich habe nicht mal Ahnung, wie die Software aufgebaut ist. Also von Architektur null Ahnung und dann macht es auch gar keinen Sinn, sich da irgendwie diese ganzen Codezeilen durchzugucken, die an einem vorbeifliegen und man hat keine Ahnung, warum es nachher doch nicht funktioniert.
[00:39:10] Speaker B: Ja, wollen wir noch vielleicht dem geneigten Hörer, der geneigten Hörerin vielleicht noch irgendwie ein paar Tipps mit auf den Weg geben, was man vermeiden könnte, wenn man sich jetzt bemüßigt fühlte, vielleicht selber sich einen kleinen Assistenten zusammenzubauen, die Show Notes rein, einfach so ein paar Do's und Don'ts.
[00:39:33] Speaker A: Einen Tipp möchte ich auf jeden Fall noch loswerden, weil das haben wir am Anfang so angerissen und noch nicht ganz ausgeführt und das war auch in meinem Vortrag letzte Woche da vielleicht nicht ganz klar. Also wir reden jetzt hier von Open Clause und von Hermes Agenten. Das sind im Grunde Programme, die du auf einem eigenen Computer installiert und der hat diesen ganzen Computer da. Aber inzwischen gibt es eben Claude Cowork Und es gibt OpenAI Codecs und es gibt jetzt auch das ChatGPT Work.
Heißt das dann überhaupt noch ChatGPT Work? Egal.
Das sind im Grunde Tools und ich würde fast behaupten, das ist alles agentisch in dem Sinne. Die können nämlich auch das, Die können einen Ordner auf eurem Computer verwalten und dann könnt ihr da drin sagen, jetzt sortiere mir mal die Dokumente oder erstell mir mal ein Dokument. Ich habe letztens der Web App von ChatGPT, dem ich glaube nicht mehr in dem Work, sondern einfach in einem Chat gesagt, ich hätte gerne ein PDF mit Fotos von dies, das und jenem so und so formatiert und dann bitte zum Download bereit. Der hat im Internet die Sachen recherchiert, der hat Fotos mit seinem eingebauten GPT Image erstellt, der hat das Ding zusammengebaut, hat es einem unabhängigen Subagenten gegeben, den ich als Kritiker definiert habe und er hat ne Moment mal, da musst du noch was korrigieren. Dann hat er eine Version 2 gebaut und hat mir das als PDF zum Download Download bereitgestellt. Und das geht alles, ohne dass man vorher irgendwie groß was installiert haben muss.
Wenn ihr denkt, ich rede mit einem Chat und der gibt mir eine Antwort und dann war es das. Probiert mal aus, was ihr sonst so am Computer machen würdet und sowas mit einem dieser Programme mal umzusetzen, ob das jetzt Dateien sind, ob das ein Ordner ist, den ihr freigebt. Das ist mindestens mal ein erster Schritt ins Agentendasein, ohne dass man vorher irgendwie
[00:41:20] Speaker B: groß was bauen muss, oder Plus eins auf jeden Fall.
[00:41:29] Speaker C: Ja, definitiv. Also unfassbar viel passiert.
Aber ich glaube, da passiert halt, wie Christoph vorhin schon sagte, extrem viel, weil sie uns natürlich auch an der Leine halten wollen.
Wenn jetzt alle fähig sind, ihre eigenen Dinge zu bauen und halt sukzessive immer weiter auch in lokale Anwendungen halt rutschen, dann verlieren sie halt genau das, was sie vorhaben, unser Geld. Und dementsprechend werden die natürlich da halt auch nicht, sondern besser. Sie brauchen uns, um die Investition, die sie getätigt haben, wieder reinzuholen. Und das ist gut, weil das pusht den Markt, bietet uns Möglichkeiten, die vor einem Jahr undenkbar waren. Also wenn ich mir vorstelle, Cowork vor einem Jahr, da würde ich wahrscheinlich gar nicht das alles gemacht haben, was ich jetzt habe. Das ist schon Wahnsinn, was da geht.
Das Einzige, was man halt sagen muss, und das ist ein klarer Tipp, man muss sich im Klaren sein, welche Daten man halt einfach freigeben möchte und welche halt nicht. Wenn man sich darüber klar ist und welcher Ordner welche Daten enthält, dann viel Spaß damit, viel Freude damit entwickelt, probiert.
Das ist da völlig okay. Ich glaube nur, dass wenn man okay, ich habe eine super Idee und ich baue was, dann kommt halt noch ein zweiter Step und das ist dann Architektur. Das ist Sicherheit. Also wir haben jetzt ganz viel gelesen über Hacker und Co.
Die bekommen auch andere Möglichkeiten. Und da muss man natürlich auch bewusst sein, dass wenn man Anwendungen baut, die man irgendwie verkauft, auch dafür gerade stehen muss und auch dafür haftet. Das ist halt dann nicht mehr ganz so easy.
Das noch vielleicht dazu gesagt. Aber wenn man für sich irgendwas baut, was man für sich einsetzt, viel Erfolg, viel Spaß damit, ist ein Megathema. Also ja, ich brenne weiterhin
[00:43:12] Speaker B: und ich würde immer versuchen mit einem fangt mit einem spitzen Use Case an. Also der Reflex, den fast alle Menschen, die ich kenne, hatten, inklusive mir selber, als ich angefangen habe, irgendwas Agentisches zu bauen, war immer Der kann mich jetzt, der kümmert sich jetzt, ab jetzt ist mein Leben safe, weil der macht jetzt für mich und so weit sind die Dinger noch nicht. Also dafür fehlt ihnen der Überblick, die Nachhaltigkeit etc.
