Episode Transcript
[00:00:00] Speaker A: Hallo Chris. Hallo Steffi. Wann wart ihr das letzte Mal im Kino?
[00:00:03] Speaker B: Ich war Anfang der Woche im Kino hier in Köln im Weisshauskino in einem OMU Original mit Untertiteln und ich krieg den Filmtitel nicht mehr zusammen. Aber es geht um einen Es ist ein englischer Film und es geht um eine Lebensgeschichte, eine wahre Lebensgeschichte eines Mannes, der das Tourette Syndrom hat. Und ganz ehrlich, ich bin aus dem Kino gekommen und ich konnte quasi 5 Minuten gar nichts mehr sagen, weil ich kurz vor dem Heulen war, wie diese Geschichte, weil die mich so sehr berührt hat. Eine absolute Empfehlung von mir.
[00:00:35] Speaker A: Direkt meine provokante Wirst du das vermissen, so ein Kinofilm, wenn die KI das erst mal alles übernommen hat?
[00:00:42] Speaker B: Unbedingt, weil ich brauche für mich das Gefühl, dass ein echter Mensch mit echten Emotionen da sein Herzblut in diesen Film gelegt hat.
Das geht für mich nur authentisch. Es sei denn, es ist ein Animationsfilm wie Pixar oder so, dann ist mir alles egal. Aber ich möchte echte Vibes bei echten Kinofilmen.
[00:01:07] Speaker A: Genau darüber wollen wir heute reden. Wir reden über die Persönlichkeit, die ja auch von KI ersetzt wird im Kino, in Social Media und überall. Wenn der Kollege dann auch nur ein Roboter ist, was ist so eine Persönlichkeit noch wert? Und ich behaupte, Persönlichkeit ist, wenn dann das Letzte, was uns übrig bleibt, uns Menschen, wenn die KI alles andere übernimmt. Chris, was meinst du dazu?
[00:01:28] Speaker C: Ich sehe das ähnlich, aber weniger strikt, als du das jetzt formuliert hast. Steffi Ich glaube auch, dass es für immer so einen Korridor geben wird, wo die Menschlichkeit, die menschliche Persönlichkeit hinter einer Nachricht oder Content entscheidend ist. Aber ich glaube, das Reduzieren wird sich auf ganz, ganz, ganz wenige Bereiche reduzieren und in der Breite wird es keinen Unterschied machen.
[00:01:50] Speaker A: Total spannend. Müssen wir jetzt noch mal ganz genau im Detail erklären.
[00:01:55] Speaker B: Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt. Was macht das mit uns?
Finden wir es heraus, gemeinsam mit KI. Der Podcast des GMKI e. V.
[00:02:12] Speaker A: Ja, Steffi scharrt schon mit den Hufen. Dir brennen die Argumente unter den Hängen. Das sehe ich durch die Kamera erzählen.
[00:02:19] Speaker B: Ja, also noch einmal im Übrigen, ich habe gerade nachgeschaut, der Film heißt verflucht normal.
Ich weiß gar nicht, ob er hier im Kölner Raum nur Oumu läuft. Keine Ahnung.
Spielt in Schottland.
Schottland, Wales, Nein, Schottland. Und es ist kaum zu verstehen, das schottische Englisch, also gut, dass es die Untertitel gibt, sonst wäre ich komplett lost gewesen. Ja, also wie soll ich das sagen? Es ist eine reine Kopfsache.
Bei mir fällt dann so eine Klappe. Also wenn das so gefakt ist, ich finde das dann so unsexy. Ich könnte mich da nicht drauf einlassen. Das ist eine Kopfsache. Ich muss wissen, dass Menschen sich Mühe gegeben haben, mit ihrer Seele, mit ihren Gefühlen, Emotionen, Gesichtsausdrücken, das so wiederzugeben. Und da ziehe ich meinen Hut vor. Das finde ich total geil.
[00:03:14] Speaker A: Aber ich habe mir doch auch Mühe gegeben. Ich habe fünf Minuten an diesem Prompt überlegt, also was willst du denn?
[00:03:20] Speaker B: Ja, nein, es ist keine Ahnung.
[00:03:25] Speaker C: Da muss ich mal kurz nachfragen. Also hier diese, du kennst doch bestimmt diese Videoclips, Pixar generierten Videoclips.
Früher kamen die, glaube ich, vor den großen Filmen, wenn die Lampe rumhüpft oder ich weiß es gar nicht mehr so genau. Oder aber so Filme wie jetzt zum Beispiel, was war das hier? Toy Story, damit hat es glaube ich angefangen. Und dann kam später jetzt hier das mit den, das Mädchen in die Pubertät kommt und sich das alles umändert. Ich habe den Namen jetzt vergessen.
Also sprich computergenerierte Kinofilme.
Wie stehst du denn dazu? Hast du eine Beziehung zu den Personen? Kannst du das dann auch?
Spürst du da was?
[00:04:10] Speaker B: Also wunderbares Beispiel in dem Fall, Verzeihung, hier alle die ersten Pixar Filme, Findet Nemo oder ich glaube, war Pixar, glaube ich, Findet Nemo super abgefeiert. Die Minions, the Incredibles, Name it. Fand ich alle ganz toll, weil ich natürlich sofort sehe und begreife und dann auch für mich greifen kann. Okay, das ist wie eine Art Comic Verfilmung, aber eben animiert, finde ich super.
Ich hatte schon Probleme bei dem Film Polarexpress, wo ein vermeintlich aussehender Tom Hanks, glaube ich, war der Schaffner da oder so. Boah, da habe ich auch schon ne, Leute, da nehmt ihn doch lieber in echt. Also ich weiß es nicht. Es ist irgendwie eine Gefühlssache.
[00:05:03] Speaker C: Findet Nemo, der kleine goldige Nemo.
Und wie war das denn jetzt?
Ist das für dich weniger wertvoll als der Brad Pitt Film oder der Tom Hanks Film?
Baust du da. Ist das für dich, Kannst du die Botschaft in dem Film weniger an dich ranlassen? Ist das für dich eine andere Kategorie?
