Episode Transcript
[00:00:00] Speaker A: Heute sind wir in illustra er Runde. Der Uli ist hier und der Christian ist hier. Hallo, ich grüße euch. Und meine direkt erste Frage. Ihr arbeitet mit Sicherheit noch ganz viel mit KI im Alltag. Arbeitet ihr auch noch ganz gerne mit KI oder fängt es an manchmal auch ein bisschen zu nerven?
[00:00:16] Speaker B: Ja, beides würde ich sagen. Aber überwiegt Bei mir überwiegt doch immer die faszinierende Begeisterung.
[00:00:21] Speaker C: Ich mache mir schon viel Gedanken über was das jetzt alles mit meinem Gehirn da macht, aber großen Teil positiv. Aber natürlich Frustration ist dabei und ja eben dieser Gedanke, wo führt das langfristig hin? Was macht das langfristig mit meinem?
[00:00:38] Speaker A: Ja, genau, da wollen wir heute drüber reden. Ich habe ein YouTube Video gesehen von einem YouTuber namens Matt Wolff, der viel über KI berichtet und dann auf einmal ein sehr ernstes Thema machte und sagte, ja, er fühlt so eine gewisse Müdigkeit und hat dann das ganze Video dem gewidmet und ich habe irgendwie so diverse Punkte gehabt, wo ich gesagt habe, ja, ach, kenne ich. Und deswegen wollte ich das heute mal mit euch diskutieren, ob man denn von der KI auch mal so ein bisschen ausgelaugt ist, das richtige Wort, was man da bespricht. Ich will jetzt gar nicht zu groß aufhängen. Ich glaube, wir alle sind uns einig, dass KI immer noch was ganz Tolles ist, aber unser Intro sagt so schö Ja, was macht das eigentlich mit uns? Und das wollen wir heute diskutieren, Deswegen fahre ich das mal ab.
[00:01:21] Speaker C: Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt. Was macht das mit uns?
[00:01:26] Speaker B: Finden wir es heraus, gemeinsam mit KI? Der Podcast des GMKI e.
[00:01:31] Speaker C: V.
[00:01:36] Speaker A: Ja, die Stimme hat das schon ganz toll gesagt. Also irgendwie KI verändert unsere Welt, verändert auch so ein bisschen, wie wir arbeiten und was macht das mit uns? Ja, die these ist manchmal macht es auch ein bisschen müde. Könnt ihr damit was anfangen?
[00:01:50] Speaker C: Ja, auf jeden Fall. Also.
Vor allem diese langen Texte, die dann, die dann da rauskommen. Also vor allem, also das Allerschlimmste ist ja, wenn einem ein Kollege etwas schickt, was von der KI generiert ist, was ein ewig langer Text ist, wo man genau weiß, das hat noch nicht mal der sich selber durchgelesen und will jetzt entweder, keine Ahnung, mir schnell eine tolle Information zukommen lassen oder will ein bisschen klug scheißen oder ich weiß nicht was.
Aber manchmal ist es halt so, dass es einfach dann ätzend ist, vor allem wenn die Texte so lang sind.
[00:02:29] Speaker A: Ja, das ist zum Teil schon Kern des Problems. Also ich hab euch noch einen kleinen Blogbeitrag mitgebracht von einem Entwickler namens Zidane Carré und der beschreibt das auch ganz gut und er Naja, ich erwisch mich irgendwie immer wieder, dass ich noch um 11 Uhr abends da sitze und mit der KI weitermache und weitermache und denke, das müsste doch jetzt mal so langsam funktioniert haben. Und am Ende des Tages denke ich, eigentlich wollte ich mir Zeit sparen, jetzt sitze ich hier länger dran und weiß gar nicht warum. Und das ist, glaube ich, eine ganz coole Beschreibung für das, was ich auf jeden Fall auch schon öfter mal durchgemacht habe. Und da spielt auch viel das mit rein, Uli, was du sagst. Die KI, die haut einem da so einen kompletten Text raus und man selber ist nämlich gar nicht mehr irgendwie kreativ oder Autor oder irgendwas, sondern man ist nur noch der Depp, der das lesen muss und dann nach der Hälfte des Textes merkt, ne, das war irgendwie doch nicht so geil Und dann schießt die KI direkt den nächsten Text hinterher, den man wieder lesen muss.
[00:03:24] Speaker B: Also was mir auffällt, wenn ich da jetzt mit einer KI zum Beispiel irgendwie an Softwareentwicklung mache, also Wipe Coding, sprich ich prompte irgendwas rein und die KI erzeugt dann den Programmcode, den ich dann ausprobiere oder mir angucke und dann den nächsten prompt reingebe, um es zu verbessern. Da ist mir aufgefallen und am Anfang war ich da super fasziniert von, da ist mir jedenfalls aufgefallen, dass sich meine Arbeitsweise natürlich völlig geändert hat, nämlich ich habe nicht mehr selber programmiert oder mir überlegt, wie mache ich das denn jetzt, sondern ich habe halt das Problem formuliert und vielleicht noch einen Lösungsweg vorgegeben und dann schickst du das ja ab und dann legt er ja, ich mache jetzt dies und das und so und das dauert ja dann schon mal zwei, drei Minuten oder auch fünf oder sowas, bis er dann fertig ist und ich mir das Ergebnis angucken kann. Und dann ist mir irgendwann aufgefallen, dass meine Arbeitsweise dadurch dann im Prinzip wurde, dass ich so quasi zwei oder dreistufig parallel unterwegs war. Also ich habe ihm die erste Aufgabe gegeben, dann fängt er an, die zu lösen. In der Zwischenzeit habe ich schon darüber nachgedacht, okay cool, was macht er denn als nächstes? Und habe wirklich in einem Editor nebenbei das nächste Prompt schon geschrieben und als er dann fertig war mit seinem Code, habe ich den dann halt irgendwie gelauncht, also gestartet, damit ich mir das Ergebnis auch angucken kann, habe ihm aber, damit er sich nicht langweilt und wir alle super produktiv sind, den nächsten Prompt gegeben. Das heißt, während ich das erste Ergebnis mir angeguckt habe, hat er das nächste Feature schon gebaut. Dann habe ich während er das baut, festgestellt, da fehlt ja noch eine Kleinigkeit, also Qualität immer super gut, aber da habe ich mir gedacht, ja nee, pass auf, hier an dem ersten Feature musst du jetzt noch das und das ändern, Okay, als er dann mit dem zweiten Feature quasi fertig war, habe ich ihm dann gesagt und so weiter. Und dann habe ich irgendwann gemerkt, also die erste halbe Stunde fand ich das super geil und dachte so, boah krass, ich bin ja Produktivitätsgott, ich kann alles. Aber dann nach 31,2 Minuten oder 35,7 oder irgendwie sowas, habe ich gemerkt, so das ist aber irgendwie voll anstrengend und vor allem man verliert irgendwie auch so den Kontakt zu seiner eigentlichen Arbeit. Also ich war da nur noch am rummanagen und ja OK, vielleicht habe ich zehnmal so viel geschafft wie früher vorher, aber ich kann jetzt nicht sagen, dass mich das glücklicher gemacht hat im Wesentlichen. Und ich fand es tatsächlich, Müdigkeit weiß ich nicht, aber ich fand es tatsächlich anstrengend. Also es war auf einer anderen Ebene wirklich, ich war richtig ausgelaugt danach und acht Stunden oder so könnte ich auf der Basis könnte ich jetzt so nicht niemals durcharbeiten, keine Chance.
