Episode Transcript
[00:00:00] Speaker A: Mein Sohn ist gerade in die dritte Klasse gekommen und zum Schulanfang hieß es jetzt dieses Jahr wird unter anderem als Aufgabe ausgeteilt, man solle im Internet recherchieren, also dem Kind irgendwie die Internetrecherche beibringen. Und ich habe natürlich sofort gedacht, hä, wozu braucht er das denn noch? Ich gebe dem ChatGPT und gut ist.
Das im Groben soll heute unser Thema sein. Und da freue ich mich total, dass Chris hier ist und Gregor hier sind. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr Kinder im schulpflichtigen Alter?
[00:00:28] Speaker B: OK, ja, wir haben tatsächlich, wir haben schulpflichtige Kinder im selben Alter, in derselben Klasse, in derselben Schule.
[00:00:36] Speaker A: Alles klar. Welche Klasse ist das?
[00:00:38] Speaker C: Das ist die 11. Also die EF. Ich habe zwei Töchter, Zwillinge und die sind aber auf verschiedenen Schulen. Also insofern werde ich Einblick bekommen aus verschiedenen Schullandschaften, was so die IT und KI angeht.
[00:00:56] Speaker A: Ja, abgefahren. Und das ist aber auch noch mal ein Alter, wo es noch viel weitergeht als dieses wir lernen erst mal überhaupt, was man mit dem Internet macht, sondern in den höheren Klassen, gerade in der Oberstufe, glaube ich, ist das mit KI arbeiten, was da auf uns zukommt, noch mal was ganz anderes. Und Christian, du hast beides, du hast eine ältere Tochter und eine jüngere Tochter.
[00:01:18] Speaker B: Junge ist jetzt auch in die fünfte Klasse gekommen, geht jetzt auch auf die gleiche Schule. Insofern gleiche KI Experience.
[00:01:24] Speaker A: Ja, und was diese unserer Kinder in Zukunft mit KI machen, wo Wissen überall drinstecken wird, ob die überhaupt noch das Internet oder uns Eltern oder Lehrer brauchen werden, das diskutieren wir alles heute in der Folge, in der es um KI und das Klassenzimmer geht.
[00:01:40] Speaker C: Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt. Was macht das mit uns?
Finden wir es heraus, gemeinsam mit KI. Der Podcast des GMKI e.V.
[00:01:56] Speaker A: So, also hallo noch mal ihr zwei. Hallo lieber Hannes, Ihr sitzt heute zu zweit in einem Raum. Das merkt man nicht, wenn man den Podcast hört. Falls irgendjemand mal in die Verlegenheit kommt, dieses Ding irgendwie als Video zu sehen, dann wird man das vielleicht sehen, dass ihr den gleichen Hintergrund habt.
[00:02:12] Speaker B: Da ist es rausgekommen.
[00:02:12] Speaker A: Genau, genau, weil ihr euch nämlich auch einfach räumlich nah seid. Ihr habt sogar die Kinder in der gleichen Klasse, haben wir gerade gehört. Wie sieht es denn da bei euch aus? Ist da KI schon ein Thema? Also jetzt mehr als vielleicht bei meinem Sohn, wo es gerade mal darum geht, das Internet kennenzulernen, ist das jetzt eigentlich.
[00:02:28] Speaker B: Voll langweilig, weil alles, was ich erzähle, das ist ja dann die gleiche Story.
Soll ich mal anfangen oder fang mal an, Chris. Ja, also KI ist auf jeden Fall ein Thema, allerdings ein sehr zartes Pflänzchen. Also man hat jetzt eine Software gekauft, die schulweit eingesetzt werden soll, um halt den Lehrer innen die Chance zu geben, dass halt KI mit aktiv in den Unterricht eingebaut werden kann. Aber das fängt jetzt gerade erst an. Ich finde es super, dass es passiert, aber das ist jetzt neu. Und weil wir in der Schule jetzt schon ein bisschen engagiert sind oder weil wir halt Kinder schon etwas länger da haben, haben wir tatsächlich auch schon jetzt über den Verein mit der Schule für das Thema KI ein bisschen zusammengearbeitet. Das war das Geheimnis, was wir da jetzt einfach mal raus spoilern können, lieber Hannes. Und zwar haben wir da irgendwie von dem, ja glaube ich, eine Projektwoche. Da gab es eine Projektwoche, da haben wir das Thema KI, Ethik und KI mal gemacht. Da kam auch die Steffi, kam kurz vorbei und hat immer eine Einheit zum Thema Bild und Fake und so weiter gemacht.
Und jetzt vor den Sommerferien haben wir einen pädagogischen Tag, einen Vormittag lang das Kollegium an der Schule mal bespielt mit der Sichtweise auf KI und wo das Potenzial ist und wie man das machen könnte, um so ein bisschen Appetit zu wecken. Also ja, da passiert was.
Aus Elternsicht ist es nie genug, nie schnell genug.
[00:03:59] Speaker A: Ja. Wie habt ihr die Leute wahrgenommen an der Schule? Also fangen wir mal vielleicht nicht mit den Kindern, sondern erstmal mit den Lehrkräften an. Waren die offen dafür oder habt ihr da auch so ein bisschen die Angst gespürt, was denn diese KI jetzt mit so einem Lehrer machen könnte?