[00:05:25] Speaker B: Nein gar nicht. Auch diese Filme berühren mich und ich habe schon durchaus bei Zeichentrickfilmen oder Animationsfilmen geheult. Also auch das berührt mich, aber bei Menschen kann ich mich da nicht mit anfreunden.
Noch einmal, obwohl ich ja selbst so viele Bilder generiere, geht ja auch bei LinkedIn immer rum.
Und das ist meine Meinung, das darf jeder machen, wie er möchte.
Ob man auch so Business Bilder eben generiert oder ob man die irgendwie echt fotografiert. Und da gehöre ich leider auch, da bin ich echt oldschool oder jeder Geschäftsbericht, da möchte ich authentische Bilder. Ich möchte das Gefühl haben, das sind in dem Moment irgendwie die Menschen in echt auch so abfotografiert. Aber das ist nur meine Meinung. Ich bin da wahrscheinlich oldschoolig und eigentlich ist es komisch, weil ich arbeite ja jetzt in dem Metier schon auch ein paar Jahre. Aber ich weiß auch nicht bei Menschen, ich glaube, das ist so das letzte Gefühl, dass ich denke, okay, KI gibt es und es macht sehr viel mit uns. Aber ich glaube, das ist so dieses letzte Vertrauen, was ich eigentlich noch in so den Mensch bzw. In das Bild oder Bewegtbild haben möchte. Ich glaube, das ist so eher diese Art Kopfsache.
[00:06:41] Speaker A: Ja, ich werfe mal noch eine Ebene mit rein. Zurück zum Kino. Wir haben so cartoonige Figuren, Woody von der Toy Story oder den kleinen Fisch von Nemo oder von mir aus Huma Simpson, den es seit 25 Jahren gibt, der tausend Geschichten erzählt hat, den es auf Frühstücksflocken und Schulranzen gibt.
Das ist schon ein lebendiger Charakter in seiner Welt, aber er bleibt halt in seiner Welt.
Und ein Schauspieler, ein Brad Pitt oder ein. Ich habe die ganze Zeit an Tom Holland gedacht. Tom Holland ist der Spider-Man und ist ein echt erfolgreiches junges Kerlchen und taucht überall auf und ist halt auch in dieser Generation Social Media so aktiv, erzählt immer in den Making ofs von seinen Filmen, ist mit dieser anderen Schauspielerin Zendaya zusammen. Das sind alles Ebenen, echtes Leben, was gerade Tom Holland als Schauspieler auf eine Ebene setzt, wo in Homer Simpson nicht hinkommt, weil einfach diese durchbrochene Wand, sagt man da beim Film, also dieses echte Leben oben drauf gesetzt wird, was eine Cartoon Figur in dem Sinne niemals schaffen kann, behaupte ich.
[00:07:54] Speaker C: Also ich respektiere das natürlich völlig, aber hier würde ich gerne eine Alternativposition anbieten, nämlich, ich glaube, die unterscheiden, also wo brauchen wir jetzt wirklich den Menschen, der mir einen Videoclip, einen Brief oder eine Nachricht erzeugt. Und wo ist eine KI eigentlich genauso wirksam?
Ich glaube, ist auf lange Sicht im Kino nicht gegeben. Ich glaube, der Unterschied ist für mich der Lackmustest.
Wo geht es bei mir für mich um Persönlichkeit? Da geht es. Das gilt nur für die Fälle, wo es eine quasi direkte Interaktion zwischen dem Sender und dem Empfänger gibt und es mir wichtig ist, dass der Sender dieser, ich nenne es jetzt mal Botschaft des Contents, dass die menschlich ist. Ich mache mal ein Beispiel, ein Gruß, wenn du eine Rede hältst an einer Hochzeit, die musst du selber geschrieben haben, wenn du eine Beerdigungsrede hältst, das generierst du nicht mit ChatGPT, während du die Beerdigung reingehst oder irgendwie sowas.
[00:09:03] Speaker A: Es sei denn, du bist auch deutscher Politiker, da gab es auch diesen Skandal gerade. Egal, Themenabschweif, sorry.
[00:09:10] Speaker C: So, also wo es quasi, wo ist für mich, also der Wert der Botschaft kommt nicht aus dem Text selber. Also egal, wie gut oder schlecht jetzt der Liebesbrief ist oder die Trauerrede oder der Hochzeitsgruss, der hat seine Bedeutung dadurch, dass dieser Mensch, der für mich wichtig ist, sie für mich gemacht hat.
Da ist eine KI löst das Gegenteil aus, was ich sagen wollte, ist eine KI ist da kontraproduktiv. Wenn du deinen Liebesbrief mit einer KI generierst, hat es nicht denselben Wert. Spätestens wenn es rauskommt und oder auch für dich selber, wenn du den Brief schreibst und du weißt, tja, das war aber jetzt nur ein prompt, hat mich 10 Sekunden gekostet, dann das ist nicht, das verwässert den Kern der Botschaft. Kinofilme allerdings sind nicht so.
Ich finde sogar das Beispiel mit deinem Spider Man Darsteller oder anderen Schauspielern, die ja nun mal davon leben, eine erfundene Realität widerzuspiegeln. Also die spielen halt zehn verschiedene Rollen und das sind zehn ganz verschiedene Charaktere. Und für mich als Zuschauer ist es total unerheblich, ob es jetzt ein Mensch ist oder nicht, weil es geht ja um die Wirkung. Das ist wie ein Buch, was ich lese. Wenn ich ein Buch lese und da ist, es berührt mich irgendwie, weil es erinnert mich an den Konflikt zwischen mir und meinem Vater als kleiner Junge oder irgendwie sowas, dann ist es für mich an der Stelle streng genommen egal, ob das jetzt von einer Psycho-KI geschrieben wurde oder nicht oder von einem Menschen, der das wirklich so erlebt hat, das löst in mir das selber aus, genau wie jetzt ein Kinofilm. Und die Idee, dass das jetzt quasi für mich nur authentisch ist, wenn es auch ein Mensch ist, der das jetzt gespielt hat, der Brad Pitt oder der Tom Hanks, ich glaube, das ist bald nicht mehr relevant.
Das stirbt aus.
