Episode Transcript
[00:00:00] Speaker A: Auf diese Folge heute freue ich mich ganz besonders, denn Stefanie Krüll ist hier und wir haben so viel gemeinsam. Liebe Steffi, wir sind beide selbstständig in der visuellen Kreativbranche. Wir haben beide früh schon angefangen mit KI rumzuspielen und waren relativ schnell, glaube ich, davon fasziniert. Wir sind beide auch in unserem Umfeld und von den Leuten, die wir kennen, konfrontiert mit eben genau dieser KI Skepsis.
Und wir haben beide unsere Arbeit so ein bisschen durch KI auch erweitert.
Wir wollen heute darüber reden, wie es so kreativen Freelancern in der Branche geht, jetzt wo KI uns entweder unterstützt oder uns bedroht. Das werden wir gleich klären. Und deswegen freue ich mich total auf die Folge und ich hoffe, du bist dabei und ihr seid auch dabei. Hallo Steffi.
[00:00:46] Speaker B: Hallo lieber Hannes. Freue mich sehr. Es war ja auch deine Idee, dass wir quasi diesen Podcast mal zusammen machen. Liegt auch total nah. Du hast ein schönes Intro gewählt, weil es eben genauso ist, wie du beschreibst. Sehr viele Ähnlichkeiten, sehr viele gleiche Faszinationen, aber auch natürlich Herausforderungen. Und ja, lass uns direkt gut einsteigen und die Hörer mitnehmen in diese wunderbare Welt der Visual AI.
[00:01:13] Speaker A: Sozusagen eine Folge für alle kreativen Freelancer. Aber eigentlich geht es nur um uns beide.
[00:01:20] Speaker B: Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt. Was macht das mit uns?
Finden wir es heraus, gemeinsam mit KI. Der Podcast des GMK e. V.
[00:01:35] Speaker A: So, du hast nämlich in der letzten Folge schon erzählt, wie du das erste Mal mit KI in Kontakt gekommen bist und vielleicht war das auch so ein bisschen die Idee. Ach, da müssen wir drüber reden, weil das bei mir so ähnlich ist. Magst du noch mal ganz schnell erzählen?
[00:01:47] Speaker B: Ja, tolle Geschichte.
Und der Kreis schließt sich auch. Also folgender ich hab in 22 irgendwann Sommer oder was, erste Mal oder egal, bin ich mit KI mit in Berührung gekommen, habe die ersten Generierungen gesehen, mich dann auch in diesem ersten Discord da noch angemeldet und hab Leute, was möchtet ihr mit diesen verglipschten Bildern? Kann ich nichts mit anfangen, Holt mich in meiner Ästhetik nicht ab, brauche ich nicht. So habe das beiseite geschoben und habe dann, ich sag mal, wenige Monate danach auf Facebook bei einem befreundeten Fotografen, den ich sehr herzlich grüßen möchte, weil ich habe ihm die Geschichte vorgestern am Telefon erzählt, habe ich einen Foto gesehen, also wie gesagt ein Fotograf und ich habe ein Bild gesehen von einem Vogel und dachte so bei mir ach Micha, bist du jetzt unter die Ornithologen gegangen? Und dann stand darunter als Caption krass Punkt. Mit Midjourney generiert Punkt. Und da dieser Vogel schon so echt aussah, da habe ich nur Leute krass, was habe ich hier verpasst, dass auf einmal die Qualität so gut ist. Ich habe mich am selben Abend angemeldet rein ins Rabbit Hole und wie du und viele andere Designerinnen vielleicht bis jetzt auch noch nicht wirklich wieder rausgekommen, weil ja die Flut an Tools und Möglichkeiten so schnell wächst.
Ja, man kommt ja kaum hinterher. Genau.
[00:03:12] Speaker A: Ja, das ist auch also wirklich großer Teil meiner täglichen Arbeit ist zu gucken, was gibt es Neues?
Ich erzähle dir auch meine Geschichte. Die ist nämlich wirklich sehr sehr ähnlich. Also das allererste Mal in Kontakt gekommen mit sowas, wo man was eingeben kann und KI generiert was. Das war ein kleines Programm von Nvidia und und das hieß Nvidia Canvas und da hat man so wie in so einem billigen Paint Programm gemalt, oben blau, unten braun und mit Knopfdruck war das auf einmal eine Landschaft. Und er konnte halt eigentlich nur Landschaften machen. Man konnte, wenn man blau gemalt hat und mit weiß ein Herzchen, dann hatte man so eine Wolke und es gab, ich glaube fünf oder sechs verschiedene Farben für Himmel, Boden, Wolke, Wasser, irgendwie sowas.
Totales Kinderspiel. Aber es hat mich da schon fasziniert. Und als dann mit Journey rauskam und das muss auch irgendwie ja, was hast du gesagt? Mitte 22, ich glaube so Anfang 23 kam eine neue Version raus und da wurde es dann irgendwie noch mal besser. Und da war ich gerade in der Agentur drin und ich bin sofort irgendwie aufgestanden und rumgerannt zu allen Designer gesagt habt ihr das gesehen? Probiert ihr das schon aus? Und die saßen da und haben gesagt nö, wieso? Was ist denn los?
Und da habe ich gesagt nee, das kann nicht sein, ihr müsst das jetzt alle und habe angefangen die Leute damit zu nerven, weil es wirklich, also es hat mich von Anfang an fasziniert. Ich bin einfach grundsätzlich neugierig. Ich glaube du auch so vom Typ her.