[00:05:45] Speaker A: Da stecken gleich mehrere Thesen drin. Die erste ist so ein bisschen so ein Versprechen von Produktivität und auch irgendwie so eine Begeisterung, dass man jetzt so schnell arbeiten kann und einfach auch, vielleicht nennt man das Hamsterrad, wenn man das jetzt negativ formulieren will, einfach so ein Ding, wo man drinsteckt und immer weiter paddelt und denkt, man muss da mit der KI mithalten, ob man jetzt aus Motivation oder aus, ja weiß ich nicht, Tempo einfach, das ist natürlich auch immer so, dass die KI gute Abstände hat, die braucht dann, wie du gesagt hast, irgendwie mal nur 30 Sekunden mal tatsächlich auch drei Minuten oder länger und was machst du in der Zeit?
Guckst du aufs Handy oder machst du parallel was anders? Auf jeden Fall ist es so ein Start Stop Arbeiten, was für keinen Motor gesund ist.
[00:06:34] Speaker B: Supergeiler Punkt, weil, also ich bin ja keinem verraten, aber ich habe ja dieses kleine Prokrastinationsproblem und ich lasse mich auch super gerne ablenken. Und das, was du beschrieben hast, das ist also exakt das. Dann schicke ich das ab und in schwächeren Momenten oder vielleicht gegen Ende dieser halben Stunde irgendwie möglicherweise bin ich dann irgendwann dazu übergegangen, nebenbei so noch irgendwie was zu lesen oder vielleicht was anderes zu machen oder mal schnell noch irgendwo. Und das ist natürlich Quatsch halt irgendwie. Also für Leute, die Multitasking gefährdet sind im Sinne von Fokusverlust, ist das auf jeden Fall hier Heroin. Das Ganze ganz klar.
[00:07:07] Speaker C: Ist ja auch eben äußerst frustrierend ist, ist wenn man halt ein Problem mit der KI beredet oder gerade beim Programmieren, man will halt etwas erschaffen und ich mache das mal ein bisschen nicht auf der professionellen Ebene wie der Christian, sondern eher so im Chat GPT Fenster noch mit Copy Paste und so Sachen. Nur da bist du wirklich extrem eingegrenzt, vor allem wenn die Diskussion sehr, sehr lange geht und er dann die Sachen aus dem Kontextfenster raus verliert.
Und dann ist es sehr frustrierend, wenn du halt so, es ging darum, so ein interaktives Diagramm zu machen und du kriegst es halt am Ende nicht, habe ich es nicht hingekriegt, dem genau mitzuteilen, jetzt wie ich es denn genau haben will. Und es war am Schluss dann nur noch frustrierend, weil er dann dann hat er gerade das gemacht, was ich ihm jetzt am Schluss gesagt habe, aber dann hat er am Anfang wieder irgendwas umgebaut und so. Und das liegt natürlich sicherlich mehr an mir als an der KI. Nur trotzdem halt ist das, ist das ein äußerst frustrierender Vorgang dann Und dann muss am Schluss irgendwie klein beigeben und es doch anders lösen.
[00:08:26] Speaker A: Was da auch ein bisschen mit drinsteckt, ist ja so eine gewisse Ungeduld, die man jetzt nicht nur durch dieses Start Stopp Arbeiten irgendwie eh schon hat, sondern finde ich jetzt persönlich, das ist ganz rein meine Erfahrung.
Ich erwarte ja, dass die KI mir auch sofort ein Ergebnis liefert und wenn dann aber das erste Ergebnis nicht gut ist oder irgendwie auf einmal ein Zwischenschritt da reinkommt, weil ich da noch mal drüber gehen muss, dann bin ich oft schon zu ungeduldig geworden und hab vergessen, dass das ja eigentlich ein Prozess sein sollte und erwarte dieses Ergebnis beim ersten Mal und bin dann schon enttäuscht, wenn es nicht direkt geklappt hat.
Muss man sich auch ein bisschen selbst erziehen, glaube ich.
[00:09:01] Speaker B: Auf jeden Fall.
Ich glaube, ein Faktor, der auch zu KI Erschöpfung führt oder führen kann, ist tatsächlich, dass du, wenn du dir so einen Arbeitsalltag, so einen normalen Büroarbeitsalltag anguckst, was weiß ich, du bist Sachbearbeiter oder du bist von mir aus Arzt oder sowas, nehmen wir einen Arzt als Beispiel, hast jetzt eine Zeitstunde, da machst du jetzt, ich sage jetzt einfach mal, keine Ahnung, 10 Patienten halt früher klassisch, die kommen da rein, erzählen ihr Ding und davon sind sieben sind irgendwie ein Schnupfen, einer ist irgendwie, was weiß ich, Bauchweh und zwei sind halt schwere Fälle irgendwie, wo halt eigentlich Empathie gefordert ist, wo es irgendwie emotional stressig ist. Jetzt mit KI würde das jetzt übertragen sein so, KI kümmert sich um die ganzen Standarddinger, also die sieben von zehn Leuten, die eigentlich einen Schnupfen haben, die würden beim Doktor gar nicht mehr ankommen. Die KI sortiert die sofort raus und erklärt, ja, ja, hier ist dein Aspirin, geh nach Hause, tschüss. Irgendwie, das heißt, der Doktor sitzt dann auf einmal nicht mehr mit sieben kleinen Fällen, einem mittleren und zwei schweren Fällen oder sowas, sondern der sitzt am Ende dann quasi mit 10 schweren Fällen, weil die KI das Standardzeug alles schon raus sortiert hat. Das heißt, dann kann der Arzt, kann jetzt zehn Leuten erklären, dass sie Krebs haben in einer Stunde, wo er das früher nur zwei Leuten hätte erklären müssen. Jetzt ist ein extremes Beispiel, aber du kannst auch einen Versicherungssachbearbeiter nehmen, der Schadensfälle prüft oder früher halt irgendwie so einen guten Mix zwischen kleinen und großen, hat er jetzt auf einmal nur noch so krasse Ablehnungen oder wo er ablehnen muss und sieht, dass er jetzt eine Familie pleite geht, weil er leider irgendwie, was weiß ich, emotionalen Stress halt irgendwie auslöst.