[00:04:12] Speaker C: Ja, ich glaube, also vielleicht letztes Jahr, als wir da waren an der Schule, ein Jahr ist ja im KI Universum eine unglaublich lange Zeit. Also das war im Frühjahr letztes Jahr, da war noch teilweise sehr großes Interesse da, aber auch Vorbehalte und Ängste haben wir gespürt bei den Lehrkräften, mit denen wir gesprochen haben.
Bei den Schülern war es ähnlich. Also heute sieht es wahrscheinlich da auch etwas anders aus, aber ich würde sagen, mehr als die Hälfte hat vor einem Jahr KI schon eingesetzt. Also das war ein Schüler der achten bis zwölften Klasse, Aber es ging wirklich eine heiße Diskussion.
Ja, super. Ich kann einfach meine Erdkundeaufgaben auf einen Klick da erledigen, bis hin zu alles abschalten, alles verbieten. Was soll der Mist? Also es war wirklich eine lebhafte, gute Diskussion und guter Einblick, weil wir auch keine Lehrkräfte sind. Also die Schülerinnen und Schüler haben offener darüber berichtet, womit sie vielleicht arbeiten oder in welcher Form sie die Sachen einsetzen.
[00:05:23] Speaker B: Jetzt bei dem pädagogischen Tag hatten wir eine kurze Umfrage zu Beginn der Session.
Auch da ging es um die Wie stark wird KI schon genutzt? Und da kann man sagen, dass die meisten Lehrer innen schon mal benutzt haben auf jeden Fall. Und auch ein guter Prozentsatz es regelmäßig nutzt für Unterrichtsvorbereitung, Arbeitsblätter und so weiter. Also ich glaube, so richtig aktiv als Element im Unterricht habe ich jetzt so nicht wahrgenommen, Aber da war bei so einem harten Kern auf jeden Fall schon großes Interesse. Also ich glaube, da passiert was.
Allerdings auf der Schülerseite dreht sich das gerade schneller, wenn du mich fragst.
[00:06:07] Speaker A: Ja, das glaube ich. Ich wollte dich vorher noch mal Wer hat das denn angeleiert? Ist das aus der Schülerschaft oder Elternschaft gekommen? Vielleicht sogar direkt von euch, dass ihr gesagt Hey, wir wollen mal bei unseren Kindern an der Schule was machen? Oder waren das Tatsäch Lehrerin oder sogar Schulleitung, die von sich aus auf die Idee gekommen sind, Hey, da wollen wir was machen?
[00:06:24] Speaker B: Die Projektwoche? Ich meine, das war so, die haben Themen gesucht und da wurde es halt so zusammengetragen. Also ich glaube, das war so ein bisschen so miteinander gemeinsam irgendwie habe ich so in Erinnerung. Ich weiß es nicht mehr.
[00:06:36] Speaker C: Also ich glaube, du hast irgendwann gesagt Mensch, an der Schule müssen wir doch mal was machen. Und dann kam der Aufruf zu der Projektwoche und da ja, so entstand das dann in einem Gespräch und bei einem Bier. Und dann kam die konkrete Projektskizze und Eingabe für die Projektwoche. Die wurde akzeptiert und dann ging es los. Da mussten wir liefern.
[00:07:00] Speaker A: Ja, genau. Und den Schülern, die genau wahrscheinlich einfach schon ein bisschen weiter waren als die Lehrerschaft und du sagtest, das Rad dreht sich ein bisschen schneller. Ich kenne das aus meinen Workshops. Dieser erste Kontakt mit KI ist ganz oft so ein Wow Effekt. Gab es den noch auf Lehrerseite, auf Schülerseite oder waren die Schüler alle schon so? Haben wir eh schon gemacht.
[00:07:19] Speaker B: Schülerseite, also Lehrerseite auf jeden Fall, aber ganz ehrlich, je nachdem wie ihr das aufzieht, kriegt man ja einen Wow Effekt bei fast jedem trotzdem noch irgendwie noch mal hin halt irgendwie. Also gerade in dem Kontext Schüler, ich weiß es nicht mehr.
[00:07:33] Speaker C: Ja, also wir haben verschiedene Sachen gemacht, wir haben viel diskutiert, wir haben Bildgenerierung gemacht und wir haben halt gemerkt, bei denen, die es noch nie benutzt haben, da war wirklich so der Wow Effekt. Und vor einem Jahr war einfach Bildgenerierung auch so in den Kinderschuhen oder noch nicht so weit, wie es heute ist.
Und da war wirklich die Hälfte der Klasse hat es noch nicht angewendet und die waren dann schon überrascht, dass man mit einem einzigen Prompt einfach ein gewünschtes Bild erzeugen kann. Was wir auch gemacht Wir haben uns mit dem Thema Bias beschäftigt, das war ganz spannend, also die ethische Komponente ausgeleuchtet.
Wir haben einfach typische Berufe prompten lassen, Bilder generieren lassen und da kam, wie es zu erwarten war, halt entsprechend die männliche oder weibliche Person, je nach Beruf, den wir haben prompten lassen, kam da raus. Und was wir noch gemacht haben, wir haben Musik generieren lassen mit einem Musiktool. Vor einem Jahr war das noch, ja noch nicht so, natürlich auch noch nicht so weit wie jetzt, aber das war wirklich auch so ein Aha Effekt, hatte ich das Gefühl. Also da waren die auch richtig heiß drauf, dann noch mehr Musikstücke zu generieren und ihre eigenen Texte da rein zu prompten und das war schon cool.