[00:11:04] Speaker A: Also andersrum formuliert, die Kinoleinwand ist schon Filter genug, um diese persönliche 1 zu 1 Kommunikation, wie du sie genannt hast, so weit auszublenden, als dass da kein Unterschied mehr entsteht.
[00:11:17] Speaker C: Das ist ja schon fake. Also glaub mir, dein Spider Man, das ist gar kein Spider Man, sondern das ist einfach ein junger Mann, der da irgendwie mit viel Special Effects dir die Illusion gibt, dass es Spider Man ist. Das bedeutet, wie groß ist denn da jetzt noch der Sprung, den komplett zu simulieren? Ich verstehe, dass die, ja, sorry Steffi,
[00:11:39] Speaker B: das heißt aber ja im Umkehrschluss, dass du die Zunft an sich, die Kunst des Schauspielers, sich das monatelang vorbereiten in eine Rolle, um dieses Authentische so gut wie möglich wiederzugeben. Insbesondere wenn ich vielleicht als Schauspieler in verschiedenen Rollen schon gespielt habe und nicht nur für ein Genre irgendwie bekannt bin oder so, das fällt ja dann komplett für dich in dem Sinne hinten runter. Und im Gegensatz eben dazu ist genau das für mich, diese Antriebsfeder zu sehen, wie weit geht eine Sandra Hüller in ihren Filmen, wie krass kann sie spielen oder sonst wie.
Und das ist bei mir eine Kopfsache, wenn ich diese Achtung dann davor haben kann vor solch einer Darby, das macht mir eine Gänsehaut. Wenn ich das so ohne das sehen würde, würde ich gut animiert, aber mir fehlt der letzte Kick für dieses eben Authentische. Ja, und was es dann ausmacht.
[00:12:42] Speaker C: Ja, also ich verstehe, was du meinst und ich kann das auch nostalgisch nachvollziehen irgendwie. Ich meine, wir haben alle unsere Vorlieben. Der eine mag Fußball, der andere mag das, was weiß ich, aber Tennis gerade vom Prinzip, vom Prinzip her glaube ich, dass die eigentliche Wirkung von von jetzt einem Kinofilm davon losgelöst ist. Also die Idee, warum die Leute Kinofilme gemacht haben und Schauspieler erfunden haben und Special Effects und so weiter und so fort, war ja, wir wollen da eine scheinbare Realität darstellen, die dann mit dem Zuschauer was macht. Der findet die dann traurig oder regt sich auf oder ist berührt oder irgendwie sowas. Und der Aspekt, den du jetzt noch reingebracht hast, Steffi, dass das jetzt auch noch eine hohe Kunst ist und dass sich vielleicht die Qualität der Illusion ganz stark davon ableitet, wie gut diese Person ist. Da hast du komplett recht, das ist völlig unstrittig.
Aber wenn jetzt morgen auf einmal alle Schauspieler, die es gibt, alle auf Top Oscar Niveau spielen würden, also der Oscar würde jedes Jahr zehntausendfach vergeben werden müssen, weil alle perfekt sind, dann sage ich dir, dann würdest du den Respekt vor dieser super Sonderleistung genauso verlieren, wie wenn auf einmal die KI das macht. Weil das Problem beim Generieren von, also nehmen wir mal an, dass eine KI das perfekt simulieren könnte oder generieren, ist ja nur zum Teil, dass jetzt auf einmal dann halt jetzt die schauspielerische Fähigkeit des Menschen, der das sonst gemacht hätte, dass die quasi ersetzt wird durch die KI. Das eigentliche Problem ist ja, dass wir eine völlige Schwemme an Filmen bekommen werden, die halt früher hat es halt irgendwie, hätte es jetzt ein halbes Jahr gedauert und es gibt auch nur so und so viel Budget für so und so viel gute Schauspieler oder so. Stell dir vor, das Ding passiert jetzt auf einmal gepromptet. Das ist ja so ein bisschen wie jetzt bei diesen Grafiken, die du jetzt unter anderem erzeugst. Irgendwie der für mich finanzielle Wert von einer Grafik ist, seitdem es hier Bildgenerierung gibt, für mich persönlich massiv gefallen. Also ich denke einfach so, ja, es hat Inflation der Qualität sozusagen, aber es ändert nichts an dem Effekt. Wenn ich mir jetzt ein computergeneriertes Bild angucke, denke ich mir, wenn es mich berührt, denke ich mir immer noch, ja, berührt mich oder da sehe ich was, erinnert mich an irgendwas und das ist für mich unerheblich, ob es gemalt wurde oder generiert. Und beim Film oder Hörbuch ist das genauso für mich.
[00:15:09] Speaker A: Ja, wenn uns die wirklich sehr, sehr kurze Geschichte der KI Bilderzeugung bis jetzt eins lehrt, dann ist es tatsächlich wirklich genau das, was du gesagt hast, dass wir davon ausgehen können, dass die Qualität sich noch verbessern wird und dass vielleicht dann irgendwann auch wirklich alle auf höchstem Oscar reifen Schauspielniveau sind, die KI generiert wurden.
Aber dein Beispiel mit dem Marvel Universum oder unser Beispiel mit dem Marvel UniversUM zeigt mir auch so ein bisschen, dass das eine Diskussion ist, die gar nicht erst mit KI anfängt. Also du hast es gesagt, das Marvel Universum ist zur Hälfte in irgendeinem Greenscreen produziert. Ich meine, trotzdem müssen sie immer noch Robert Downey Jr. Dahin setzen und können nicht irgendwen anders nehmen.
Also die Persönlichkeit würde ich immer noch behaupten, ist da drin. Aber ich denke auch gerade an, wenn ich noch weiter zurückgehe. Also Ich habe Anfang 20, habe ich beim Nachmittags Reality Fernsehen gearbeitet. So Makler zeigt Immobilie und Personen scheint interessiert und wird sie entweder kaufen oder mieten.
Da wurde ich dann auch ganz oft drauf angesprochen. Ah ja, und hat er das gekauft? Oder oh, und natürlich war das alles gefaked. Also wir haben so getan, als wäre das echt, Aber das war alles nachgestellt. Niemand hat sich für diese Wohnung wirklich interessiert. Im Gegenteil, die Leute, die sich mit einem echten Interesse gemeldet haben, die waren uns zu anstrengend, denen was Passendes zu suchen.