Ich glaube, dass uns das mental auf jeden Fall an unsere Grenze bringen kann.
Und wenn wir davon ausgehen, dass die KI ja eigentlich dafür da ist, die Standardfälle, vor allem am Anfang die einfachen Dinge rauszusortieren und so, wie man immer schön so schön sagt, so, ja, dann kann der Mensch die komplizierte Denkarbeit machen. Das klingt immer so schön irgendwie.
Dann heißt es ja aber quasi, dass das, was wir mental früher über den ganzen Arbeitstag oder eine Arbeitswoche oder einen Monat strecken durften, das müssen wir jetzt innerhalb von einer Stunde oder so machen. Und ich bin ganz sicher, dass das zumindest in der Übergangszeit für krasse KI Lethargie, Erschöpfung, Müdigkeit führen wird. Vielleicht wird das auch dazu führen, dass wir generell umdenken müssen, wie wir KI benutzen, weil wir das als Menschen kognitiv oder emotional vielleicht nie verarbeiten können.
[00:11:24] Speaker C: Ja, krass. Also interessant, habe ich noch nie drüber nachgedacht, klar. Also wenn die KI tatsächlich die sozusagen einfachen Standardfälle erstmal wegschaufelt, ja, da bist du nur noch mit den Kassenbeispielen beschäftigt, so habe ich das noch nie mit den krassen Arbeitsfällen oder so, oder mit den kognitiv intensiven, so habe ich das noch nie gesehen.
[00:11:44] Speaker B: Nimm Callcenter, nimm Callcenter, der kriegt, was weiß ich, alle fünf Minuten ein neues Gespräch rein, sind pro Stunde dann also 12 Gespräche. Die KI filtert die einfachen Fälle, wo einfach nur einer wissen will, wo sein Paket ist, raus und du kriegst auf einmal eine Stunde lang zwölf, zwölf Gespräche hintereinander, kriegst du zwölf Leute rein, die voll angepisst sind, super sauer sind, weil irgendwas richtig schief gelaufen ist und du kannst sie dann immer gerade bügeln, wo du früher die Hälfte irgendwie easy peasy dankbare Leute hattest, die sich gefreut haben. Also jetzt mal so als Beispiel halt irgendwie. Und das ist, das ist krass. Also ist ein guter Grund, um da eigentlich nicht müde zu werden, sondern Burnout zu bekommen.
[00:12:19] Speaker C: Ehrlich gesagt, machen wir dagegen.
[00:12:22] Speaker A: Bevor wir wissen, was wir dagegen machen, habe ich tatsächlich noch eine Studie, die das Ganze unterstützt. Und zwar ist die vom Harvard Business Review jetzt auch aus Anfang diesen Jahres schon. Und die sagt auch, also gemessen ist, dass die KI, die ja eigentlich das Versprechen macht, die nimmt die leichten Fälle weg und nimmt uns einen Teil der Arbeit ab, ne, das ist belegt, dass wir dadurch nicht weniger arbeiten, sondern einfach genau das, was ihr sagt, nämlich mehr schaffen wollen und mehr am gleichen Tag und einfach auch mehr verschiedene Sachen und die Arbeit wird nicht leichter durch KI, sondern auch messbar intensiver tatsächlich in mehrere Richtungen, sowohl was Menge als auch was unterschiedliche Aufgaben sind. Und wie ihr gesagt habt, auch emotionalere
[00:13:07] Speaker C: Dinge und der Erwartungsdruck wird auch irgendwie höher vom Boss oder von denjenigen, die wissen, oh KI, jetzt haben wir ja hier KI, jetzt können wir ja viel, da geht ja alles viel schneller.
Problematisch ist halt oft, dass auch die Chefs selber keine Ahnung haben und denken, Entschuldigung, und denken, ja, wir haben doch KI, das geht doch alles ganz schnell jetzt aber eben auch nicht wissen, wie es denn in der Praxis dann aussieht, beziehungsweise so mal einen schnellen Prototypen, schnellen Prototypen gemacht von irgendeiner, von irgendwas und gesagt, guck mal hier, das habe ich mal gerade schnell gemacht, jetzt mach du das mal richtig. Aber der Unterschied zwischen mal schnell machen und mal richtig machen ist halt immer noch extrem groß, auch mit der KI.
Und das ist auch äußerst frustrierend. Bei sowas stimme ich dir zu.
[00:14:05] Speaker B: Ich finde, das ist der nächste echt gute Punkt, der zu Erschöpfung führen kann.
Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber bei mir löst oder führt die KI oder Nutzung von KI oft dazu, dass ich halt auf einmal Dinge tun kann, die ich vorher nicht konnte. Also zum Beispiel, wie gesagt, wisst ihr ja alle, visuell bin ich komplette Voll Null. Jetzt auf einmal prompte ich da irgendwas rein und kriege eine relativ gute Visualisierung von irgendwas dahin. Also auf einmal habe ich eine Skill, die hatte ich vorher nicht und wenn wir ehrlich sind, habe ich die auch immer noch nicht. Und jetzt, ich benutze das mehr spaßeshalber und bei mir bricht jetzt nichts zusammen, wenn ich auf einmal, jetzt, wenn es auf einmal die KI nicht läuft und ich deshalb keine komischen Grafiken erzeugen kann oder sowas. Aber ich höre im Moment ganz viel von ganz vielen Leuten, die anfangen Software mit KI zu generieren, die völlig begeistert sind und das freut mich, ich mache auch immer gerne schon Software, Das ist ein tolles Ding, wenn du auf einmal deine eigene Lösung da bauen kannst. Aber nur weil du jetzt da irgendwo eine Codeerzeugung prompten kannst, bist du kein Softwareingenieur und du verstehst es eigentlich auch nicht und du kannst es eigentlich auch nicht. Du benutzt ja im Prinzip nur die KI, um es für dich zu erzeugen. Und das ist natürlich im Prinzip toll, aber du weißt ja selber, dass du eigentlich gar nicht weißt, wie das Ding funktioniert. Und du könntest auch den Code selber niemals fixen, wenn, also nicht du, du, sorry, sondern diese Personen könnten den Code selber niemals reparieren, wenn es ein Problem gäbe. Und ich sage voraus, dass es ganz bald ganz viele Situationen gibt, wo Lieschen Müller anfängt, sich selber Code zu programmieren. Also auf der Arbeit dann auf einmal eine App hat, hier guck mal Chef, ich habe hier eine App gemacht und ist das nicht alles geil und guck mal, was sie alles kann. Dann kommt aber raus, dass die App, was weiß ich nicht sicher ist oder gar nicht mehr funktioniert oder oder. Und auf einmal hat dann diese Person das Problem, dass sie im Prinzip auf einmal angefangen hat, Aufgaben zu erledigen durch die KI, für die sie gar keine Kompetenz hat. Und das wird doppelt Schwierigkeiten machen, nämlich erstens, das weiß die Person innen drin auch und ab dann wird die mit zwei gekreuzten Daumen da durchs Leben rennen, daumendrückend und sich hoffen, sich wünschen, dass ihre eigentliche nicht fahrende Kompetenz niemals auffallen. Oder ein Problem machen wird, glaube ich wirklich, wir wissen, was wir können und was wir nicht können. Und das zweite Problem, das wird dann echtes, ist, wenn dann, wenn dann rauskommt, dass es irgendwie gar nicht so gut war. Du hast halt Artikel generiert schnell für deinen Chef, hast eigentlich keine Ahnung, bist kein Journalist, weißt auch nicht, wie du Quellenprüfung machst, hast ihm halt gegeben, der hat einen Vortrag gehalten und es kommt raus, da war kompletter Mumpitz und dein Chef ist auf einmal völlig blamiert, weil er da steht wie irgendein Idiot.
Und was ich sagen will, ist so angenehm das ist, sich auf einmal in neue Fähigkeiten reinzubewegen, die wir eigentlich nicht haben, desto gefährlich ist das auch. Und ich glaube, das ist auch ein Faktor, der auch Stress verursachen kann. Entweder nur implizit, weil wir eigentlich wissen, das ist aber auf Sand gebaut oder rein praktisch, weil es irgendwann in die Luft fliegt und du dastehst wie ein Blender.
[00:17:04] Speaker A: Da wollte ich gerade eben sagen, da kannst du mich auch wirklich direkt ansprechen, weil genau das habe ich durchgemacht. Ich bin kein Programmierer.
Nachdem du jetzt Lieschen Müller so fertig gemacht hast, traue ich mich das gar nicht zu erzählen. Aber ich bin ja auch kein Programmierer und ich habe in meinem Leben noch kein Terminal aufgemacht und auf einmal kommt dieses Open Claw raus und auf einmal sitze ich da im Terminal und tipp mir da was zurecht und habe auch relativ schnell gedacht, boah, das funktioniert aber toll. Bis dann eines Morgens das irgendwie nicht mehr toll funktioniert hat und ich irgendwie mit einer KI Instanz auf der einen Seite mir erklären habe lassen, wie ich was ins Terminal eintippen muss, um meine andere KI Instanz wieder zu reparieren, die sich nämlich irgendwie selbst zerschossen hat.
Und ich sage euch mit die Idee dieses Themas heute kommt daher, dass ich in den letzten Wochen so frustriert war wie in meinem Leben noch nicht, wenn openclaw auch einfach nicht das konnte, was es mir versprochen hat. Und Das ist bei ChatGPT in einem Text irgendwie manchmal schon doof. Aber wenn das Ding dir sagt, es sei jetzt dein autonomer Agent und zieht los und baut dir ein Schloss aus Sand oder sowas und dann macht dann passiert nichts, dann ist das noch viel Fuß.
[00:18:07] Speaker C: Ja, das glaube ich.
Und das sorry, da muss ich was zu sagen. Das Interessante ist ja da, also so wird ja die Zukunft aussehen. Also ich meine, wir gehen ja schon davon aus, dass die KI ist ja schon in so vielen Bereichen und die wird nur noch in mehr Bereichen sein. Das heißt, die wird überall sein, also die überall mehr verstehen als wir und da wird halt immer genau diese Gefahr auftreten oder nicht Gefahr. Das ist de facto oder quasi per Definition dann schon so, dass nur noch die KI sich eben auskennt und man selber die Kontrolle verliert und man selber meine ich damit Gesellschaft halt durchaus, ja.
[00:18:46] Speaker A: Also dass wir auf der einen Seite intellektuell nicht mehr mitkommen, weil irgendwie alle reden davon, dass die KI irgendwann schlauer ist als wir, aber dass die KI einfach 24 7 schneller ist als wir und wir gefühlt noch irgendwie mit einem Steinzeitgehirn gerade die Dampfmaschine verstehen und jetzt mit 3 Millionen Token pro Stunde irgendwie mitdenken müssen, das ist klar, dass das Gehirn da nicht in dem Tempo mitmachen kann.
[00:19:17] Speaker B: Ich hatte noch einen Punkt, der noch stressig, stressauslösend sein könnte, den haben wir eben kurz berührt, aber den wollte ich noch mal kurz aufgreifen. Wir waren ja eben bei hier Multitasking und wie auf einmal wir eigentlich ja dann nur noch Manager von so kleinen KIs sind, die dann unsere Aufgabe lösen. Und während die das macht, machen wir schnell was anderes. Supergeil können wir 10 Sachen gleichzeitig machen. Das ist schon mal ein Faktor, der aber auch Stress auslösen kann.