[00:04:35] Speaker B: Ja, also wirklich, es ist einfach ein komplett neuer Kanal gewesen. Also die Möglichkeit, das was man sich so in seinem Gehirn zusammendenkt, quasi nur durch einen Text prompt und geschicktes Prompten in ein Bild zu generieren. Das ist ja ein komplett neuer Weg in dem Sinne gewesen. Und das hat mich ja, wie du sagtest, wie dich ja auch technisch total gepackt. Ich wollte immer gucken und auch dieser Abgleich, das hat ja bis heute was für mich. Ich sage es immer so ein bisschen wie von einem Überraschungsei. Also ich stelle mir ja schon was vor, ich habe eine Vision, ich denke mir was aus, dann versuche ich eben anhand eines guten Prompts so nah wie möglich an ein Bild zu kommen oder an ein Ergebnis, was ich mir quasi in dem Sinne vorher vorgestellt habe. Und dann bleibt es ja auch immer total spannend, weil ich sag mal, das letzte M oder den letzten Schritt macht ja die KI. Also ich kann es ja nicht bis zum letzten Pixel beeinflussen, was da rauskommt.
Und das ist ein bisschen eben auch wie so ein Spieltrieb, muss ich ehrlicherweise sagen. Überraschungsei, was kommt jetzt raus? Und gerade wenn man gar nicht so viel reingibt, die Erfahrung mache ich immer, dann haut das mit. Also ich rede jetzt, wenn ich von das Tool, ich arbeite ja vorzugsweise auch mit mit Journey nach wie vor, dann kommen da manchmal Dinge raus, da denke ich, bäm, wie cool sind Ergebnisse, Das.
[00:05:59] Speaker A: Fasziniert mich ja gerade zum so kreativ frei bisschen brainstormen und gucken, was rauskommt, ist es mega cool. Auf der anderen Seite dann aber auch frustrierend, wenn man was sehr, sehr Präzises braucht.
Wie geht es dir da.
[00:06:14] Speaker B: Unbedingt? Also ich sag mal ganz klar, erstmal die Erfahrung, also alles so ab sechs bis vielleicht acht Details, da wird es echt eng. Also irgendwas fällt dann auch immer gefühlt so hinten runter, ist so meine Erfahrung.
Ich glaube, die Kunst liegt darin, die KI so ein bisschen machen zu lassen. Also ich glaube eher schon was natürlich reingeben, auch die notwendigsten Sachen, aber dann auch mal machen zu lassen und im Zweifel in der Post Production entweder mit Midjourney selber oder je nach Tool eben selber nochmal oder auch in Photoshop kleine Kleinigkeiten vielleicht auch noch mal dann in der Post Production auszumerzen oder zu korrigieren. Aber ja, also genau, man muss Abstriche machen. Nach wie vor gibt es Limitierungen, die nicht gut generiert werden, das weißt du auch oder hast du sicherlich auch technisches Gerät oder richtige Locations Brandenburger Tor kommt immer noch manchmal mit vier anstatt sechs Säulen und ich frage mich immer hä? Kann doch nicht sein.
[00:07:17] Speaker A: Ja, Konsistenz, vor allem was auf dem einen Bild ist, ist bei dem anderen Bild gar nicht mehr oder sehr, sehr oft ganz anders.
Das ist was, was mir immer sehr frustriert ist. Bisschen viel gesagt. Ich finde, man hat sich dran gewöhnt, mit der KI so zu arbeiten manchmal. Klar, manchmal bin ich schon noch frustriert. Aber hast du dich auch so im Kopf umgestellt und einfach akzeptiert, Hey, das ist jetzt ein anderes Arbeiten.
Weniger lang in Photoshop, dafür länger in mit Journey drin.
[00:07:45] Speaker B: Ja, auf jeden Fall.
Genau, bin ich bei dir. Also wie gesagt, so dieses die KI so ein bisschen machen lassen und mit dem weitergehen, was kommt, ein bisschen Spielraum geben, bisschen freier denken, sich nicht zu sehr manchmal versteifen. Ich sag mal, wir sehen natürlich auch, dass alles viel besser wird, so auch hinsichtlich mancher Konsistenzen. Also ich sag mal, ich bleibe jetzt mal wieder bei Midjourney, Klammer auf, ich kriege nichts von denen. Ich benutze es wirklich so gerne, Klammer zu.
Ich sage mal anhand von Stilreferenzen, also Bilder, die ich mit reingebe als Stil oder auch diese schönen Style Codes, da schaffe ich natürlich gewisse, sagen wir mal, Konsistenzen, dass der Look einheitlich ist. Das schon die Personen Konsistenz lässt bei Midjourney, wie ich finde, manchmal noch zu wünschen übrig. Aber so tools auch wie FreePik zum Beispiel, je nachdem, da habe ich ja auch Möglichkeiten, gewisse so Stile mit reinzugeben. Überhaupt ist mal ein Tipp an die, die einsteigen Mö Plattformen wie FreePik, die bieten mir direkt mit einem Bezahlmodell die Möglichkeit, verschiedene sowohl Bild als auch Video Tools mal auszuprobieren und man ist dann nicht direkt an ein Tool verhaftet, wie das so bei Midjourney der Fall ist, die zumindest bis jetzt ja noch keine API haben und insofern ist das nirgendwo eingebunden.