Aber egal.
Also wir können zurückgehen bis Milli Vanilli und dem Skandal, dass die nicht echt gesungen haben.
Ich glaube, dass die Diskussion alt ist, aber die Persönlichkeit würde ich trotzdem behaupten bleibt.
Ich habe nicht das Gefühl, dass ein perfekt Oscar geschauspieltes KI-Werk irgendwann in uns da packt, wo wir gepackt sind, wenn wir Fan sind von Brad Pitt oder Tom Holland oder irgendwem sonst.
[00:17:07] Speaker C: Also ich bin ja bis zum gewissen Punkt gehe ich da ja mit und ich Ach, jetzt kommt ein philosophischer Aufschlag, Hör zu Niveau. Also wird nichts Gravierendes. Aber ich habe jetzt ganz viel vor dieser Aufnahme darüber nachgedacht. An welcher Stelle ziehe ich denn die Grenze? An welcher Stelle ist es mir wichtig, dass es halt quasi echte Persönlichkeit ist, die den Content, den Brief, das Lied, was auch immer erzeugt hat.
Und ich glaube, dass wir Menschen Wir brauchen die Rückbestätigung, dass wir sozial verbunden sind.
Und das passiert, indem andere Menschen uns ihre Aufmerksamkeit, ihre Zeit und ihre Wertschätzung geben.
Anders Wenn wir das nicht mehr hätten, also wenn wir Menschen nicht mehr zwischendurch die Rückkopplung mit anderen Menschen hätten, ich glaube, dann würden wir wahnsinnig werden. Also wenn wir jetzt in einem Raumschiff leben würden ohne Kontakt mit anderen Menschen, ich weiß nicht genau, das würden wir, glaube ich, nicht überleben, weil wir das brauchen. Wir können das nicht ertragen, dass wir eigentlich schlussendlich in uns alleine sind und das Teilen unserer menschlichen Einsamkeit, also der Existenz mit anderen Menschen.
Das ist das, was uns lebendig fühlen lässt.
Und auf dem Hintergrund ist es ultra wichtig, unterscheiden zu können, was ist jetzt menschlicher Content, den ich bekomme und was ist künstlich generierter Content oder anders Der Moment, wo wir komplett geflutet sind mit nicht mehr menschlichen, sondern synthetischen Content, ist aus meiner Sicht eigentlich der Punkt, wo wir unsere Menschlichkeit verlieren, weil wir den Kontakt zu uns verlieren.
[00:19:05] Speaker B: Ja, das finde ich gut. Da gehe ich auch mit. Genau, aber das ist ja letztendlich dann ja eher Richtung das, was ich gesagt habe, also im Sinne von, dass es eben dann doch authentisch gespielt ist, weil dieses Bedürfnis, von dem du gerade sprachst, KI generiert, so nicht oder nicht gegeben ist, als würde jetzt eine echte Person das gespielt haben. Also ich habe mich gerade die ganze Zeit auch gefragt, was wäre denn, also vorausgesetzt, die KI wird noch besser und ich gehe in einen Kinofilm und denke boah, geiler Scheiß, super Geschauspieler und ich erfahre im Nachhinein, dass der Film KI generiert war.
[00:19:44] Speaker C: Ich habe mich das gefragt,
[00:19:49] Speaker B: Ja, dann wäre ich baff. Wow, das ist krass, dass das geht, Aber ja, da kommt die Nostalgie wieder durch. Da würde ich Boah, aber ne, aber eigentlich will ich doch Wo ist denn jetzt der echte Schauspieler und wer steht jetzt auf dem roten Oscar Teppich eigentlich?
[00:20:11] Speaker C: Das ist ein wundervoller Reality Check. Ich danke dir für deine Konzeption, Offenheit, weil das ist ein Killargument meiner Meinung nach, was jetzt das angeht.
Und das ist auch noch ein Aspekt, den wir berücksichtigen müssen. Die KI ist halt noch nicht so gut. Also ich weiß nicht, ob ihr das gelesen habt. Wie heißt der Charakter?
Tilly Norwood habt ihr das?
[00:20:35] Speaker A: Ne, den kenne ich nicht.
[00:20:36] Speaker C: Erzählt auch ganz neu, müsst ihr mal suchen. Das ist eine vollständig KI-generierte Schauspielerin und der ganze Film ist auch so aufgelegt, der wird jetzt noch gedreht und das macht auch in Kreisen gewissermaßen Aufruhr. Das ist jetzt quasi parallel zu deinem Post rausgekommen.
Der Film heißt Miss Aligned und da ist aber noch ich habe noch nicht viel darüber gefunden, außer einen YouTube Clip, wo sie dann im Prinzip so durch verschiedene Szenen durchtanzt und im Prinzip singt. Und zwar die KI besingt eigentlich, das ist jetzt so gefühlt noch nichts Besonderes, außer dass man so ein Gefühl dafür bekommt, wie sie dann inszeniert wird. Ich habe mich da auf die Mailing Liste eingetragen, in der sie dann über sich und ihr Leben erzählt oder sowas. Aber das ist quasi perfekt getimt zu deiner these, Hannes, quasi das Gegenbeispiel. Und vielleicht sollten wir das, wenn der Film dann draußen ist und gelaufen ist, vielleicht sollte man dann noch mal eine Wiedervorlage von dem Thema machen und noch mal darüber sprechen, wie sich das für uns anfühlt.
[00:21:37] Speaker A: Das klingt auf jeden Fall nach einer Hausaufgabe. Und wisst ihr, wie das sonst noch klingt? Also ich habe gerade so ein bisschen zugehört und überlegt, ob wir gar nicht so sehr über die Persönlichkeit reden, sondern wirklich über die Authentizität. Weil dann lass es so sein, dass eine Persönlichkeit in Zukunft wirklich KI generiert werden kann, genauso wie sie heute vielleicht als Persönlichkeit schon und Computer generiert ist, aber authentisch sind sie trotzdem nicht. Und Authentizität ist dann in dem Fall vielleicht einfach wirklich was ganz Subjektives und der Wert, der dahinter steckt, den geben wir dem Werk.