[00:08:59] Speaker A: Ja, total spannend, weil es eben auch praktische Anwendungen sind, die Jugendlichen einfach auch Spaß machen, die außerhalb der Schule auch irgendwie Interesse wecken können über das Thema Bias. Lass uns da gleich auf jeden Fall noch mal sprechen, wenn wir ein bisschen auf die Negativseiten vielleicht von KI eingehen und warum das in der Schule besonders zu beachten ist. Vorher interessiert mich, ob ihr bei dem Tag, bei der Projektwoche dann auch wirklich richtige Anwendungsfälle gesehen und gefunden habt oder mit den Kindern erarbeitet habt. Also andersrum gefragt, wie wird denn KI in Zukunft in der Schule eingesetzt?
[00:09:33] Speaker B: Also ich glaube, ich glaube, dass generell die KI in der Schule das tun wird, was sie auch in allen anderen Lebensbereichen macht, jetzt in der aktuellen Phase, nämlich für Individualisierung sorgen. Also zumindest ist das die große Chance, meiner Meinung nach im Bildungswesen, also quasi das Bottleneck Lehrer, der niemals die Zeit haben wird, jetzt für seine 30 Schülerinnen und Schüler individuell Arbeitsblätter zu machen oder von jedem den Aufsatz zu lesen oder nochmal eine Follow up Aufgabe individuell zu machen nach einer vielleicht verkackten Klausur.
Da bietet jetzt KI auf jeden Fall die Chance, das individualisiert zu machen.
[00:10:19] Speaker C: Ja, und den Stoff sich vielleicht auch noch mal auf andere Art und Weise in Ruhe erklären lassen zu können, also von der KI in Chatform. Das kann der Lehrer natürlich gar nicht leisten. Also so drauf einzugehen und jedes Kind hat ja die Möglichkeit, jeder Schüler hat die Möglichkeit, im Dialog zu Hey, erklär es mir noch mal anders, ich verstehe es nicht oder mach es irgendwie für, keine Ahnung, für einen Fünftklässler, versuch es dir mal zu erklären und so.
Ja, wenn man dieses dialogische Format einmal verstanden hat, also dann ist es ein Riesenpotenzial für die Schülerinnen und Schüler.
[00:11:04] Speaker B: Da finde ich super faszinierend, wie kreativ dann dieses Medium dann eingesetzt wird und auch wie schnell das dann plötzlich angewandt wird. Ich hatte jetzt heute eine Unterhaltung mit einer Schülerin und da ging es um irgendwie Physik und es war sehr hoher Zeitdruck für irgendwas, was noch abgeliefert werden musste. Und natürlich ist bei uns jetzt wird immer viel über KI und ChatGPT gesprochen und ich habe gesagt, so naja, vielleicht kennst du ja jemanden, der dir da etwas unter die Arme greifen könnte und sie wollte dann nicht sich das Ding davon lösen lassen, also die Aufgabe von ChatGPT lösen lassen hat. Aber am Ende ist sie hingegangen und hat zwei YouTube Videos, die sie sich eigentlich hätte angucken müssen mit dem Kommentar, ja, aber der kommt immer so spät erst auf den Punkt, hat sie halt in ChatGPT reingeworfen, um es transkribiert zu bekommen und um es ihr dann kurz zu erklären und dann Fragen dazu zu beantworten. Und da habe ich schon gedacht, so okay, das ist effizient halt irgendwie. Also da wird dann wirklich das Tool auch genutzt. Fand ich gut.
[00:12:08] Speaker A: Ja, das heißt nämlich, die Idee kam mir gerade, dass so eine KI in der Schule wirklich auch individuell auf die Schüler eingeht. Das heißt, die muss die auch so ein bisschen kennen oder wie verstehen wir das dann?
[00:12:21] Speaker C: Ja, also das ist das vielleicht auch das Für und Widerstand.
Also je besser die KI den Schüler, die Schülerin kennt, umso individueller kann sie natürlich auch auf die Schwächen des Schülers eingehen, aber ich gebe natürlich der KI dann dadurch auch relativ viel Preis, also von mir. Und das muss man schauen, wie das in dem Kontext Schule, im Kontext Jugendliche und Kinder datenschutzkonform funktioniert. Also dass diese Daten nicht missbräuchlich eingesetzt werden können. Also Stichwort irgendeine Art von Anonymisierung im Schulkontext, was auch diese, Chris hat vorhin Phobis erwähnt und andere Tools, die schon in Entwicklung oder in Anwendung sind, was die auch bieten als Möglichkeit.
[00:13:13] Speaker B: Ja, ich seufze mir hier leise mal einen vor mich hin.
Ja, ja, natürlich, unbedingt.