Das andere ist, was ich gelesen habe, auch in der Studie oder dieser, dieser, diesem Research Hannes, den du eben erzählt, von dem du eben schon erzählt hat. Und da war ein Ding, das kannte ich noch nicht, was aber aus meiner Sicht hochrelevant ist, nämlich wir hatten dann halt herausgearbeitet in der Wahrnehmung der Anwender, die Produktivität durch Einsatz von KI steigt bis zu dem Punkt, wo du maximal drei Tools einsetzt, um deine Arbeit zu bearbeiten. Was insofern problematisch ist, weil die gleiche Studie zeigt, dass im Durchschnitt in Organisationen 7 bis 8 KI Tools im Einsatz sind. Und ich bin sicher, dass es ganz viele Organisationen gibt. Da gibt es noch viel, viel mehr Tools, die da im Einsatz sind. Und jedenfalls ist das so durch diese Studie empirisch nachgewiesen, dass ab dem dritten Tool fällt die Produktivität fast genauso schnell wieder ab, wie sie vorher zugenommen hat durch Einsatz von KI. Und das wurde unter anderem damit erklärt, dass wir Menschen nicht so besonders gut sind im Multitasking, was jetzt hier eine andere Art von Multitasking ist, weil du nicht nur die quasi eine andere Aufgabe machst neben der Aufgabe, neben der Aufgabe, sondern du musst nebenbei auch noch die Denke ändern. Eben hast du noch in ChatGPT reingepromptet für den Artikel, jetzt gehst du rüber zu mit Journey, um dir dein Bild zu generieren, dann gehst du rüber zu so und so und machst noch irgendwie eine Analytics irgendwas KI, alles KI, aber eine KI ist ja nicht die andere. Und sowohl der Kontext ist unterschiedlich als auch dann wir müssen es auch anders bedienen und hatte ich so vorher noch nicht gehört bzw. Gelesen, fand ich super interessant und kann ich nachvollziehen. Also beides, sowohl das Problem des Multitaskings durch Arbeitsdelegierung als auch Wechseln von verschiedenen Tools und der entsprechende negative Einfluss auf die Produktivität fand ich total interessant.
[00:21:34] Speaker A: Ja, super spannend. Also nicht nur intellektuell verschiedene Themen, sondern auch handwerklich letztendlich verschiedene Arbeitsschritte, die man sich alle gleichzeitig und parallel merken muss und wo man hin und her switchen.
[00:21:49] Speaker B: Ja, was machen wir damit? Uli?
[00:21:51] Speaker A: Erstmal noch den Begriff, ich finde ihn ja so schön und bis jetzt noch nicht gefallen, Brainfrei Sie nennen es brainfrei, das ist glaube ich eine wirklich renommierte Quelle da, die Harvard Business Review. Und sie haben den Begriff brainfrei, also ein frittiertes Gehirn, dafür gefunden. Und ich finde es einen sehr schönen Begriff. Und es zeigt tatsächlich wirklich einfach, dass wir irgendwann einfach aussteigen werden gedanklich von dem, was die KI macht. Also vielleicht sind wir da jetzt gerade an der Schwelle, der eine hält noch ein bisschen länger durch, der andere ist ein bisschen schlauer, aber was die KI da macht, da ist der Mensch dann raus.
[00:22:31] Speaker B: Gedanklich muss ich leider kurz eingrätschen, weil das, ich kann die Wahrnehmung nachvollziehen und es geht mir auch nicht anders. Aber ich glaube, das ist inhaltlich falsch.
Wir sind heute, vergiss KI Auch vor der KI waren wir auch schon in 99,9 Prozent der Vorgänge waren wir überfordert und draußen. Wir wussten es nur nicht. Wir haben nicht versucht ein Bild zu malen, wenn wir wussten, wir können nicht malen, jetzt mal auf einmal ein Bild benutzt dafür 7 Tools und sind danach wahnsinnig gestresst, aber mal ein Bild mit KI irgendwie erzeugt. Was ich sagen will ist, wir waren schon immer überfordert mit der Komplexität des Alltags und der Realität und wir waren auch dadurch schon immer abhängig von anderen, in dem Fall Menschen oder Maschinen, die das Problem für uns lösen mussten. Und das ändert sich durch die KI im Prinzip nicht. Der Unterschied ist, dass wir im Einsatz mit der KI das Gefühl erstmal subjektiv das Gefühl einer scheinbaren Selbstwirksamkeit haben, weil wir auf einmal ein Problem lösen können, was wir vorher noch nicht mal versucht hätten zu lösen, was dann aber über die Zeit sich als falsch herausstellt. Und das ändert aber an dem Grundproblem gar nichts. Also es ist im Prinzip, ich möchte es nur gerade ein bisschen abschwächen, was du gesagt hast.
Es mag sich erstmal so anfühlen, als würden wir die Kontrolle verlieren, aber was ich sagen will, ist, wir hatten die Kontrolle noch nie und wir gehen jetzt durch eine Kurve, durch eine Phase durch, wo wir kurz mit der Frustration kämpfen müssen, dass die KI uns nicht wirklich wirksamer macht als vorher. Erstens, das ist der eine Punkt. Das andere ist, ich glaube außerdem, dass es durchaus ganz konkret Techniken gibt, wie wir uns das Gefühl einer mentalen Überforderung verhindern oder reduzieren und gleichzeitig auch, wie wir versuchen können, unsere tatsächliche Selbstwirksamkeit, das Selbstwirksamkeitserleben zu erhalten und halt nicht irgendwann uns auf den Rücken zu legen wie die Schildkröte und zu sagen, ich kann hier eh nichts, ich bin raus.
[00:24:30] Speaker A: Das ist gut. Vielleicht einschränkend noch, was mir jetzt dazu einfiel, ist ja, dass wir auf jeden Fall mit 99,5 Prozent der Welt sowieso überfordert waren, aber wir hatten unsere eine, unser eines Feld der Expertise, unsere Berufung.
Und wenn das die KI jetzt auch besser kann, ist das nochmal ein extra Punkt, wo viele Leute frustriert, traurig oder ängstlich sind, was bestimmt jetzt auch in das Thema reingehört, aber was noch mal ein ganz großes eigenes Thema ist. Deswegen lass uns gerne genau Methoden finden und irgendwie gucken, was man machen kann, wenn man sich überfordert fühlt. Und erstmal ist es ja wirklich, jetzt werde ich provokant so ein bisschen an
[00:25:11] Speaker C: die eigene Nase fassen oder ja nur die eigene Nase. Man muss halt leider auch an andere Nasen fassen, vor allem die vom Boss oder von den Erwartungshaltungen, die da sind. Also es muss halt ein gemeinsames Verständnis davon irgendwie geschaffen werden, dass es nicht einfach nur Knöpfchen drücken ist oder jetzt komme ich mit der provokanten these und wir müssen einfach nur ein bisschen abwarten, bis die KI wirklich so schlau ist, dass sie wirklich alles machen kann und wir uns dann noch zurücklegen und zurücklehnen und zugucken. Nur dummerweise haben wir dann halt auch ein Jobproblem.