Es gibt bestimmt genug Leute, denen ist das egal, ob da, ob da das jetzt generiert ist oder nicht oder Computer erzeugt oder wie auch immer.
Und andere Leute legen da großen Wert drauf. Ich denk jetzt an Christopher Nolan, den Regisseur, der Also auf der einen Seite steht der erfolgreichste Film der letzten zehn Jahre mit Avatar, was komplett aussieht wie ein Computerspiel, wie ein sehr gutes Computerspiel zugegebenerweise. Und auf der anderen Seite einer der erfolgreichsten Regisseure dieses gleichen Jahrzehnts ist Christopher Nolan, der einfach auch als Marke sich sagt, ne, bei mir ist alles echt.
Und beides steht letztendlich in den Annalen der Kinogeschichte der letzten zehn Jahre, würde ich fast behaupten, gleichwertig, weil es solche und solche gibt, die in dem Fall gar nicht nach Persönlichkeit suchen, sondern wirklich nach Authentizität, die sie selbst bewerten für sich als das, was es ausmacht, diesen Film zu sehen.
[00:23:17] Speaker C: Ja, wir können ja noch eine andere Analogie suchen. Nehmen wir jetzt Fast Food gegen frisch gekochtes Essen.
Solange das Fastfood quasi wirklich aus minderwertigen Komponenten besteht und einfach nur mit Zucker und Geschmacksstoffen irgendwie zusammengepappt ist, stimmen wir mit Sicherheit darin überein, dass das nicht dieselbe Qualität hat wie jetzt ein frischer Salat mit frischen Zutaten oder sowas. Aber nehmen wir mal an, auf einmal würde es einen SD Drucker geben, der exakt dieselbe Qualität produzieren und drucken könnte wie jetzt. Also schwer vorstellbar, aber wie jetzt? Wie jetzt ein frisch gepflückter und zubereiteter Salat? Da würde man sich doch irgendwann die Frage Ist das überhaupt wichtig? Es geht ja um die Wirkung, die das Ding für mich hatte. Also ich esse, ich bin danach gesund ernährt, ich bin satt, es hat meine Geschmackssinne irgendwie bewegt Und sprich, am Ende ist doch die Frage, wie gut ist die Qualität des künstlich Erzeugten?
Und das würde doch für mich genauso gelten für ein Suno Lied, was ich generiert habe, wie für einen generierten Film im Vergleich zu was Echten. Wenn man die Facette rausnimmt, dass es uns aus nostalgischen Gründen eventuell wertvoll ist und dass wir das schätzen, das Handwerk, das auch noch manuell zu machen sozusagen.
[00:24:39] Speaker A: Das ist ja genau mein Punkt.
Dieses, was man da nicht rausnehmen kann oder zumindest nicht subjektiv rausnehmen kann. Als du von dem Fleisch geredet hast, ist gar kein absurdes Beispiel. Denn es gibt ja diese Idee, dass man Fleisch in der Petrischale züchtet und es schmeckt wie Rindfleisch, ist nahrhaft wie Rindfleisch, ist aber viel besser für die Umwelt, weil keine Tiere gestorben sind. Ich glaube, das Einzige, womit man aktuell noch ein Problem hat, ist diese Muskelfasern aus der Bewegung zu erzeugen. Aber ansonsten ist es eins zu eins das gleiche Zeug oder einem Elektroautos. Also wie viele Leute schwören auf ihren Diesel oder erzählen uns irgendwas von Motorsound, obwohl sie 110 PS Seat fahren oder sowas.
Also das kann man jetzt auch als was Negatives auslegen. Aber die Leute wollen das, was sie kennen und die wollen das, was sie, wie hast du es genannt, traditionell irgendwie.
Also da ist das Künstliche hat einen schweren Stand, weil es erst mal akzeptiert werden muss.
[00:25:39] Speaker C: Das ist auch noch ein guter Aspekt. Also sich nicht gut von dem Altbewährten irgendwie trennen zu können und das loszulassen und vielleicht auch anzunehmen, dass was Neues vielleicht genauso gut oder besser ist. Das ist ein interessanter Aspekt. Der muss auch noch irgendwo in die Gleichung rein.
[00:25:55] Speaker B: Also ich persönlich kann mir vorstellen, dass das natürlich über die Jahre eben mehr und mehr angenommen wird, weil es einfach irgendwie der Lauf der Dinge und der Technik ist.
Aber wie du ja auch heute wieder hast, dass Menschen dann doch lieber mit echten Vinylplatten auflegen, weil das irgendwie vermeintlich cooler ist oder so. Also ich glaube so diese nostalgischen Rückschritte, aber das ist dann eher eine kleine Gruppe.
Ich würde das, ich lehne mich jetzt vielleicht mal ein bisschen aus dem Fenster, aber wir haben ja gerade dieses Looksmaxing auch unter Männern, also dieses Selbstoptimierungs Gedönse, wo sich Menschen ihre Jawline zertrümmern lassen, damit das Gesicht kantiger wird und so. Also das nimmt ja perverse Züge an. Also dieser Wunsch nach irgendwie künstlich mehr aus mir zu machen, das haben wir auch schon lange im körperlichen Bereich auf diversen Ebenen sozusagen.
Und dann frage ich mich auch was ist das? Also ja, aber irgendwie, wenn ich mir diesen Trend so angucke, diese ganze Selbstoptimierungsgeschichte, auch eben optisch das noch zu verbessern und das noch zu verbessern, was ja aber künstlich in der Regel eben erzeugt wird, das ist ja auch mehr und mehr gesellschaftsfähig. Also man wundert sich über das eine oder andere Gesicht, sage ich jetzt mal, wie es dann am Ende aussieht, weil es gibt ja auch ganz erschreckende Beispiele meiner Meinung nach. Ich will überhaupt keinem zu nahe treten, aber es ist auf jeden Fall eben, bleiben wir mal einfach bei dem Aspekt künstlich. Und man hat sich aber irgendwann ja auch ein bisschen eingesehen, will ich mal sagen. Man sieht sich ein, eine Gesellschaft sieht sich irgendwann ein in solche Dinge und die Akzeptanz mehr oder weniger wächst mit für sowas. Und insofern glaube ich, dass diese ganze KI Generierung, gerade auch in kompletten Filmen und auch der Ersatz von echten lebendigen Menschen, Schauspieler, innen, dass das kommen wird.