Gleichzeitig ist das ein Punkt, der auch sofort, wenn man jetzt in einem Kollegium darüber diskutiert, kommt das sehr schnell und auch sehr hart. Und es gibt auch Leute, die es jetzt alles anhören und danach sagen wir jetzt aber wenn das nicht perfekt ist, können wir es ja noch gar nicht einsetzen und das damit dann auch wahrscheinlich für die nächsten 10 Jahre abhaken. Datenschutz finde ich immer so ein bisschen, das ist ja nicht schwarz oder weiß. Also ganz ehrlich, wenn ich jetzt alle meine Aufsätze, die ich geschrieben hätte und selbst wenn die NSA die persönlich abtippen würde, ganz ehrlich, wo ist genau das Problem? Also dann was, damit ich dann später damit erpresst werde, dass ich als Jähriger zu viel Rechtschreibung gemacht habe, wenn ich Präsident bin oder sowas. Also es ist so, manchmal kann man es auch übertreiben. Und der Vorteil von dem, was du gesagt hast, Hannes, nehmen wir einfach mal an, es gäbe eine App und mit der App, die kriegt dauernd mit, welche Hausaufgaben ich mache, wie lange ich dafür brauche, wo ich hängen bleibe, bei welcher Arbeit ich welchen Fehler gemacht habe und hilft mir danach im Nachgang, mich besser vorzubereiten, nachzubereiten. Dann würde ich ist doch das Risiko, dass irgendwer da draußen mitbekommt, wie gut oder schlecht ich bin, steht sowieso auf dem Zeugnis irgendwann. Damit bewerbe ich mich wahrscheinlich irgendwann, ist echt überschaubar. Also die Diskussion in dem Kontext stört sie mich ein bisschen, weil das kein Grund sein darf, es nicht zu benutzen, meiner Meinung nach.
[00:14:46] Speaker A: Ja, das ist verständlich. Also die Idee, irgendwie mit irgendeiner Ex AI Grog oder chatgpt Lösung in die Schule zu gehen, liegt erst mal fern. Und ich glaube, da gibt es auch viele Leute, wie ihr gesagt habt, die da aufschreien. Ich meine, andersrum muss man aber auch aufpassen, wenn jetzt der Lehrer sagt, ich gehe jetzt in die Schüler KI und lass mir von der KI zusammenfassen, wie der Schüler die letzte Zeit die Hausaufgaben gemacht hat und richte da meine Note dran aus. Das darf es ja dann aber auch nicht sein. Also gewisse Anforderungen haben wir schon an die Schule, klar.
[00:15:16] Speaker B: Ja, ja, das schon. Aber gleichzeitig, wenn der Lehrer aber jetzt sag mir doch mal, wer hat es noch nicht verstanden? Dann würde ich sagen, ist doch super, wenn der Lehrer das weiß.
Und wenn der Lehrer einen jetzt irgendwie unsachlich benoten will oder weil er irgendwen doof findet, dann macht er das sowieso. Also ich finde, das ist so ein bisschen so. Ja, hast du völlig recht, aber nicht so dramatisch meiner Meinung nach.
[00:15:39] Speaker A: Nee, ich mag vor allem deinen pragmatischen Ansatz, weil es nicht zu tun, weil man irgendwelche Bedenken hat. Ist denn genau das Falsche?
[00:15:47] Speaker B: Und jetzt auch um so ein Beispiel zu machen, was wirklich super gut funktioniert, ist die jetzt hier auf der Grundschule. Ich weiß nicht, ob das bei euch dann auch so ist. Da kriegst du vor der bei uns, wo wir waren, da kriegst du immer so einen Zettel vor einer Klassenarbeit, da steht dann drauf, die folgenden Themen kommen dran, Buch sowieso, Seite sowieso und so weiter. Und wenn du dann hingehst und die kurz abfotografierst und dann ChatGPT sagst, mach mir daraus doch mal eine Probearbeit, macht er die Probearbeit, dann wird die gemacht. Dann machst du danach noch Gib mir mal Feedback zu der Probearbeit, dann gibt er dir auch noch Feedback zu der Probearbeit und dann kannst du okay, welche Muster kannst du erkennen? Ja, das und das hat der Schüler, die Schülerin wohl noch nicht so gut erkannt und dann sagst du okay, dann machen wir doch noch mal ein paar Folgeaufgaben dafür und so weiter. Ganz ehrlich, genial. Hat super geholfen. Hat ja auch im Bereich Familienfrieden geholfen, weil halt das war total stressfrei und hat für bessere Noten gesorgt am Ende. Also Win win win.
[00:16:45] Speaker A: Ja, und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Schularbeit, Hausaufgabe, wie auch immer die ChatGPT vorbereitet hat, wahrscheinlich besser ist als diese zum 18. Mal kopierten Übungsblätter. Schöne Grüße an meinen Biolehrerherrn Herrn Elsen, die einfach seit zehn Jahren das Gleiche sind und irgendwo auseinander geschnitten und wieder zusammenkopiert wurden, nicht wahr? Aber werden sich denn die Aufgaben verändern? Also klar, logisch hebt jeder, der irgendwie an Schule oder Uni denkt, denkt sich Hausarbeiten, Hausaufgaben macht der Schüler dann eben ganz schnell mit ChatGPT kann es so nicht mehr geben. Gibt es neue Lernformate? Was meinst du, Gregor?
[00:17:26] Speaker C: Ja, also wir brauchen neue Lernformate. Jetzt einen Aufsatz schreiben lassen über die französische Revolution oder sowas. Das ist eigentlich hinfällig.
Es wird mehr Formate geben, wo man was vorträgt, wo man in Projekten arbeitet, wo man selber auch zeigt, dass man das verstanden hat und das nicht nur in einem schriftlichen Test oder einer schriftlichen Arbeit nachweist.
Das wird einfach sich verändern müssen. Also das heißt mehr persönliche, mehr persönliche Lernkontrolle in Form von Referaten, Vorträgen und mündlichen Prüfungen sehe ich und Projektarbeiten.