[00:09:17] Speaker A: Vielleicht ganz kurz zu erklären. Genau, mit Journey kann man auf der eigenen Webseite benutzen, aber eben nur mit Journey und Tools wie FreePik. Ich benutze Krea, da hat man eben noch mal mehr Auswahl bei mir. Wenn es jetzt rein um die Bilder geht. Wenn ich Videos mache, brauche ich natürlich auch Startframes. Bin ich eigentlich mit den zwei Tools immer, komme ich immer um die Runden? Hast du noch viel mehr oder Springst du oft von Tools, weil diese ganze Abonnement Problematik ist ja auch noch mal eine andere. Also bei Video wird es extrem teuer, aber auch bei Bild ist es schon lästig, oder?
[00:09:46] Speaker B: Absolut. Also klar, ich habe natürlich in der Dauerschleife als Jahresabo mit Journey, ich habe, ich teste dann immer mal wieder, ich mache mal dann einen Monat Higgs Field AI. Das finde ich ziemlich cool, by the way, weil die auch so sehr, oder der Trend geht ja gerade dahin, ist so meine Beobachtung zumindest, dass es sehr versucht wird, jetzt weg von diesem, der Mensch sieht künstlich generiert aus hin oh, sieht aus wie mit dem iPhone mal eben im Vorbeigehen geschossen, so diese authentischen Bilder, diesen authentischen Look zu kreieren und da die Maschinen so auszu Wie weit kann ich gehen, wie authentisch kommen die Bilder dann raus?
Das ist interessant zu beobachten auf jeden Fall und wird auch immer besser. Also ich finde durchaus, dass Tools wie Flux, Higgs, was haben wir noch gerade hier?
[00:10:40] Speaker A: Banana, ne, Nanobanana heißt es, genau.
[00:10:43] Speaker B: Das neue Google Modell kenne ich noch von früher. Genau.
Die machen schon ziemlich authentische Looks. Ja, hat super Use Cases für gewisse Kampagnen, wenn ich jetzt mal wieder im Werbesprech bin, aber bietet natürlich auch krasse Deepfake Möglichkeiten und zwar innerhalb von zwei Sekunden.
Großes Thema, Wohin steuern wir da? Was sind da für Möglichkeiten? Und das ganz ehrlicherweise, und das möchte ich auch mal ganz deutlich sagen, ist für mich wirklich ein Zwiespalt. Also die Kehrseite der Medaille. Ich liebe das, was ich damit machen kann mit der künstlichen Bild oder auch wenn ich die in so eine kleine Motion bringe. Ich finde es ganz toll, ich kann mich da super ausleben, aber ich sehe natürlich auch ganz klar die Gefahren, die da einhergehen. Und ja, und wenn dann die Leute Ja, man muss den Kontext hinterfragen. Ja, klar. Aber die Frage ist halt irgendwann, irgendwann ist das alles so täuschend echt, dass ich auch mit dem Kontext, je nachdem, wo das herkommt, weißt du, was ich meine, nicht mehr vielleicht direkt alles so schnell hinterfragen kann.
Was macht das mit einer Gesellschaft? Also die Frage stelle ich mir sehr.
Also ich für mich denke ich manchmal Augen zu und durch, aber klingt nach Doppelmoral, was ich hier so bespiele, Weißt du, was ich meine?
[00:12:04] Speaker A: Ja, total.
[00:12:06] Speaker B: Aber es ist ja auch gut, das zu sehen, alles so abzunicken und wie die Lemminge mega, mega, mega. Ne? Manches ist nicht mega, finde ich. Und das ist wichtig, glaube ich, das auch mal auszusprechen.
[00:12:19] Speaker A: Ja, weißt du, wie ich mit den Deepfakes umgehe, Ist jetzt nicht eine Art, die ich empfehlen würde. Ich ignoriere das tatsächlich wirklich komplett. Also zum einen, da vorher kurz vor der Folge drüber gesprochen, führt es bei mir dazu, dass ich keine Lust mehr habe, Social Media groß zu begucken.
Sowohl Instagram habe ich schon nicht mehr auf dem Handy als auch LinkedIn, was immer noch sehr praktisch für uns, jetzt sind wir wieder zurück bei den Freelancern ist. Ich habe auch Aufträge über LinkedIn bekommen, aber ich guck mir das nicht mehr alles an, was da täglich passiert, weil eben bei so vielen endlosen Möglichkeiten auch sehr viel Ich kann wieder Content machen oder eben aber auch Deepfakes da drin vorkommen. Ich reduziere meine Bandbreite an Medien, die ich konsumiere. Also wenn ich jetzt, wenn es um Nachrichten geht oder wenn mir in irgendeinem Social Media Feed irgendwas Politisches reingespült wird, ganz schnell weg, weil das ist nicht mein Kanal für Politik und da kann jeder reinschreiben und posten, was er will.
Wie gesagt, es ist jetzt kein Rat, den ich allen gebe, aber ignoriert Deepfakes und ignoriert Social Media.
[00:13:26] Speaker B: Ja, bin ich bei dir und ich mache mir viele Gedanken darüber.
Also bleiben wir mal bei LinkedIn. Auch für mich ein Haupt quasi Auftragskanal durchaus kriege ich relativ viele Anfragen, weil du oder? Ja, posten ja auch beide da relativ regelmäßig.