[00:25:52] Speaker B: Ich habe noch so einen Zwischengedanken auf dem Weg zur Problemlösungsfindung und zwar ist mir jetzt hier dann beim Recherchieren ein PDF in die Hände gefallen von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin vom Dezember 2025 also relativ frisch, was sich mit der Sorge beschäftigt hat, ob KI, ich sag's mal in meiner Sprache, zu Dummheit führt am Ende, weil wir halt die KI das ganze Zeug machen lassen, ob wir dann dumm werden.
Hat man ja schon mal eine Folge zu sehen, wenn ich so, hat mir auch schon durchgekaut.
Da war aber im letzten Abschnitt waren sehr interessante Zusammenfassung und das wollte ich euch gerne erzählen, weil ich habe an zwei Stellen geschmunzelt.
Da ging es um die Frage, was kann ich tun, um gedanklich leistungsfähig zu bleiben. Klammer auf, also nicht doof zu werden durch KI. Und das war erstaunlich konkret und ich finde ein, zwei von den Gedanken finde ich mich sofort drin wieder. Ich gebe euch sie aber alle kurz.
Der erste Punkt war die these Gedanken werden erst durch Aussprechen. Klar stammt von irgendeinem Dramatiker aus dem 18. Jahrhundert. Also der hat dazu hier von Kleist, der hat das mal irgendwann irgendwo behauptet und so weiter. Und dann dockt sich das da jetzt an und ich kann das aber nachvollziehen. Also mir geht das jeden Tag tausendmal so, dass ich mich mit irgendwem unterhalte und irgendwie so einen Wirrwarr im Kopf habe und im Gespräch dann auf einmal plötzlich die Schärfe in meinem eigenen Gedanken finde und es auf einmal besser verstehe als vorher. Nur dadurch, dass ich es ausgesprochen habe habe und allen Leuten, ich weiß, wir sind da unterschiedlich alle, aber jedem, der das auch so geht und der das nachvollziehen kann, der wird natürlich jetzt denken, scheiße, da bin ich jetzt ja doppelt angeschmiert, weil wir haben ja vorher schon nur ganz viel mal eben irgendwie so halb gemailt gewaschen, wo schon so Halbsätze und nicht alles immer ausgegoren war. Und jetzt ist es so, ich gebe so ein lauwarmes Prompt rein und kriegt eine fertige Antwort, die ich schnell überfliege und dann weitergebe als hier ist mein Arbeits agieren.
Da ist ja der quasi die Sorge, wie kann ich, wie kann ich verhindern, dass ich verlerne selber diese Gedanken zu lernen oder wie kann ich verhindern, blöd zu werden? Was schlägt also das Bundesamt vor?
Das Bundesamt schlägt vor 3 1 Selbstgespräche und ich habe es gelesen, dachte, das ist nicht ernst und dann habe ich mir das noch mal durchgelesen, habe ich noch ein bisschen recherchiert und dann habe ich tatsächlich lustigerweise shame on me danach mit ChatGPT darüber philosophiert, was könnten die bloß meinen und so weiter und und da kam folgendes raus und Achtung, ich werde das ab morgen ausprobieren und dann werde ich euch eines Tages berichten. Die Empfehlung ist, du machst irgendwas mit deiner KI, du bekommst jetzt deinen Text zurück. Also es geht vor allem gut bei Text Ergebnissen und dann ist die Empfehlung, dass du halbe Minute maximal mit deinem Ergebnis dich mit drei Fragen beschäftigst, die nämlich lauten, also was heißt das eigentlich? Und dann erklärst du, beantwortest die Frage auch sofort, aber es darf nicht länger als eine halbe Minute dauern, warum ist das plausibel? Und dann beantwortest die Frage, warum das plausibel ist und was wäre eine alternative Antwort gewesen? Oder wie hätte man das anders angehen oder beantworten können? Ganz kurz und knapp und ChatGPT glaubt das, was auch die Bundesanstalt glaubt und dem schließe ich mich gedanklich langsam auch an, dass das dazu führt, dass du quasi das durch das Aussprechen, es klingt verrückt, aber gedanklich auf eine bessere, höhere Ebene bekommst und dadurch dann auch wieder so quasi so ein bisschen das zum Teil von dir machst. Fand ich, fand ich, fand ich echt interessant. Und ich habe mir dann gedacht, das mache ich also so aber nicht, sondern ich überlege mir, ich suche mir Arbeitskollegen oder euch oder keine Ahnung, meine Kinder und das nächste Mal, ich werde es mal ausprobieren halt irgendwie, man könnte das ja auch einem Menschen erzählen. Wir könnten ja bei uns bei GMKI könnten wir die Selbst Verblödungs Verhinderung Hotline einrichten, da darf man anrufen oder reinzoomen und das ist völlig egal, worum es geht, der Typ soll ja auch nicht antworten, sondern dann sage ich dir, Uli, pass auf, ich habe hier folgendes Problem gehabt und die Antwort war so und so und das ist für mich plausibel, weil da und da und ich glaube aber und so weiter und fertig. Danach legen wir wieder auf und du denkst, Alter, such dir eine echte Arbeit und ich mach weiter und du auch. Also fand ich aber interessant. Ich weiß nicht, was denkt ihr?
[00:30:20] Speaker A: Kann ich total nachvollziehen. Ich glaube auch, dass viele Leute inzwischen so Sachen wie TikTok für sowas benutzen, einfach in ihr Handy reinsprechen, in die Welt rausschicken, großartig.
Aber ja, finde ich gut, kann ich nachvollziehen und du hast vollkommen recht. Ich glaube, das Gespräch mit anderen echten Menschen wäre dem immer vorzuziehen. Und das kann ich jetzt hier auch noch mal irgendwie schämen nutzen und darauf hinweisen, dass wir beim GMKI immer gerne mit allen reden und auch mal viele Veranstaltungen haben, über die ihr euch irgendwie auf GMKI Org informieren könnt.
[00:30:56] Speaker B: Sorry Ich mache noch schnell die zwei anderen Dinge einfach weil.
Und zwar ich habe einen Wahnsinn. Punkt 1 ist handschriftliche Notizen. Es gibt wissenschaftliche Studien, die beweisen oder belegen, dass der Unterschied zwischen du schreibst mit der Hand, wo ganz viel mehr Muskeln und Gelenk bewegt werden, löst im Gehirn, kannst du mit dem EEG messen, löst mehr Zellen, aktiviert mehr Zellen und das führt zwangsläufig zu einer stärken Gehirnaktiv Aktivität und erleichtert Ideenfindung, Denken und so weiter. Also das heißt, die Qualität eines Gedanken, den du mit der Hand aufschreibst, kognitiv im Gehirn, ist höher, als wenn es mit der Tastatur tippst, sagen Wissenschaftler. Ich finde es aber plausibel.