[00:18:13] Speaker B: Und was ich daran cool finde tatsächlich ist, also ich behaupte mal, dass diese Kompetenzen, die man dadurch in Zukunft lernen wird in der Schule oder üben wird in der Schule, viel mehr, als das heute ohne KI der Fall gewesen ist. Das ist eigentlich auch genau das, was die Kids dann später, wenn sie in die Jobs reingehen, wirklich auch brauchen, nämlich Problem lösen, wo verschiedene Kompetenzen irgendwie verbunden werden müssen, im Team arbeiten, Dinge präsentieren können, darstellen können und so weiter, was heute vielleicht teilweise noch drankommt. Aber das wird einen viel größeren Raum bekommen im Unterricht und das finde ich gut. Also damit sorgt quasi die Veränderung des Unterrichts zwangsläufig, wie du gesagt hast, bin ich bei dir. Bestimmte Formate fallen weg. Das sorgt aber automatisch dafür, dass bestimmte Kompetenzen mehr geübt werden als bisher. Und das wird gut sein, glaube ich, ne?
[00:19:05] Speaker C: Das sind auch genau die Punkte, die jetzt schon eigentlich in der Politik angekommen sind. Die Kultusministerkonferenz, die hat auch diese K also Kollaboration, Kreativität, Kooperation und Kaffeepause, Kreativität,-KI ausgerufen. Und ja, das ist spannend, dass das jetzt von der Seite auch kommt. Allerdings haben wir ein relativ zersplittertes Schulsystem durch die durch den Föderalismus. Und da ist die Wie lässt sich das denn schnell umsetzen? Also wie kommen wir schnell ins Tun? Die KI entwickelt sich wirklich rasant und die Lehrpläne, die werden so naja, vielleicht alle fünf Jahre im Moment aktualisiert oder alle drei Jahre und es dauert dann drei Jahre und das kann halt nicht eigentlich, das kann keine Antwort sein.
[00:20:04] Speaker A: Da muss man dann eigentlich auf die Kreativität der Lehrer setzen, im Rahmen dieses vielleicht veralteten Lehrplans irgendwie sowas einzubauen und irgendwie Lösungen zu finden.
[00:20:14] Speaker B: Ja, das ist ein cooler Gedanke. Das sehe ich auch so. Also da jetzt auf das System zu warten, ist vergeblich. Das wird nicht klappen.
[00:20:20] Speaker A: Ja, ich kenne das von einer Freundin von mir, die auch Lehrerin ist und die eben mich ganz oft schon Sachen gefragt hat, wie man etwas macht, weil sie ihre Schulmaterialien und auch Aufgaben eben mit Hilfe von KI anpassen will. Und das ist noch relativ junge Lehrerin, die ist motiviert und ist dynamisch und macht da viel und ich hoffe einfach, dass viele so sind. Auf der anderen Seite kenne ich die Realität und wenn jemand sagt, ich habe noch fünf Jahre bis zur Rente, was soll ich denn jetzt noch lernen? Wie ich den Kindern Computer beibringe? Was machen wir mit den Leuten?
[00:20:52] Speaker B: Frührente würde ich sagen. Aber wer eine Kollegin oder Bekannte da die brauchen wir, mit der müssen wir mal sprechen. Das ist super.
Darüber muss mehr berichtet werden. Genau das. Was sind die Use Cases? Wie wurden die gelöst?
[00:21:05] Speaker A: Hast du vollkommen recht. Ich werde sie mal fragen, vielleicht demnächst in einer weiteren Folge.
[00:21:09] Speaker B: Das Witzige ist zum Ja, was machen wir denn jetzt? Oder was passiert denn jetzt wohl, wenn die Schule es nicht schafft, darauf zu reagieren?
Deshalb wird es ja nicht passieren. Also wenn wir es kurz durchspielen, nehmen wir mal an, die ignorieren das einfach und ändern nicht die Prüfungsformate und machen einfach mal weiter und glauben, dass es eine super Idee ist, Aufsätze über die Französische Revolution zu schreiben oder Oder der Kunde als solcher, also in dem Fall der Schüler, die Schülerin, die werden es auf jeden Fall benutzen. Die benutzen das ja schon längst. Das bedeutet, die Lehrer haben im Prinzip überhaupt gar keine andere Wahl, als sich jetzt anzupassen, außer sie halten wirklich Augen und Ohren und alles zu und ignorieren die Realität, weil ansonsten werden sie es halt in einer Welt wiederfinden, wo quasi die Schüler das von vorne bis hinten benutzen, das bisherige System quasi dann gegen die KI ausspielen oder andersrum und sie streng genommen überhaupt keinen Mehrwert mehr bringen. Und das kann ja keiner wollen.
[00:22:05] Speaker C: Und das war ein sehr guter Punkt auch Hannes, was machen wir denn, also eigentlich bräuchten wir einen Digitalpakt, weiß nicht, für die Schulen, also der wirklich, weil im Moment ist es der Flaschenhals, Lehrpersonen, also die einfach diese Kompetenz nicht haben. Und wie schaffen wir es, dass die Lehrpersonen möglichst schnell diese Kompetenzen gewinnen? Also ich glaube, wir können nicht auf jeden Einzelnen setzen, da muss eine große Initiative her.