Und ich sehe aber dann mehr und mehr, dass durchaus einige ihre komplette Bildersprache nur noch durch generierte Bilder ersetzen, indem sie sich selber nehmen und aber dann eben generiert abbilden. Und damit meine ich nicht, ich habe mich in eine witzige, verrückte Situation, bei der man sofort erkennt, dass es einfach KI generiert ist, sondern durchaus in einem Business Kontext, wo ich dann auch natürlich überlegen muss, ist jetzt das die Person oder ist das jetzt KI generiert, Weil es ja auch immer besser wird. Und da muss ich ganz klar ne, ich möchte authentische Bilder. Ich möchte auch wenn ich Avatare so durchaus machen kann, aber da muss ich sagen, das hat Use Cases, sagen wir mal Avatare oder Bilder vielleicht oder bleiben wir mal bei Avatar, stelle ich mir vor, vielleicht auf einer Website und ich begrüße auf Mandarin dann, weil ich viele chinesische Kunden habe oder so, mal jetzt ins Blaue gesprochen. Aber wenn ich so Bilder sehe von Leuten auf LinkedIn. Ich meine, das ist eine Business Plattform und ich möchte doch den richtigen Menschen irgendwie greifen können und sei es auch nur in einem Bild und ich rede jetzt nicht von einer Fotoretusche, da haben wir auch Pickel mal weggemacht oder vielleicht eine kleine Falte, Zornesfalte glattgezogen. Aber ich weiß auch nicht, da finde ich es irgendwie schade, das so dafür zu benutzen. Und das sehe ich immer mehr, dass Leute sich selber dann nur noch so generiert abbilden. Und das finde ich irgendwie doof. Da steige ich für mich persönlich aus, fange an, das nicht mehr ernst zu nehmen, weil mir die Authentizität so fehlt. Und bei all dem, was so digital möglich ist und maschinell, ist das glaube ich ja so der Kontrapunkt, der total wichtig ist und ja auch total Spaß macht, wenn man authentische Gespräche mit echten, authentischen Leuten hat. Und da finde ich, biegen manche in eine Richtung ab. Das finde ich irgendwie schade.
[00:15:43] Speaker A: Ja, das ist nämlich, also natürlich bin ich auf LinkedIn, präsentiere ich mich und so schön dann auch die Begeisterung ist, wenn ich irgendwas mit KI machen kann oder ganz oft wirklich ehrlich der oh, dann kriege ich ja ganz schnell ganz viel hin, Hauptsache Reichweite. Aber die Qualität und die Tatsache, dass ich mich als KI Bildchen da präsentiere, zeugt davon, dass ich eben keine gute Werbung für mich selber mache. Und da braucht es dann eben auch Leute wie uns, die wir dann den Leuten. Also ich hatte tatsächlich mal eine Anfrage, hey, kann ich mich als KI Avatar generieren, um dann eben viel Content zu machen? Und ich habe gesagt, überleg dir das, weil du bist dann mit deiner Persönlichkeit als halbperfektes künstliches Gebilde und dafür sind wir ja die Profis, die man dann auch eben gerne fragen kann. Und wir beraten da ja auch gerne. Jetzt sind wir nämlich zurück bei den Kreativen und bei den Freelancern, weil ganz viele auch gerade auf LinkedIn natürlich dann auch jetzt Weltuntergangsstimmungen schieben. Hast du davon auch so viel in deinem Feed und Bekanntenkreis?
[00:16:50] Speaker B: Also ja, durchaus richtig viele. Also bei mir in meiner, sagen wir mal auf LinkedIn, in meiner kleinen AI Bubble, da würde ich sagen, da sind wir eher so eine kreative Bubble, viel, die das eben auch häufig sehr kreativ anwenden Klar, man hat ein Tool ausprobiert, das sehe ich dann auch immer und dann werden aber neueste Kreationen so gezeigt. Das ist durchaus, Manchmal geht das in eine sehr künstlerische Richtung, wie ich schon finde.
Und da ist dann eher boah, sieht cool aus, wie hast du das gemacht? Man unterstützt dich so und zeigt so, manchmal poste ich was und da sehe ich dann durchaus oh, wir werden ersetzt und dass das dann eben in diese Geschichten geht. Und da versuche ich dann auch mal aufzuklären. Leute, du, ich, Hannes, du und ich, wir kommen genau daher.
Wir stehen auch da. Wir sind auch Grafiker oder Videospezialisten, Experten in deinem Fall.
Und ja, wir sind einfach reingegangen und haben uns damit auseinandergesetzt, weil für mich gilt so ein bisschen der Spruch Angst frisst, ne? Information frisst Angst. Also wenn ich so mich nicht mit irgendwas beschäftige, dann ist das so ein riesen Damoklesschwert irgendwann und macht mir mehr Angst, als wenn ich irgendwie reingehe und mich damit auseinandersetze und eben selber erspüre, okay, was kann ich damit machen Und vielleicht kann ich es ja total gut einsetzen oder das, was ich von zu Hause aus als Designer mitbringe, kann ich wunderbar weiter damit.
Und ich sag mal ein Beispiel, das hört sich jetzt vielleicht so ein bisschen doof an oder soll aber gar nicht überheblich rüberkommen, Aber ich sag mal ganz Wer vorher schon Clipart Optik mochte, der wird wahrscheinlich auch Clipart Looks mit KI generieren. Weißt du, was ich meine?
Und so, Dann ist das eben nicht vielleicht ein cooler Design Look, der da rauskommt oder so. Also ja, insofern total Pass auf, ich.
[00:18:50] Speaker A: Setze noch einen drauf und alle, die sich beschweren können und wollen, die dürfen dann schreiben an podcastmki org.