Aber ja, wenn ich jetzt wählen könnte, meins wäre es nicht. Also für mich ist das ist der letzte Kick im Kopf, dass ich okay, geil, echt gespielt, Ich ziehe meinen Hut. Wieso kann der so heulen auf Kommando oder wie auch immer. Also es ist ja absolut valider Punkt
[00:28:18] Speaker A: und wirklich auch was, was man nicht unterschätzen darf. So eine Bewegung, die das Künstliche vielleicht wirklich in den Vordergrund stellt und gleichzeitig eine super Überleitung, denn ich wollte mit euch, ich habe es hier groß auf dem Zettel stehen, auch noch Social Media mit in den Ring werfen Und genau nämlich das.
Also auch da noch vor KI wurde es immer künstlicher und künstlicher und künstlicher. Jetzt denken die meisten wahrscheinlich an Instagram, wo eben auch gerade jungen Mädchen ein künstliches Bild vorgelebt wurde. Ich würde aber viel lieber, weil ich das spannender finde, auf LinkedIn eingehen, weil das genauso billig Plastik ist, aber auf eine nicht mal auf einem höheren Niveau, sondern einfach auf eine noch ganz anders anbiedernde Art.
Ich persönlich habe die Schnauze voll davon, ganz ehrlich.
Ich weiß nicht, ob das ein Trend ist, wo mehr Leute hingehen, kann es mir nicht vorstellen.
[00:29:10] Speaker B: Also ich finde es schlimm, was auf LinkedIn ist, ehrlicherweise.
Und ja, auch natürlich durch KI. Ich bin auch ein Teil des Systems, muss ich ja ganz ehrlich zugeben. Aber ich sage mal so dieses super Selbstdarstellerische, dieses geflexe, welches Auto und jeder kann das in fünf Minuten und du hast K Follower nach einem Tag mit mir und so. Es ist so drüber und es ist ja, ich frage mich auch, gibt es eine Alternative? Habe ich so rein businessmässig auch noch nicht gefunden. Mastodon gibt es ja. Ich habe da zwar ein Konto, ich bin da aber nicht. Das ist für mich eher so eine Mischung aus Reddit und keine Ahnung was oder ich weiß nicht genau, aber ja, ich finde LinkedIn auch und dann auch dieses ganze Algorithmus Thema und du musst das und dann und um die Uhrzeit am besten posten und drei bis viermal die Woche auf jeden Fall, weil sonst ist der Algo wieder unten. Das ist alles Prostitution eigentlich.
[00:30:10] Speaker A: Aber gerade jetzt für dich und für mich, Wir als Selbstständige, LinkedIn ist ja schon noch ein wichtiges Feld, was man eigentlich bespielen sollte. Wenn du bei mir guckst, ich fahr seit drei Monaten dann nicht mehr und weißt du, dann klickst du drauf, gehst da rein und freust dich. Oh, zwei Nachrichten und so ganz viele Mitteilungen, alles Werbung. Also
[00:30:30] Speaker C: das ist ja eher Wasser auf deine Mühle, Hannes, im Sinne von durch KI wird das alles irgendwie beliebig und auch steigert sich einfach nur gegenseitig hoch bis zur Unerträglichkeit, was dann am Ende dazu führt, dass du oder ihr beide, ich schon lange mich von der Plattform eher fernhalten, weil ich das entweder nicht interessant finde oder es mich nervt oder runterzieht oder was auch immer. Und das ist ja das, was du sagst, Hannes, das halt das am Ende wird das Platz machen müssen oder Platz lassen für echte authentischen Austausch.
[00:31:03] Speaker A: Ja, wahrscheinlich irgendwann. Ich wollte nämlich gerade Steffi fragen, kannst du dir vorstellen oder weiß ich nicht, ob du da noch ab und zu mal was siehst, Leute, die wirklich authentisch auf LinkedIn rüberkommen. Gibt es sowas überhaupt noch?
[00:31:15] Speaker B: Ja, muss ich ehrlicherweise sagen, gibt es witzigerweise gerade in meiner AI Bubble habe ich da so paar Leute, die ich extrem greifbar und authentisch finde. Mit denen bin ich auch sehr eng und nett verdrahtet und das merkt man auch. Also das sind auch fast eher Leute, die impostern, also die sich noch eher so ein bisschen zurücknehmen oder so, die so ganz feine Seelen sind und du merkst das ja, die gibt es auf jeden Fall. Aber das ja, aber ich sehe natürlich auch diese ganzen anderen.
[00:31:47] Speaker A: Haben die noch eine Chance, die schüchtern auf LinkedIn oder können sie es direkt schenken? Ich finde, vielleicht nimmst du es einfach als die Visitenkarte und wenn dich jemand findet, dann sieht er zumindest was über dich oder kommt man als schüchtern, sage ich jetzt da noch durch auf LinkedIn?
[00:32:03] Speaker B: Doch, ich glaube schon, aber wahrscheinlich nur bei den Leuten. Und das ist ja dann immer wie eine Echokammer, die Wert darauf auch legen. Also wenn du dann einmal von irgendjemandem vielleicht einen Kommentar bekommst, den du auch authentisch findest und so weiter.
Doch, man kann das schon noch Fuß fassen oder auch, glaube ich, erfolgreich unterwegs sein, weil es ja auch so zunimmt, dass diese ganzen Flexer innen, wie auch immer man sie nennt, irgendwie auch so überhand nehmen. Ich glaube, das ist ein ganz wichtiges und ganz tolles Gut, dieses Authentische und es wird so mit Füßen getreten und deshalb finde ich ja, wir sollten, darf ich sagen, sonst müssen wir es rausschneiden, unsere GMKI wachsende Community.
Für mich ist das ja so ein Spielball. Ich möchte da so gerne hin, dass obwohl wir mit KI zu tun haben, aber dass das ja irgendw, keine Ahnung, vielleicht was Neues wird in Richtung was Echtes.