Ich fasse das. Mittlerweile fasse ich das Zeug manchmal mehrfach in mehreren Stufen auf Papier handschriftlich zusammen und die die nächste Stufe davon, Ich habe angefangen wahnsinnig viele Skizzen und Mindmaps zu machen. Ich bin hier nur noch am Malen, Prozessdiagramme, Mindmaps und so weiter und zwar immer im Dialog mit dem KI Ergebnis. Ich lese mir das Zeug durch und dann schreibe ich mir die Bullitts raus, gruppiere die, habe mir irgendwann überlegt, da müsste ich mir noch ein Tool bauen, was mir das automatisch macht. Habe ich zum Glück nie Zeit für gehabt, weil seit jetzt weiß ich, dass verhindert meine Verdummung, wenn ich es weiterhin handschriftlich selber mache. Fand ich aber fand ich, also die beiden Punkte fand ich gut. Mit dem Selbstgespräch, da arbeite ich noch, ne?
[00:32:20] Speaker A: Und auch das kann ich nachvollziehen. Ich habe hier auch so einen Block, der so aussieht.
[00:32:26] Speaker C: Da bin ich als sehr visueller Typ ja total anders. Also ich meine eigentlich visuell müsste dafür sprechen, dass ich auch was aufschreibe und male und ich bin eher im Kreativbusiness hier tätig. D Animation und so. Also ich habe echt, ich glaube seit 14 Jahren, seitdem ich meine Notes digital mache, halt nichts mehr handschriftlich geschrieben. Vielleicht meine Postkarte aus dem Urlaub, aber das hat auch schwer abgenommen, muss ich sagen.
[00:32:53] Speaker B: Sorry. Also ohne KI, also eine Stunde am Stück arbeiten, aber also ohne externe Störung und aber auch ohne eine KI zu bemühen, wirklich nur du und deine Arbeit. Ja, okay, cool.
[00:33:07] Speaker C: Ja genau. Und also das kann noch mal zwei Stunden sein, aber das ist schon extrem. Aber meistens ist dann wieder irgendwas, wo man abgelenkt wird. Aber ich aber ich mache mir halt Ich versuche mir eine Stunde zu nehmen und ich schaffe es doch nicht mehr. Das aber das ist hoch befriedigend, muss ich sagen. Also wenn ich das schaffe und wirklich so in so eine Art Flow komme, dann ist das eine gute Sache. Wie viel das jetzt mich davon abhält, weniger frustriert mit der KI zu sein, das weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall ist es etwas, was ich sehr, was ich liebe zu machen.
[00:33:41] Speaker B: Wie oft schaffst du das und wie lange Pause machst du zwischen den Blöcken?
[00:33:44] Speaker C: Ich versuche einmal vormittags und einmal nachmittags quasi eine Stunde.
Ich habe das war mal relativ gut. Die letzten Wochen ist es so bergab gegangen und dann fängst du gar nicht erst an, weil dann ist was Wichtiges, weil es kommt, du musst was veröffentlichen.
Dann brauchst du aber den Input von den anderen. Das heißt, du hast die ganze Zeit ich hab Discord an und bimmelt dann immer und dann kriegst du halt irgendwie nicht hin. Also da muss man sich immer wieder selbst am Riemen reißen und sich zwingen, das zu machen. Vor allem auch den anderen gegenüber kommunizieren. Also das war auch wichtig, dass ich dem Team gesagt so hier mal von 11 bis 12 kannst du mich gerne versuchen anzuschreiben. Ich reagiere dann aber erst danach darauf halt. Und das ist das ist das Wichtige irgendwie.
[00:34:26] Speaker B: Hannes, ich glaube, damit sind wir jetzt in dem Teil gelandet, in dem wir jetzt überlegen, was wir jetzt tun können.
Ist das soll man da weitermachen oder
[00:34:36] Speaker A: ich hätte jetzt auch direkt irgendwie im Grunde baut das auf das auf, was ihr gesagt habt als praktischen Tipp, weil Planung immer schon irgendwie viel geholfen hat. Also mir jetzt auch als jemand, der in Projekten arbeitet. Ich habe mir früher immer versucht, die Projekte so hinzulegen, dass ich irgendwie drei Tage an einem arbeite und danach erst das andere anfange. Jetzt verkürzen sich durch KI diese Abstände, aber ich versuche trotzdem einen Tag einem einem Thema zu widmen und nicht auch nur innerhalb eines Tages hin und her zu springen.
Und wenn die KI uns da verspricht, irgendwie mehr am Tag zu schaffen, dann versuche ich die Zeit dafür zu nutzen, morgens länger zu planen, genauer zu gucken, wo will ich denn heute hin und auch zu gucken, wie gehe ich das nacheinander an und nicht irgendwie wirklich drei Sachen gleichzeitig anzufangen, weil ich bin da sehr gut drin, mehr als drei Tools irgendwie parallel in verschiedenen Tabs aufzuhaben.
Genau. Und so habe ich mich, glaube ich, auch mit KI noch mal ein bisschen mehr gezwungen, das Ganze bewusst rückwärts aufzuzäumen. Also was ist mein gewünschtes Ergebnis? Was ist das Ziel und wie komme ich da am besten und am effizientesten hin? Wo ich oft auch mich dabei ertappe, wenn ich das nicht mache, dass ich irgendwie die nächsten drei KI Tools anschmeiße und erst mal gucke, was passiert und gar nicht so genau weiß, wo ich hin will. Und das ist eher was, was mich dann frustriert, als wenn ich wirklich einen guten Plan abarbeiten kann und mir da auch dann Ich erwähne mich sehr oft dabei, dass ich einfach denke, ach, jetzt hat es noch nicht geklappt, aber beim nächsten Prompt klappt es und beim nächsten Prompt klappt es mir da auch einfach mal Pausen zu gönnen.
[00:36:20] Speaker B: Damit hatten wir jetzt das Thema Fokus, Ablenkung und ein bisschen Multitasking. Ich habe noch zwei, wo ich sagen würde, das könnte man sich angucken, um KI Müdigkeit zu verhindern oder reduzieren. Das erste ist, ich glaube, es ist ein ganz wichtiges Thema, dass wir versuchen sollten, die mentale Überforderung durch die Geschwindigkeit, die Pseudokompetenzen, die wir gewonnen haben, der Zeitdruck, der auf einmal, wie Uli du eben gesagt hast, auf einmal ist die Erwartung ganz anders an mich.