[00:22:39] Speaker B: Und ich glaube übrigens, da stehen wir uns ein kleines bisschen selber im Weg hier. Ich weiß nicht, ob das ein deutsches Phänomen ist, aber es ist ja so, wenn die Lehrer konsequent KI einsetzen würden, dann würde ja sofort ein wesentlicher Zeitfresser würden wegfallen. Also Klausuren korrigiert die KI nicht mehr der Lehrer, Hausaufgaben vorbereiten, nachbereiten, abfragen, vorkorrigieren, Feedback geben und so weiter macht die KI. Das heißt theoretisch, wenn man es jetzt konstruktiv proaktiv spielen würde, dann würde man jetzt die KI nutzen, um diese lästigen Aufgaben loszuwerden und hätte auf einmal x Stunden pro Woche frei, um sich dann halt eigene Formate zu entwickeln. Also wie kann man es jetzt wirklich im Unterricht einsetzen? Wie kann ich mich dann mit meinen Schüler, Schülerinnen beschäftigen, um denen zu helfen, die vielleicht irgendwo Probleme haben oder sowas. Aber jetzt sind wir so gefangen im, ne?
Ja, ich weiß nicht, wie es geht, deshalb mache ich es nicht, deshalb habe ich diesen Vorteil nicht und deshalb kann ich eigentlich nicht Unterricht Next Generation erfinden. Das ist wirklich, also es wäre wirklich schade drum.
[00:23:46] Speaker A: Ja, also wir brauchen kreative Menschen, entweder in der Schule oder außerhalb, so wie zum Beispiel unseren gmki, brauchen wir große Investitionen.
Ich meine, die Digitalisierung in der Schule sollte ja irgendwie schon angekommen sein.
Wir können jetzt die Hände heben, wo das schon passiert ist.
[00:24:03] Speaker B: Bei welcher Schule?
[00:24:07] Speaker A: Müssen wir da zusätzlich noch viel Geld reinstecken? Muss der Staat, müssen die Länder irgendwie ganz hoch in Schulden gehen, um die KI in die Schulen zu bringen?
[00:24:18] Speaker C: Also es ist natürlich auch eine Gerechtigkeitsfrage. Also wenn du jetzt anfängst oder im Moment ist es so, dass viele Schülerinnen und Schüler das privat nutzen, also quasi nicht im offiziellen Schulkontext.
Und da sind natürlich die Schülerinnen und Schüler im Vorteil, die das durchs Elternhaus mitkriegen oder wo die Eltern vielleicht auch einen bestimmten Account, Premium Account bezahlen können.
Also da öffnet sich eine Schere und das müssen wir vermeiden. Deshalb braucht es Investitionen oder Vereinbarungen mit Anbietern von Tools und mit Hardwareanbietern, die einfach ermöglichen, dass allen Schülerinnen und Schülern ein gerechter, gleicher Zugang ermöglicht ist.
Also das darf einfach nicht sein, dass wir da eine Schere noch weiter öffnen, die sowieso schon da ist.
[00:25:17] Speaker B: Und ganz ehrlich, sorry, da kriege ich direkt wieder Puls.
Also völlig richtig, total. Nur da streicht doch eher, ich sage jetzt einfach mal Französisch, Französisch hat er gesagt, Französisch vom Lehrplan, wenn das dann die mittelfrei schafft, um den Kids das beizubringen, weil eins ist ja klar, wenn das nicht, wenn die nachwachsende Generation nicht jetzt lernt, wie man damit umgeht, sich nicht mit einbringen kann, das nicht mitentwickeln kann, was soll denn dann in Zukunft sein? Also es ist jetzt so, da hat einer jetzt Lagerfeuer erfunden und jetzt wird darüber diskutiert, ob wir denn jetzt irgendwie Bäume fällen wollen, um das Feuer dann auch in die Höhle zu bringen, würde ich sagen, ja bitte, bitte schnell.
Und wir haben jetzt so super digitale Tafeln. Ich sage dir eine Tafel weniger und Accounts für alle für Jahre.
Also ja, es muss investiert werden, aber bitte schnell.
[00:26:13] Speaker A: Ja, absolut. Wobei das Beispiel mit den Bäumen, das klingt ja auch so ein ganz kleines bisschen wie, naja, Opfer bringen, wir müssen dafür den Wald abholzen, habe ich jetzt da reingelegt. Aber es ist eine schöne Überleitung, weil ich darauf hinaus will, ob denn die KI, auch das ist ein Vorwurf, glaube ich, den Kindern irgendwas wegnimmt. Also werden die Kinder irgendwie Dinge verlernen, also vielleicht auswendig lernen zum Beispiel oder ähnliche Dinge, die wichtig sind oder sind die vielleicht gar nicht mehr wichtig in der Zukunft?
[00:26:47] Speaker B: Also auswendig lernen, das ist ein interessanter Punkt, habe ich noch nicht drüber nachgedacht, aber ich glaube, dass sie Dinge verlernen werden. Und da müssen wir tatsächlich auch drüber nachdenken, ob wir damit okay sind als Gesellschaft oder nicht. Also ich bin ziemlich sicher, dass wenn du jetzt den KI Lerncoach hast oder hättest, der halt wirklich nachverfolgt, was du gerade kannst oder nicht kannst oder wo du noch was machen musst, dann hast du also die Verantwortung, sich selber darum zu kümmern, was man lernen möchte, das gibt man sofort ab. Und ich kann, also wenn es, wenn ich es hätte, hätte ich nach drei Monaten vergessen, wie das geht. Und wenn das Ding aus wäre, würde ich nicht mehr genau wissen, Scheiße, wie kriege ich den jetzt raus, was ich denn jetzt noch, was mir, was fehlt mir eigentlich? Weil das mit Sicherheit, das wird super convenient sein und das super, super effektiv. Aber ich glaube, das verlernt man dann tatsächlich.