Mein Argument ist, dass wir in der Medienbranche ja eigentlich immer uns weiterentwickeln mussten, oder? Also sonst würden wir noch mit manuellem analogen Film irgendwie arbeiten, ne? In der Medienbranche gab es eigentlich selten mal eine Phase, wo man sich drauf ausruhen konnte. Klar, bist du Filmproduzent, machst du vielleicht wirklich 20, 30 Jahre das gleiche oder selbst wenn du Cutter bist und sehr speziell mit einem Programm arbeitest, da gibt es Updates. Du musst dich zumindest ein Stück weit weiterentwickeln. Und hier haben wir halt wirklich einfach eine große Entwicklung, eine große technische Entwicklung kann man ignorieren, dann bleibt man auf dem, was man macht und wenn man immer noch irgendwie mit Film fotografiert, da gibt es ja auch Leute, kann man Kunst von machen, aber wenn man vorne mit dabei sein will, muss man sich halt mit beschäftigen, egal was kommt.
[00:19:46] Speaker B: Aber schau ich sag mal du mit deiner schon du kommst ja aus dem Videobereich und du hast Regieanweisungen im Kopf. Du hast und vorher schon gehabt, du hast Bildersprache, du hast Looks, die man erzeugen kann und so weiter. Genau das befähigt dich ja jetzt und bezogen auch auf alle anderen Designer in dem Sinne befähigt dich ja jetzt dazu, dass du mit den Tools noch mal deutlich einfacher und schneller wahrscheinlich zu guten Ergebnissen kommst. Also es ist warum das nicht nutzen? Also insofern hier nochmal mein Wunsch an alle da draußen, die vielleicht noch so skeptisch Ihr bringt eure Expertise mit, ihr habt die schon gepackt in eurem Ranzen und könnt die super verwerten in euren Vorstellungen und Visionen, die ihr abbilden möchtet. Ich möchte das mitgeben an alle da draußen, also gerade ihr Designer innen von der Ausbildung her, von eurem langjährigen Tun, ihr bringt ja das beste, sagt man beste Input schon mit in dem, dass ihr wisst, wie Stile aussehen, welche Epochen hatten welchen Look. Das kann man alles irgendwie mit reingeben in eine Bild oder Videosprache Letztendlich referiere ich auf bestimmte Künstler innen, Architekten vielleicht da natürlich immer Vorsicht im Sinne von Urheberrecht verliert sich oder erlischt nach 70 Jahren des Todestages. Sozusagen. Da muss man immer ein bisschen natürlich aufpassen. Aber ansonsten gerade wir Designerinnen können da so viel mit reingeben in die Tools und so coole Sachen mit erstellen und das ist glaube ich das, weshalb wir auch oder korrigiere mich gerne Hannes, aber wahrscheinlich auch unsere Expertise auch noch gebraucht wird.
Da bin ich wieder bei Clipart. Wenn ich jetzt vorher nur so ein normalen Geschmack hatte, vielleicht kitschig, billo mäßig, sorry, dann prompt dich auch das und das ist ja dann auch nicht das, was als Key Visual vielleicht mal irgendwann für eine coole Kampagne laufen wird.
[00:21:52] Speaker A: Absolut. Ich bin da komplett bei dir und ich habe das am Anfang ganz kurz angedeutet. Was mich an diesem KI Thema so fasziniert, ist einfach diese Vorstellung auf einmal quasi unendliche Möglichkeiten zu haben, dass man natürlich auch Fähigkeiten dazu braucht, klar, aber das hat mich schon eigentlich immer angetrieben. Ich war früher in der Filmproduktion oder in der Videoproduktion, Werbeproduktion sehr viel mehr in der Organisation tätig. Bist du klar bist du einen Videodreh irgendwie stehen hast, da brauchst du Schauspieler, da brauchst du Locations, da brauchst du gutes Wetter und bis das alles steht, da bist du erst mal schon tagelang beschäftigt, um dann einen Tag zu drehen und am Ende hoffst du, dass es gut genug war.
Ich bin während der Corona Zeit, weil wir da gewisse Studioproduktionen auch schon nicht mehr machen konnten, dann sehr viel in diesen D Animationsbereich gegangen und da war es genau das Gleiche. Auf einmal kannst du am Computer jedes Objekt in jede Situation bringen und das war natürlich viel manuelle Arbeit, man muss sehr viel sehr genau machen und so, aber die Idee war die gleiche. Und jetzt kommt KI um die Ecke und ich bin für meinen Teil viel kreativer als vorher, weil ich weniger organisieren muss. Und ich bilde mir auch ein, dass ich durch die jetzt noch mehr kreative Arbeit mit der KI zusammen und vieles funktioniert nicht und ich muss vieles ausprobieren, noch kreativer werde und auch meinen Stil noch mehr finde, mich vielleicht sogar wirklich weiterentwickle, was so eigene Handschrift angeht. Und dazu gehört auch, dass ich festgestellt habe, dass sehr viele Fähigkeiten, die ich im Studium gelernt habe, so was, wie nennt man denn Kameraeinstellungen, also auch gerade was ist eine französische Kameraeinstellung, so was ist full, was ist half, was ist total, was ist white, das habe ich alles im Studium gelernt und das brauchen wir jetzt genauso wieder, weil man das so den KIs mitgeben kann und damit dann eben Ergebnisse erzielen kann plus natürlich ein visuelles Verständnis von Filmen grundsätzlich.
[00:23:55] Speaker B: Richtig, aber das meinte ich eben damit. Also man hat so viel Rüstzeug als Designer eben durch die ganzen Erfahrungswerte oder eben, wie ich schon sagte, Stile oder auch gerade Kamerasprache, Fotosprache, wenn ich darum weiß, dann kann ich das so cool mit reingeben und Prompten in dem Sinne.
Insofern, ich glaube, die Angst, die darf sich abbauen. Ganz ehrlicherweise nutzt die Tools, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer.