[00:32:57] Speaker C: Ja, total.
[00:33:01] Speaker A: Helft mir noch mal gerade die Ausgangsfrage oder beziehungsweise das, was ich eben gesagt habe, einzusortieren. Ich bin jetzt gerade am überlegen, also Persönlichkeit und Authentizität, kriegen wir das irgendwie zusammen? Könnte man behaupten, dass Authentizität ein sehr wichtiger Teil von Persönlichkeit ist? Also wie gesagt, ein Homer Simpson hat auch sehr viel Persönlichkeit, aber es fehlt halt eben dieser eine Block Authentizität, den wir uns persönlich mehr oder weniger gewichten, Ob wir jemandem folgen wollen oder nicht, kann der beste, lustigste Charakter der Welt sein, aber er ist nicht echt. Also finde ich den persönlich doof und andere sehen es ganz anders.
[00:33:39] Speaker C: Also Homer Simpson ist ein krass, krass starkes Gegenbeispiel leider. Wenn du da über 20 Jahre immer wieder dieselben quasi Stereotype oder auch dann teilweise politischen Perspektiven da irgendwie immer wieder so vorgespielt bekommst, das macht ja was irgendwie. Und ich frage mich jetzt gerade, ob jetzt für mich irgendwie Tom Hanks oder Homer Simpson größere Bedeutung oder mich stärker geprägt hat. Nicht, dass ich jetzt Thomas Simpson sein möchte, aber man geht, also ich gehe doch oft durch mein Leben und wenn dann so eine absurde Situation irgendwo auftritt, denke ich mir manchmal so, ja, wie würde das denn jetzt als Simpson Comic gezeichnet sein oder sowas.
Das zieht mich jetzt fast schon wieder zurück zu. Ist scheißegal, spielt keine Rolle, egal wie es erzeugt ist. Es zählt nur, was es beim Betrachter auslöst in der Breite.
[00:34:33] Speaker A: Jetzt setze ich noch mal einen drauf. Also es gibt da ja noch eine ganz andere Ebene, Das Oxytocin, was durch unseren Körper fließt. Wenn wir nämlich, wenn ich jetzt hier Scarlett Johannson im Kino sehe, dann bin ich ein bisschen verliebt, dann kribbelt es im Bauch.
Das kann mir Marge Simpson noch nicht geben. Also ist es, was ist es, was uns einfach auf einer anderen Ebene noch mal erwischt. Und wie gesagt, entweder es trifft einen oder es trifft einen nicht, der kleine Pfeil von Amor. Oder ist das auch was, was uns die KI demnächst auch vorgaukeln kann? Ich meine, es gibt den Film her und es gibt natürlich irgendwann auch extrem realistische, attraktive, charmante Persönlichkeiten, die nicht echt sind im Moment.
[00:35:17] Speaker C: Aber da Hannes, da sind wir schon längst. Also das mag auf Video oder Bildlevel vielleicht noch nicht perfekt, perfekt sein, aber ich habe jetzt gelesen, dass in China haben sie jetzt, wo war das?
Im April 26 haben die quasi eine Regulierung, aber eine relativ strikte eingesetzt. Jetzt zwei Wochen, nächste Woche wird die aktiv. Und zwar geht es darum, dass AI Companions für Minderjährige, ich glaube, verboten sind und die Digitalkonzerne, weil das so eine Überhand genommen hat, weil da einfach die Negativauswirkungen, wenn jetzt plötzlich sich die Menschen als beste Freunde die KI suchen oder in sie verlieben, das war dem Staat nicht mehr geheuer. Und die Digitalkonzerne haben schon reagiert, jetzt da die großen in China und die haben schon abgeschaltet. Also die Leute, die da ihren besten Freund oder virtuellen Liebhaber da irgendwie hatten, die haben Pech, weil der ist gerade gestorben.
[00:36:25] Speaker A: Das ist auch spannend. Also dass die Chinesen so weit uns voraus sind, dass sie schon Sachen verbieten, die noch nicht mal bei uns angekommen sind.
[00:36:33] Speaker C: So würde ich das Ja, es ist auch, das ist ein guter Gedanke, so nach dem Motto, das müsste man noch mal und das könnte man doch auch und so. Aber ich jetzt aus meiner westlich europäischen Perspektive heraus und vielleicht auch beseelt vom Geiste unseres Vereines. Ich würde sagen, es geht hier nicht darum, dass wir jetzt den Staat brauchen, der jetzt hier rein reguliert und Zeug verbietet oder sowas, sondern es geht eigentlich darum, dass wir alle uns hierzu eine Meinung bilden, die durchaus auch abweichend sein kann. Also ich respektiere vollständig, Steffi, deinen Punkt mit Für dich ist der Kinofilm erst die richtige Leistung und du schätzt auch die Wirkung, die er in dir auslöst, nur dann, wenn der halt die handwerkliche Kunst des Schauspielerns und so weiter steht.
Genauso wie du mit Sicherheit respektierst, dass ich aber der Homer Simpsons oder ich hab mit dem Nemo gelitten, als seine Mutter gegessen wurde, fand ich ganz schlimm und für mich aber genauso sehr wie mit Tom Hanks, als er da in Vietnam irgendwen aus dem Dschungel rausziehen musste oder sowas in den Kinofilmen. Also ich glaube, das Entscheidende ist, dass wir darüber sprechen müssen, dass wir uns darüber klar werden müssen und vor allem auch, was ich schon sinnvoll finde, ist, wenn wir uns alle quasi individuell auch unsere eigenen Leitplanken setzen und OK, pass auf, klar ist das leicht jetzt für seinen Kumpel mal eben Geburtstagsbrief mal eben schnell oder einen Liebesbrief für die Partnerin, den Partner mal eben mit ChatGPT zum Hochzeitstag zu rendern, aber doof. Also damit entwertet ihr euren eigenen Wert oder den Wert eurer Beziehung. Und ich würde ich würde für mich, also meine Antwort auf die Frage, die Eingangsfrage von dir, Hannes, ist halt, ich glaube, dass ich total offen bin für vollkommen generierte Content, der für mich aber persönlich irrelevant ist. Also ich lerne gerne von einer KI, ich gucke mir gerne generierte Filme an und ich werde mit Sicherheit auch sehr gerne generierte Hörbücher hören und Bücher lesen, das glaube ich, wird mich nicht stören. Aber umso wichtiger ist mir, dass ich in den Kernbeziehungen in meinem Leben Authentizität habe und spüre. Und ich glaube, die Grenze, wie breit ist der Korridor, das muss jeder selber entscheiden. Und darüber müssen wir eigentlich auch im Austausch bleiben.