[00:27:34] Speaker C: Ja, die Versuchung ist auch groß, bestimmte Aufgaben einfach an die KI abzugeben und Themen auch nicht mehr zu durchdringen. Also viele Schülerinnen und Schüler sind einfach auch, gehen so den Weg des geringsten Widerstandes und wenn sie merken, ich kann damit mit der KI viele Dinge, die mich jetzt vielleicht in dem Moment nicht so interessieren, erledigen lassen, ist die Gefahr, dass sie einfach bestimmte Dinge auch nicht mehr selber verstehen und selber durchdringen. Also ich finde, man merkt das, wenn jemand ein Referat sich von der KI schreiben lässt und es dann vorträgt, auswendig gelernt oder sogar abliest, dann ist das was anderes. Sobald irgendwie eine Frage so bisschen neben der Spur gestellt wird, dann merkt man, der oder diejenige hat das nicht verstanden.
Das ist eine Gefahr, die ich sehe. Da muss man einen Weg finden, dass die Beschäftigung mit den Themen trotzdem noch in der Tiefe auch möglich ist und da ist. Also das wird eine der wichtigen Aufgaben auch der Lehrpersonen zu sein, diese Moderation zwischen KI und Schülerinnen und Schülern auch im kritischen Umgang einfach zu zeigen.
[00:28:58] Speaker B: Eine andere Sache, ich glaube, die man verlernen oder die wir verlieren werden, leider unvermeidlich ist.
Lernen ist ja oft auch ein sozialer Prozess.
Also du triffst dich mit Freunden oder du erklärst schnell dem Kumpel, wie es halt ging oder aber du machst eine Lerngruppe später in der Uni und so. Und das ist ja eigentlich nicht mehr notwendig, weil halt dein KI Lerncoach, der wird besser sein und effektiver und einfacher und auch persönlicher am Ende. Und man braucht auch nicht zu schämen, wenn man sagt, ich habe es aber immer noch nicht verstanden, erkläre es mir noch mal und vom Ergebnis her ist es wahrscheinlich besser so, wenn die KI da coacht. Aber aus so einer Lerngruppe können auch Freundschaften entstehen oder danach geht man auch Fußball spielen und sprichst. Die Kids hängen dann noch mehr vor der Kiste.
Das ist was, was ich glaube, wir verlieren werden. Unterm Strich ist das wahrscheinlich unvermeidlich, aber das finde ich eigentlich schade.
[00:29:56] Speaker A: Ja, mehr noch fällt mir gerade ein, dass viele Berichte schon irgendwie aufgetaucht sind, wie sich Leute von der KI mit der KI abhängig machen als persönlichen Berater, Lebensfreund, Psychologen und so weiter. Wenn wir jetzt unsere Kinder mit dem Ding in ein Zimmer einsperren und sagen, jetzt mach mal, ist da ein Risiko? Können wir die KI da irgendwie umprogrammieren? Wollte ich gerade sagen. Ne, Quatsch, aber gibt es einen zu früh für die KI? Vielleicht.
[00:30:31] Speaker B: Wie bei Social Media, würde ich sagen, also bestimmt, zumindest was das Risiko angeht, können wir die nicht alleine laufen lassen sofort.
Ich vermute, die KI wird die Lösung für dieses Problem sein. Also dann wird quasi neben der einen KI wird noch eine andere mitlaufen und sich angucken, was da gerade passiert. Und wenn der merkt, so das ist aber nicht gut, das geht nicht in die richtige Richtung, dann wird er mir halt Bescheid sagen und sagen, da müssen wir noch mal drüber reden.
[00:30:56] Speaker A: Naja klar. Und gute Aufklärung, das hatten wir schon grundsätzlich gute soziale Strukturen mit eben nicht nur einer Familie, sondern auch Freunden und Lehrern, die sich auch ein bisschen weiter als die Hausaufgaben irgendwie um die Kinder kümmern.
Das ist fast selbstverständlich, man muss es trotzdem noch mal erwähnen. Mir fiel eben noch ein auf das, was du gesagt hast, Gregor, da verweise ich auf eine vorherige Folge von uns, da haben wir über eine Studie gesprochen, die hieß your brain on ChatGPT. Und da ging es darum, dass die Leute die Aufsätze geschrieben haben, entweder aus dem Kopf oder eben mit Hilfe von ChatGPT. Und die Ergebnisse waren so im Groben, dass wenn man sich von der KI helfen lässt, man nicht nur das Gefühl hat, man weiß nicht mehr, was in dem Zeug steht, was man da abgibt, sondern man verliert auch irgendwie das Gefühl, dass man der Autor des Ganzen ist. Also ich nenne es mal die Belohnung, etwas geschafft zu haben.
So ganz wichtig, das glaube ich auch noch mit zu bedenken.
[00:31:54] Speaker C: Ich möchte gerade vielleicht noch auf eine Sache jetzt aus dem vorigen Thema drauf kommen, und zwar die Gefahr eigentlich, wenn die Kinder vielleicht eine zu enge Beziehung zur KI entwickeln oder wenn man sich vorstellt, die KI ist jetzt ein sehr guter Lehrer oder ein sehr guter Nachhilfelehrer, auch da ist es ja tabu, dass die Lehrperson eine persönliche Beziehung zum Schüler aufbaut. Und genau so muss eigentlich auch die KI, die coacht, muss auch so im Prinzip eingestellt sein, dass sie genau das nicht macht, also dass sie nicht den Schüler, die Schülerin zu nah an sich bindet oder plötzlich irgendwelche psychologischen Tipps gibt oder Hinweise gibt, die vielleicht in die falsche Richtung gehen.