[00:24:24] Speaker A: Das ist eine fast gute Überleitung zum nächsten Thema, was ich dich unbedingt noch fragen wollte, weil der Kunde, der denkt ja dann auch, oha, das wird mit KI gemacht, da ist jetzt ganz schnell ganz viel möglich prompt es doch mal einfach dahin. Ohne Witz, den Tipp habe ich schon gekriegt, nutz doch den Prompt.
Wird unsere Arbeit weniger wert, weil wir natürlich viel schneller viel mehr prompten können? Oder wie verteidigen wir uns gegenüber Kunden? Wir als Freelancer, wir.
[00:24:54] Speaker B: Ja, na klar. Also habe ich natürlich auch schon gehört, so nach dem Motto, ja geht doch jetzt alles viel schneller. Also erstmal muss ich damit generell aufräumen.
Klar, also ich sage mal, ich habe natürlich schneller ein Bild gepromptet, als jetzt einen Tag lang Fotografen beispielsweise gemietet und je nachdem, was ich für ein Thema habe, kann ich es eben relativ schnell und kostenlos günstiger prompten. Aber so alles in allem, da wir ja auch beim Prompten an Limits immer noch stoßen, ist das auch nicht mal eben in zehn Minuten gemacht. Ich muss eine gute Grundidee haben, ich muss eine Vision haben, ich muss die richtigen Beschreibungen finden, damit das Bild irgendwie, also gerade bei bestimmten Looks und so weiter rausgeht. Also ich glaube, man muss die Preisfindung auch angeht, nicht mehr quasi reinen Zeitmodell, Zeitgeldmodell ansetzen, sondern vielmehr dahingehend, was ist später für den Auftraggeber der Outcome sozusagen und da prozentual überlegen, okay, wenn der jetzt eine riesen Kampagne damit macht, aber ich dafür ein cooles Key Visual mache, wenn ich Glück habe, habe ich einen One Shot und das Ding ist nach 5 Minuten fertig gepromptet.
Wie gesagt, kommt alle selten vor. In der Tat, aber ich meine, ja, man muss da neu überlegen. Aber ich meine, man darf ja auch hier nicht nicht vergessen, wie viel Zeit hast du? Wie viel Zeit habe ich? Seit drei Jahren sind wir in diesem Rabbit Hole, prompten uns die Nächte um die Ohren, um dieses Wissen auch zum Teil noch mal mit reinzugeben und so. Also da ist so viel Herzblut und Arbeit mit drin, das muss ja Tool kosten. Alleine wie viel Toolkosten ich im Monat habe, das sind mehrere weit mehrere hundert Euro. Geht dir wahrscheinlich auch so.
Also auch das muss man alles mit reinrechnen. Es ist ja nicht mal eben nur fünf Minuten und so ein Standard Prompt da irgendwie zu nehmen. Ja, also ganz ehrlich kommt auch ein ähnliches Motiv raus, was Lieschen Müller um die Ecke dann auch gemacht hat. Also will ja dann auch keiner.
[00:26:50] Speaker A: Ja, weil Teil unseres Jobs als Freelancer ist dann eben, wir haben es eben kurz angedeutet, auch mehr die Beratung, wenn jeder irgendwie mittelmäßige Prompts schreiben kann, kriegt jeder sehr schnell sehr viel Content. Da waren wir jetzt auch schon.
Aber wir stehen halt eben genau dafür, dass wir da die Qualität erhöhen und in diesem unendlichen Brei von mittelmäßigem KI Content trotzdem raus stehen.
Was meinst du denn, was für Qualitäten haben wir als Freelancer da zu bieten und dem Kunden auch anzubieten?
[00:27:22] Speaker B: Also ich sage mal ganz generell finde ich es wichtig, erstmal zu verstehen, was will der Kunde? Klar, wenn ich aus dem Segment komme, wunderbar kann ich beraten.
Vorher in der Werbeagentur gearbeitet, das ist ja in dem Sinne ähnlich. Ich habe jetzt nur andere Möglichkeiten, diese Sachen herzustellen. Also ich sehe es als ganz wichtig als Beratung, auch wie du das eben so schön schon gesagt hast, nur weil technisch alles möglich ist, muss ich es nicht unbedingt auch alles dann nehmen, wie mit dem Avatar im Sinne von Verlust von Authentizität.
Also für mich ist die Beratung übergeordnet auch zu okay, was ist der Use Case, womit bilden wir das ab? Und wenn KI geht, super und welche Tools? Vielleicht muss ich einen Workflow machen, hier mit VV AI oder hier Comfy UI und so weiter. Kann ich diese Workflows irgendwie da auch mit schon erstellen? Kann Das ist für mich die Beratung.
Zusätzlich dazu kommt ein eigener Stil und Geschmack, wie du gesagt hast.
Was arbeitet man für sich selber noch mal heraus, welche Bildersprache, die einen vielleicht auszeichnet? Ich habe ja so ein Ding mit meinem glossy Look, den ich relativ gerne und häufig immer mal wieder bespiele, so ja, also man kann da durchaus eine eigene Handschrift natürlich entwickeln und wie man damals auch schon Art Director gebucht hat, weil die die und die Ideen hatten oder aus dem und dem Segment vielleicht kamen, ist das bei uns auch möglich. Man bucht jemanden, weil er ist lange dabei, wenn KI eben benutzt wird, okay, das ist echt ein Early Adopter schon lange mit am Ball, hat ein großes Tool Verständnis, weiß, welches Tool wofür geht. Ich mache ja auch nicht immer alles mit Midjourney. Also ich glaube, das ist so im Großen und Ganzen die Beratung.