Um um dem entgegenzuwirken, wünsche ich mir und euch und allen in dieser Gesellschaft, dass wir im Prinzip so eine Art KI Nutzungsethik entwickeln, die genauso anerkannt ist wie die Tatsache, dass man Mittags Mittagspause macht. Und wenn einer Ich gehe jetzt in die Mittagspause, dann ist völlig klar, dass der Typ jetzt eine Dreiviertelstunde oder Stunde weg ist und den rufe ich dann auch nicht auf dem Handy an, um zu Ja, aber ich brauche jetzt eine Antwort, sondern der ist jetzt in der Mittagspause. Und haben wir das natürlich jahrhundertelang irgendwie geprobt oder geübt. Und genauso sollten wir uns jetzt auch angewöhnen, halt uns gegenseitig zu helfen, eine mentale, zum Beispiel die mentale Überforderung, über die wir viel gesprochen haben, zu verhindern. Und ganz konkret würde ich gerne
[00:37:45] Speaker C: den
[00:37:45] Speaker B: Hörern an den Apparaten zu Hause mitgeben, falls ihr noch nie darüber nachgedacht habt, dann bitte denkt mal darüber nach, wie viele KI Tools benutzt ihr eigentlich, um eine Aufgabe zu erledigen. Und falls ihr bemerkt, hoppla, das sind aber ganz schön viele, oder aber selbst wenn es wenige sind, wenn ihr bemerkt, wenn ich ehrlich bin, stresst mich das, aber, dass ich da auf einmal da dauernd diesen Kontextwechsel hinlegen muss, dann nimmt das an und nimmt das ernst und macht was daraus. Und die Empfehlung von dieser Studie ist, vermeide mehr als drei KI Tools. Ich persönlich finde drei KI Tools schon echt viel, aber das sollte man unbedingt machen. Und dazu gehört auch, alle Menschen sind unterschiedlich belastbar in fast allen Bereichen. Von daher gibt es nicht die eine Antwort für alle. Aber ich glaube, jeder Mensch hält einfach nur eine bestimmte Frequenz an Problemen pro Zeiteinheit aus. Also wenn du, wenn du, ich nehme jetzt mal das Beispiel von dem Callcenter Agent, wenn du jetzt in der Stunde 15 Telefonate irgendwie abarbeitest oder abarbeiten musst und du bemerkst, dass durch KI auf einmal dein Stressfaktor krass steigt, weil du entweder viel mehr machen musst, weil die besser vorbereitet sind in der Q, oder aber, dass du einfach merkst, du kriegst nur noch die Scheiße ab und kannst dich zwischendurch gar nicht mehr in positiven Gesprächen irgendwie quasi mental erholen, dann musst du das ganz deutlich wahrnehmen und musst darauf reagieren und idealerweise das mit deiner Organisation klären und sagen, das geht so nicht, weil der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht und wenn du nicht mehr mehr verarbeiten kannst, dann hilft es nicht, da noch mehr KI draufzuschmeissen oder sowas. Und das, was du eben gesagt hast, habt ihr beide gesagt, fand ich auch beides super.
Ich glaube, dass bald es völlig normal sein wird, dass wir uns das Recht rausnehmen, Pausen einzubauen. Also es wird mitnichten so sein können, dass wir einfach sagen, ja geil, die KI erlaubt es mir jetzt, dass ich zehn Artikel an einem Tag schreibe anstatt einen. Also erwarte ich ab jetzt von meinem Journalisten, Kollegen, Mitarbeiter, dass er jetzt 10 Artikel schreibt, sondern vielleicht schreibe ich immer noch, na vielleicht nicht ein, vielleicht schreibe ich in Zukunft zwei Artikel am Tag und gehe vielleicht zwischendurch drei Stunden im Park spazieren und guck den Enten zu oder sowas, weil wir einfach als Gesellschaft und Individuen verstehen müssen, dass mehr Gras wächst, nicht schneller durch ganz doll dran ziehen. Das geht einfach nicht. Und es gibt bestimmte Naturgesetze, die sind einzuhalten und wer versucht, die zu überschreiten, der bricht es einfach. Also das zum Thema mentale Überforderung wird aus meiner Sicht ganz wenig darüber gesprochen. Ich war super dankbar für das Thema, Hannes, weil das irgendwie auch dann natürlich dazu geführt hat, dass man selber noch mal überlegt hat, wie ist das eigentlich und noch mal so ein bisschen hier und da gelesen hat und so weiter. Ich glaube, das ist ein riesiges Thema. Im Moment sind wir noch alle so gehypt von dem, wie geil das alles ist, dass wir uns noch gar nicht trauen einzugestehen, dass das für uns gar nicht unbedingt notwendigerweise gesund ist. Aber ich bin ganz sicher, das wird kommen. Und ich bin tausendprozentig sicher, dass wir gemeinsam mit KI gehen, KI, also dem Verein, dass wir uns mit dem Thema hundertprozentig befassen werden, weil das ist was, das können wir nicht einfach so laufen lassen.
[00:40:56] Speaker A: Sehr starke Worte kann ich jetzt nur noch mal an die, die das hören und da irgendwie uns das mitteilen wollen, total gerne dazu aufrufen, uns mal eine E Mail zu schreiben. PodcastMKI Org wollen wir das dann gerne weiter diskutieren, auch hier in diesem Podcast.
[00:41:12] Speaker C: Und ich habe dem Ganzen auch nicht mehr hinzuzufügen. Also das war eine sehr gute, sehr gute Zusammenfassung und Ausblick und ich bin sehr froh, dass ich mir das live dabei war und das miterfahren durfte.
[00:41:26] Speaker A: Ja, dann versuche ich noch irgendwelche letzten Worte zu finden für diese Folge. Ich würde sagen, um dem Ganzen irgendwie positiv rauszukommen, ist dieses Versprechen, dass KI irgendwie alles leichter macht und ein technisches Hilfsmittel ist mit tollen Fähigkeiten, das sollten wir nicht vergessen und das auch als solches betrachten und gucken, dass es uns wirklich das Leben leichter macht und uns nicht das Leben schwerer machen, in der Hoffnung, uns mit KI irgendwas leichter, schneller oder besser zu machen.
Wer möchte, kann sich das auf einen Stoßstangen Aufkleber drucken und ansonsten sage bis nächste Woche.
Ich freue mich auf euch.
[00:42:05] Speaker C: Tschüss. Super, danke, ciao, ciao.