Das macht ein Lehrer auch nicht. Und genauso muss eigentlich die KI, die für solche Zwecke eingesetzt ist, muss auch so voreingestellt sein.
[00:33:03] Speaker B: Das ist ein starker Punkt, habe ich noch nie drüber nachgedacht, aber da braucht man TÜV. Der Jeffrey hier, der Godfather of AI, würde jetzt sagen, hier muss aber jetzt Regulierung und dem würde ich nicht widersprechen.
[00:33:15] Speaker A: Ja, mir fällt da auch sofort ein. Also klar, dass das vielleicht haben wir eben schon gesagt, dass reine pure ChatGPT nicht unbedingt der beste Schulbegleiter ist. Trotzdem werden die Kinder mit dem in Berührung kommen. Deswegen auch wichtig. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die KI ein Stück weit entmenschlicht werden kann, um einfach eben sachliche Aufgaben zu liefern und einfach im Hintergrund zu berechnen, wie man dem Kind helfen kann, ohne dass man dazu persönlich einen freundschaftlichen Rat von der KI kriegt, wie es jetzt die Hausaufgaben zu machen hat, sondern einfach gezielte Übungen und Antwort Frage Antwort Aufgaben oder sowas in die Richtung.
[00:33:56] Speaker B: Das ist auch gut. Das ist auch gut, finde ich, macht total Sinn.
[00:33:59] Speaker A: Es gibt bestimmt noch extrem vieles, was man beachten muss, uns gerade jetzt hier im Gespräch viele Dinge eingefallen, über die wir selbst noch gar nicht nachgedacht haben.
Ein Thema, was uns weiter begleiten wird. Was können wir denn der GMKI weiterleisten? Werden wir jetzt sagen, wir haben ein Angebot an die Schulen, die jetzt hier zuhören? Was können wir da machen?
[00:34:20] Speaker B: Also ich glaube, dass wir uns alle vernetzen müssen. Also das ist, wenn ich einen Tipp oder eine Empfehlung hätte, dann, dass man, wenn man jetzt anfängt damit zu arbeiten, wirklich zu arbeiten, dass man nicht nach dem ersten Begeisterungs Wow dann in dieses typische Loch fällt, wo man dann sagt, okay, aber wie geht denn das jetzt konkret?
Sucht euch Leute, die es schon gemacht haben, tauscht euch aus und wenn ihr bei euch an der Schule oder in eurem Umfeld keine findet, dann mailt uns, kommt auf unsere Webseite, kontaktiert uns.
Vielleicht können wir euch mit anderen Leuten in Verbindung bringen oder Themen aufgreifen, wenn sie relevant sind, weil das ist ja genau das, was wir machen wollen. Gemeinsam mit KI überlegen, wie wir denn solche Themen angehen können.
[00:35:15] Speaker A: Genau das Ganze könnt ihr auf GMKI Org oder mit der E Mail podcastmki org. Da freuen wir uns sehr, wenn ihr uns da schreibt.
Perfekt, dann würde ich sagen, ein wirklich spannendes Thema, ein toller Austausch mit euch beiden. Hat sehr viel Spaß gemacht. Gib mir doch bitte am Schluss noch mal so einen kurzen Wunsch. Wie sieht die positive Version einer Zukunft der Schule mit künstlicher Intelligenz aus, wenn Gregor, deine Kinder vielleicht schon oder die schon raus sind, unsere Kleinen, dann irgendwann in die Oberstufe kommen in so 5 oder 10 Jahren?
[00:35:56] Speaker C: Also ich habe die Hoffnung, dass die KI uns ermöglicht, dass unsere Kinder individueller lernen, dass sie in ihren Schwächen unterstützt werden, dass sie die Möglichkeit haben, engeren Kontakt auch zu den Lehrpersonen zu haben, weil die einfach mehr Zeit haben für die Dinge, die wichtig sind, also die Sozialkompetenz, Zusammenarbeit, Kreativität und diese Kompetenzen einfach in der Schule besser gefördert werden und uns besser auf das zukünftige Berufsleben oder was auch immer dann kommt, vorbereiten können.
[00:36:37] Speaker B: Ich würde noch hinzufügen, dass ich mir wünsche, dass die Politik es zulässt, hier auch elastischer Lösungen zu finden. Also das Mantra Motto kann nicht mehr oh, alles zentral gleich, im gleichen Tempo, überall gleich und wir müssen auch gleich langsam sein, sondern erlaubt den Leuten, die Dinge auszuprobieren. Seid tolerant, wenn was nicht sofort funktioniert und unterstützt sie, wo ihr könnt. Aber das geht nicht durch neue Gesetze und riesen Richtlinien, die dann alle erstmal irgendwie auswendig lernen müssen.
[00:37:13] Speaker A: Ja, tolles Schlusswort. Und wie die mündigen, KI geschulten Kinder dann aus der Schule kommen und in was für eine Arbeitswelt sie eintreten werden. Das ist eine dieser nächsten Folgen hier bei uns im Podcast.
Bis dahin sage ich vielen Dank, Gregor. Vielen Dank, Christian und bis zum nächsten Mal.
[00:37:31] Speaker B: Vielen Dank, lieber Hannes.
[00:37:32] Speaker C: Danke, Hannes.