Und eine Sache noch dazu übergeordnet ist es wie bei allem wichtig, Thema KI in Unternehmen auch zu etablieren, Gerade auch in Unternehmen, wenn ich so auch Marketing Schulungen oder Workshops gehe. Du musst erst mal die Leute auch abholen. Das ist so wichtig. Also die ja vielleicht auch Ängste haben, dass sie jetzt verdrängt werden. Also das ist noch mal ganz übergeordnet. Das geht ja eher dann in so eine Organisationsberatung, dann in so eine Teamberatung rein, so menschlich gesehen.
Wie hole ich da die Leute ab, denen nur ein Tool um die Ohren zu schlagen und alle denken komplette Überforderung.
Das ist auch noch so wichtig, glaube ich, so das Rantasten an die Menschen in so einer Auftraggebersituation vielleicht.
[00:30:02] Speaker A: Ja, ich habe da ein gutes Beispiel für. Du kannst ja mit KI auch Vibe coden. Also du kannst mit der KI, die können sehr gut programmieren. Du musst gar keinen eigenen Programmcode schreiben können, sondern du könntest heute eine App erstellen.
Ich kann trotzdem keine App erstellen. Also ich bin kein Programmierer, ich bin kein Informatiker. Ich habe gar nicht die Denke, wie ich so eine App aufbauen würde. Also dieses ganze Hintergrundwissen, wenn ich jetzt eine App erstellen würde. Ich würde einen Kollegen von mir fragen, obwohl ich weiß, dass ich das mit der KI einfach könnte. Und genauso erwarte ich auch von keinem Kunden, dass er das Filmbusiness auf einmal perfekt versteht, weil er das mit KI irgendwie machen könnte. Und so gehe ich da ran und so erkläre ich den Leuten das auch. Und so erlebe ich die Kunden ehrlicherweise auch, ob sie es dann nur wollen oder nicht.
Manche denken, sie sind auf einmal sehr kreativ, sind sie dann vielleicht aber doch nicht. Und dann kann man die, kann man die gut an die Hand nehmen. Und ich glaube aber auch, wie du sagst, dass wir unsere Qualität durch die Möglichkeiten auch verbessern, wenn wir da wirklich mit lernen, mit umgehen und mutig sind und die Leute wirklich, da gehört vielleicht auch ein bisschen so ein Selbstbewusstsein dazu. Ich meine, wir haben beide uns noch mal so ein extra Standbein aufgebaut, dadurch, dass wir früh dabei waren mit der KI und jetzt wirklich hingehen und Leuten erklären, wie wir das machen und wie sie hingehen. Du arbeitest ja auch als Beraterin, als Lehrerin für KI.
[00:31:30] Speaker B: Ja, ganz genau. Ich komme ja, wie gesagt, ursprünglich auch ganz normal Grafik und Webdesign irgendwie. Ich war in Agenturen, ich war auch lange freiberuflich und dadurch habe ich jetzt letztendlich diesen Shift nochmal hin zu eben eher sagen wir mal, Trainerin im Bereich Visual AI, Workshops gebe ich dazu oder halte Vorträge auch durchaus.
Und das ist ja auch ein dankbares Thema, wenn man eben Vorträge halten kann und dann kann man so Bildwelten aufmachen. Ich meine, da gucken ja auch, da guckt man auch ganz gerne hin. Also gerade, und das ist auch noch mal was, was ich auch noch vielleicht mal mitgeben möchte. Ich sehe gerade den Trend, wir sprachen eingangs drüber, dass versucht wird, so authentisch wie möglich Menschen abzubilden. Das heißt, ich versuche eins zu eins etwas abzubilden, was es schon gibt.
Und das kann, wenn ich es nicht kommuniziere, auch durchaus zu negativen Täuschungen führen, weil Leute denken, ist das jetzt echt oder nicht? Das ist ja KI generiert. Also es geht ja auch durchaus, kann das nach hinten losgehen, je nachdem, wie intransparent ich damit umgehe.
Ich finde gerade ganz cool, sogenannte Scroll Stopper zu generieren, weil ich ja gerade mit der KI Dinge ganz schnell mal in komplett verrückten Kontext setzen kann, den es so in der realen Welt gerade nicht gibt. Und das finde ich ja eben, und das siehst du wahrscheinlich auch so, das ist das, was ich auch spannend finde, gerade was komplett Neues zu erschaffen und da mich austoben zu können. Und da finde ich das auch, weil ja immer alle sagen, ja, KI ist nicht kreativ. Naja, also es ist dann irgendwie Zusammenspiel. Es ist auf jeden Fall so ein Dialog, weil ich habe ja trotzdem erstmal diese vielleicht abstruse Idee, die ich mir da in meinem Kopf zusammenspinne und die muss ich ja eingeben und dann muss ich iterieren, bis ich an ein Ergebnis komme, was ich vielleicht irgendwie spacig oder cool oder abgefahren finde.
[00:33:24] Speaker A: Ja, total.
Einfach mutig sein, da mal ausprobieren. Das ist so mein Tipp an alle, die sich da vielleicht noch nicht reingetraut haben, weil kommen, glaube ich, tut es so oder so, das werden wenige Leute abstreiten und weiß ich nicht. Was ist dein Rat an die Leute?