Aber wenn ihr einen schönen kleinen spitzen Use Case habt, irgendwas braucht ja nicht so was Langweiliges zu sein wie eine Einkaufsliste oder ein Kochplaner oder sowas. Jeder Mensch hat ganz sicher ganz viele Aufgaben, wo man das Ergebnis braucht, aber eigentlich keinen Bock hat, die zu machen. Und in der Sekunde, wo das irgendwie digital ist, sich wiederholt und so ein bisschen interaktiv ist, in dem Moment denkt ihr praktisch schon über einen Assistenten nach, auch wenn ihr es gar nicht wisst. Und das bietet sich an, da irgendwas Spitzes, Kleines zu machen. Genau. Keine persönlichen Daten. Also jetzt nicht direkt hier euren Kontoauszug irgendwo hinblasen, weil ihr denkt, der kann dann neue Versicherungen für euch abschließen oder irgendwie sowas, sondern mach mal eine Steuererklärung richtig, mach mal die Steuererklärung oder verhandel doch mal die Scheidungsgeschichte für mich, lieber Agent oder sowas. Nein, irgendwas harmloses, irgendwas, wenn es nicht funktioniert oder wenn es so öffentlich im Internet steht, wird es euch nicht stören. Das ist ein guter Anwendungsfall und schön spitz.
[00:44:46] Speaker A: Genau. Und vor allem, du hast es gesagt, vor allem wiederholbar.
Ich wünschte, ich könnte ihm sagen, er soll die Spülmaschine ausräumen.
[00:44:52] Speaker B: Das wäre wundervoll.
[00:44:53] Speaker A: Vor allem, jetzt kommt auch noch ganz kurz. Ich habe vor, also als das ganze mit den LLMs anfing, da will ich mich gar nicht so sehr brüsten, aber da habe ich gesagt, sammelt alle eure Daten, alles, was ihr macht, alles, was ihr denkt, schreibt es auf, speichert es irgendwo, weil irgendwann ist eins so eine KI schlau genug, nimmt das alles und kann das zusammentragen. Und an dem Punkt sind wir inzwischen so ein Second Brain, wie man das dann nennt. Also alles, was da irgendwie an Datenlose rumlag, kann das Ding sortieren, kann daraus lernen, dich kennenlernen und was dir helfen.
Und hiermit kommt meine Prognose für das nächste, für die nächsten Jahre.
Alles, was ihr am Computer macht, wirklich alles, was ihr am Computer macht, macht der Computer bei alleine.
Das ist so meine Perspektive.
Bis dahin ist es halt wirklich noch ein langer Weg. Gerade dieses, dieser Zeithorizont, also die Leistung von einem Agenten, glaube ich, misst sich zum großen Teil im Zeithorizont. Der kann jetzt Sachen machen in einer Stunde, wo er eine Stunde für braucht, der kann auch schon Sachen, wo er einen Tag für braucht, aber in Zukunft wird das eben länger und komplexer werden.
[00:46:06] Speaker B: Ja, das ist ein cooles Bild. Der Personalcomputer wird wirklich Personal und weniger Computer. Habe ich so noch nie ausformuliert gehört. Gefällt mir.
Ich glaube, dass Agenten im Prinzip Software ersetzen werden. Also was ist ein Software?
Ich mache das irgendwie, benutze irgendwas Digitales, um irgendwas zu erreichen. Das macht in Zukunft der Agenten. Dem sagst du hier, ich schreibe mir, du musst irgendwie zum Geburtstag gratuliert werden, kümmer dich drum, dass da ein schönes Geschenk kommt, dass ich weiß, was ich sage und erinnere mich dran und so. Dafür brauche ich eigentlich keinen Computer.
[00:46:42] Speaker A: Gerade die Oberflächen, die Knöpfe haben, jeder Knopf ist halt irgendwie für eine Funktion da und Du brauchst keine Knöpfe mehr, wenn du einfach sagen kannst, mach.
Und das ist eigentlich eine ganz schöne Perspektive, ehrlicherweise, weil ich mag Knöpfe nicht so gerne, digitale Knöpfe. So, haben wir genug gesabbelt, oder? Ich würde sagen, wir weisen noch einmal darauf hin, dass ihr euch gerne melden könnt mit Fragen, Anregungen oder auch Kritik an unserem Geschwafel. Podcastmki Org. Ansonsten sind wir auch nach der Sommerpause wieder mit Live Veranstaltungen in Köln am Start. Wir wollen im, ich glaube, September eine Prom Challenge machen. Da geht es wieder ums Thema Video. Da freue ich mich, da werde ich auch auf jeden Fall dabei sein. Und weiteres findet ihr alles auf GMKI org. Ansonsten sage ich ich an alle noch weiter schöne Sommerferien. Und wer uns nächste Woche wieder hören will, wir versuchen nächste Woche wieder da zu sein, oder?
Mega spannend. In diesem Sinne sage ich bis zum nächsten Mal.
[00:47:39] Speaker B: Tschö ihr, ciao, ciao.