Und das geht aber nur, wenn wir uns alle damit auch beschäftigen.
[00:39:01] Speaker B: Mir fällt da auch noch was ein und das wird ja eine unserer nächsten Folgen zum Thema Authentizität und das Weiterleben.
KI generiert von Menschen, die uns verlassen haben. Das wird eine eigene Folge werden. Wir erinnern uns daran.
Und das ist ja auch auf jeden Fall umstritten. Und was es auch psychisch mit einem macht, ob man sich dann wie auch immer verabschieden kann oder nicht oder schließt man dann ab und wie trauert man, wenn das ja gar nicht zu einem Ende kommt und so weiter.
Ja, ist auch schwierig. Also auch im Sinne von.
Und es ist total spannend auf der einen Seite zu gucken, wie geht die Gesellschaft damit um, Gewöhnen wir uns daran und wenn ja, was macht das mit so einer Gesellschaft? Also ja, also, aber ich bin bei dir. Jeder muss das am Ende für sich entscheiden. Jeder hat da seine eigene Meinung, seine eigenen Emotionen zu.
Und nur klar ist natürlich auch, im Zweifel stirbt eine ganze Zunft aus. Wenn jetzt 80, 90 Prozent völlig fein damit sind, dass KI generierte Kinofilme super sind, dann gab es irgendwann mal vor Jahrzehnten einen Schauspieler und der wurde dann synthetisiert und dann spielt er für die nächsten drei Jahrhunderte. Also dann irgendwann. Genau, dann wäre diese Art von Sache ja weg da. Wobei ich mir das nicht vorstellen kann. Also das ist, ich weiß nicht, ich
[00:40:26] Speaker A: mag zum Abschluss vielleicht auch noch mal eine ganz andere Perspektive reinbringen, die uns vielleicht aus der Folge rausholt. Ich stelle mir nämlich gerade vor, noch mal das Bild, was du gerade gebracht hast, Chris, diese Leinwand sozusagen als Filter zwischen uns und dem Authentischen oder der Persönlichkeit, die es halt im echten Leben nicht gibt. Und wenn ich daran denke, dass die Medienzeit bei uns in den letzten 10, 20 Jahren halt einfach kontinuierlich gestiegen ist und ich kenne mich selber, es gibt viele Abende, wo ich denke, Film gucken, sonst nichts mehr, Durchzug.
Wir leben halt einfach wirklich sehr stark vor einem Bildschirm und das ist auch was, was man bestimmt nur bewusst reduzieren kann und sich einfach wirklich von allem, was auf dem Bildschirm ist, lösen kann. Und dann kann man auch ganz locker für sich selbst entscheiden. Ich sage jetzt bewusst für sich selbst, egal was da am anderen Ende des Bildschirms ist, ob das computergeneriert KI generiert ist, ob es ein Schauspieler ist, der im Greenscreen saß oder ob es ein sehr guter Schauspieler ist, der aber trotzdem eine Rolle spielt, spielt. So richtig echt ist es alles nicht. Und ob das jetzt mir mehr oder weniger wichtig ist, das entscheide ich. Aber vielleicht gehe ich am allerliebsten wieder mehr raus und treffe mich irgendwo.
[00:41:44] Speaker B: Ja, also ich glaube, dieses mit sehr viel Screentime und so weiter. Ich glaube, dass man hat schon das Gefühl, ich weiß nicht, ob das jetzt, ob ich das selektiv so nur wahrnehme, aber dass viele Leute ja doch auch wieder so eine Art Gegenpol suchen und irgendwie alternativere Sachen machen wollen. Also auch, keine Ahnung, mit verschiedenen Retreats oder so, also diesem extremen Bildschirmleben wieder einen Gegenpol zu setzen. Oder nehmt ihr das anders wahr?
[00:42:15] Speaker A: Ja, total. Ich glaube und ich glaube auch wirklich fest daran, dass das wiederkommen wird oder wieder mehr kommen wird. Nicht von heute auf morgen, aber genauso wie sich das langsam gesteigert hat, hat, wird sich das auch im besten Fall wieder abbauen. Vielleicht auch nicht bei jedem. Es gibt wahrscheinlich in Zukunft noch mehr die Möglichkeit, sich in eine virtuelle Welt zu flüchten und da Tage drin zu verbringen, Holodeck oder sowas.
Aber bei anderen wird es genau das Gegenteil auslösen, sich davon zu entfernen und vielleicht wirklich mit, also ich denke jetzt noch mal an die letzte Folge mit weniger Arbeitsstress und mehr Wohlstand im Leben, sich wieder auf Sachen zurückzuberufen. Ich bin so philosophisch gerade, ich bin fertig für heute. Was meint ihr?
[00:42:55] Speaker B: Schönes Schlusswort,
[00:43:00] Speaker A: nehmen wir. So, dann mache ich jetzt nur noch wirklich ganz kurz die Ansage echt treffen, echt wahr. Und so gibt es beim GMKI auch an dem Tag, an dem diese Folge rauskommt. Heute machen wir zum Beispiel eine Veranstaltung über KI Agenten, aber in echt getroffen.
Und da guck gerne auf die Seite GMKI Org. Da gibt es immer mal wieder Sachen, Sommergrillen machen.
Da kann man auch mal nicht über KI reden, sondern sich richtig gut kennenlernen und da müsst ihr unbedingt alle kommen.
Alle ihr Podcast Hörer und ansonsten sprechen wir mal über das Leben in der KI nach dem Tod in einer der nächsten Folgen. Und ich freue mich total drauf und sag bis dahin. Tschö Steffi und tschö Chris.
[00:43:43] Speaker B: Ciao Hannes. Tschüss zusammen.
[00:43:45] Speaker C: Tschüss.