[00:33:47] Speaker B: Ich bin bei dir. Also gerade an Freelancer, Ja, gerade an Freelancer angucken, reingehen, Schulungen machen, mit sich selber schon mal Upskilling machen, in Foren sein, zu unserem Verein kommen zum Beispiel. Da sind auch immer schöne kostenlose Events, die stattfinden, in den Austausch gehen und erstmal keine Angst haben, sondern es bleibt. Es ist da, es bleibt. Und zu gucken, wie kann ich gut für mich vielleicht damit arbeiten, vielleicht sogar eine Nische finden, um dann eben entsprechende Ergebnisse generieren zu können. Also finde ich wichtig schon, also sich damit auseinanderzusetzen auf jeden Fall.
[00:34:34] Speaker A: Ja, hervorragende Werbung, die du eingestreut hast. Wir beim GMKI, wir machen total viel, also auch in Persona und in echtem Austausch, unter anderem so was Tolles wie Prompt Challenges, wo es auch darum geht, kreativ zu sein und sich auszutauschen und sich zu verbessern. Erklär du mal bitte, was eine Prompt Challenge bei uns ist und was wir da machen.
[00:34:53] Speaker B: Ah ja, das liebe ich. Also Prompt Challenge läuft wie folgt. Es gibt quasi ein Oberthema, zum Beispiel wir machen eine KI Build Prompt Challenge.
Das heißt, es sind meistens so drei, vier Leute, drei Runden, die dann eine vorher eben auch nicht veröffentlichte Aufgabe bekommen. Also die wird dann eben auch dran, es vor Ort veröffentlicht und dann müssen die diese Geschichte prompten beispielsweise. Und das Gute dabei ist, als zuschauende Person, und da sitzen dann wirklich meistens so 20 30 Leute. Wir moderieren das live, weil die Rechner von den Promptenden sind quasi auf unserem Screen werden die abgebildet. Das heißt unser lieber Moderator Thomas, der erzählt dann, während die Leute so ein bisschen nacheinander machen wir das immer so ein bisschen im Wechsel, wird dann eben ein Bildschirm freigegeben und der Thomas stellt Fragen. Warum promptet XY jetzt? Warum promptest du so, was du da promptest oder promptest du noch selber oder hast du einen eigenen Kasten GTP dir vielleicht gemacht? Also es sind alles, es werden zum Teil auch noch andere Tools mit reingenommen. Als zuschauende Person sitzt du da und selbst wir, die vom Fach sind, lernen noch dadurch, weil andere haben andere kleine Hacks oder Tipps noch und es ist ein ganz toller Austausch. Danach werden auch noch mal Fragen gestellt, Es geht in noch mal Diskussionsrunde, die manchmal auch ethische Fragen noch mit aufgreift Und das Allerschönste ist der persönliche Austausch. Man ist in einer netten Community und man ist analog.
Ja noch mal beim Thema, wir sind alle viel am Rechner, wir gucken alles digital. Umso wichtiger und schöner ist, wie ich finde, eben der analoge Austausch. Da noch mal auch zur evaluierung beim nächsten LinkedIn Online Meeting oder so. Ist das wirklich die Person oder ist es doch der Avatar? Also ich finde für, ich persönlich finde es immer ganz gut, dann habe ich so einen Eindruck von den echten Leuten, wenn man die später vielleicht auch noch mal in einem Online Meeting trifft oder so.
[00:36:54] Speaker A: Wir sind total für persönlichen Austausch. Also genau wir, der gmki Verein Hauptsitz so rund um Köln rum, aber darauf nicht beschränkt. Und wie gesagt, kommt doch gerne mal vorbei bei der einen oder anderen Veranstaltung. Ihr könnt da gucken auf GMKI Org unter anderem Prom Challenges, aber auch andere Treffen. Wie Steffi gerade gesagt hat, es geht darum, KI ist ein neues Thema, eines, was manche begeistert und manche ein bisschen verängstigt. Und das können wir am besten klären, wenn wir uns darüber unterhalten. Das machen wir in unseren Veranstaltungen, das machen wir hier in dem Podcast.
[00:37:28] Speaker B: Vielleicht noch auch wichtig der Hinweis, dass wir als Verein gesamtgesellschaftlich diese KI Entwicklung betrachten und eben auch durchaus kontrovers manche Dinge hinterfragen. Und das ist ja auch gut so.
[00:37:42] Speaker A: Genau, es geht nicht nur um Medien, sondern es geht eben auch um Bildung, um den Arbeitsmarkt. Da wird es ganz viel drum gehen in Zukunft.
[00:37:52] Speaker B: Und wir unterstützen eben auch gerade, was Thema KI und Bildung angeht. Wir haben schon hier das Fresenius, ich will immer Fraunhofer sagen, Fresenius, die Studierenden unterstützt.
Genau. Und manche Sachen, wir waren schon in Schulen und haben mal über die künstliche Bildgenerierung, habe ich auch ehrenamtlich schon mal in Klassen gesprochen. Also das finde ich wichtig.
Wir müssen die Gesellschaft als Ganzes sehen und auch als Ganzes irgendwie mitnehmen, damit wir auch da nicht so ein Gap haben von OK KI gebildete Leute oder eben, oder nicht KI gebildet, weil dann hat man im Zweifel beruflich irgendwann, ja, muss man gucken oder man hat so eine neue Nische im Analogen gefunden.
[00:38:36] Speaker A: Ja, das ist vielleicht zurück zur Natur.
Wunderschöne Schlussworte. Vielen Dank, liebe Steffi und an euch Zuhörer.
Bis zum nächsten Mal hier beim GKI Podcast gemeinsam mit Künstlicher Intelligenz. Tschüss.
[00:38:50] Speaker B: Tschüss. Danke dir Hannes. Ciao.